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Die Grenzen aufgezeigt

Der SV Kirchanschöring hat in der Fußball-Landesliga Südost einen 3:1-Heimsieg gegen den ETSV Landshut gefeiert. Es war bereits der dritte Sieg in Serie. Und dieser ging absolut in Ordnung, denn die Gelb-Schwarzen zeigten den Niederbayern ziemlich schnell ihre Grenzen auf, sodass auch Gäste-Trainer Sepp Summerer am Ende von einem »hoch verdienten Kirchanschöringer Sieg« sprach.

»Wir haben in den ersten Minuten losgelegt wie die Feuerwehr und Landshut förmlich überrollt«, freute sich auch SVK-Trainer Günter Heberle, der noch nicht mal auf der Trainerbank Platz genommen hatte, als die rund 450 Fans erstmals jubelten. Alexander Köberich hatte Sekunden nach dem Anpfiff einen Schlag von Lukas Hoyer zu Sebastian Leitmeier verlängert. Der bediente Christian Jäger mit einem feinen Gassenball, den der Rothanschöringer aus 12 Meter rechts unten versenkte – 1:0.

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Auch in der Folge dominierten die »Anschöringer« die Partie. Christian Heinrich (scheiterte am gut reagierenden Matthias Penzkofer), Sebastian Leitmeier (verfehlte nur knapp) und abermals Jäger (verstolperte den Ball vor dem leeren Gehäuse) hatten dabei die besten Einschussmöglichkeiten.

Ein Treffer Marke »Tor des Monats« war das 2:0 für die Gastgeber: Über links ließ Jäger einen Landshuter austanzen, passte zu Wasner, der sofort weitergab auf Leitmeier. Der setzte den besser postierten Heinrich ein, der die Traumkombination durch den Landshuter Sechzehner mit einem Flachschuss abschloss. »Solche Tore sind für einen Trainer schon eine Genugtuung«, gestand Günter Heberle.

Die einzige Chance der Niederbayern in den ersten 45 Minuten war ein fulminanter Freistoß aus 35 Meter von Stefan Weller, den Torhüter Lukas Hoyer aber aus dem Kreuzeck fischte. Weller war es dann auch, der zehn Minuten nach dem Seitenwechsel den Anschlusstreffer erzielte. Diesmal zimmerte er einen Freistoß aus gut 28 Meter in den Winkel. Hoyer war noch dran, allerdings machtlos. »Er ist mit einer bemerkenswerten Ruhe ins Spiel gegangen und hat das Ganze sehr sicher gelöst«, lobte Heberle seinen 19-jährigen Schlussmann. Auch Michael Lissek bekam eine Extrawürdigung des Trainers: »Er hat sich heute wieder ganz stark als Teamplayer präsentiert.«

Eine kuriose Szene entschied nach gut einer Stunde das Spiel zugunsten der Platzherren. Leitmeier wurde am Torschuss per Foul gehindert, doch anstatt den fälligen Strafstoß zu pfeifen unterbrach Schiedsrichter Maximilian Alkofer (Regensburg) wegen der Verletzung von Matthias Penzkofer. Er war mit einem Mitspieler zusammengestoßen. Die Unterbrechung nutzte Assistent Michael Handschuh, um die Situation aufzuklären und seinem Kollegen klar zu machen, dass es Elfmeter geben muss. Alkofer zeigte Stärke – und im Anschluss auf den Punkt.

Leitmeier ließ sich diese Chance nicht entgehen und erzielte seinen elften Saisontreffer. »Ich hatte zu keiner Zeit des Spiels das Gefühl, dass es heute etwas zu holen gibt«, bilanzierte Sepp Summerer, der mit seiner Elf gegen geschlossen starke, und dominante »Anschöringer« in der Tat keine Chance auf Zählbares hatte. bts