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Die Generalprobe ist geglückt

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Der Leverkusener Stefan Kießling (Mitte) setzte sich in dieser Szene gegen den Salzburger Andreas Ulmer (links) und Michael Brandner durch. Am Ende trennten sich die beiden Teams unentschieden.

Die Generalprobe von Red Bull Salzburg für den Bundesligastart an diesem Samstag um 16 Uhr beim SV Mattersburg und für die Champions-League-Qualifikation am Mittwoch um 19 Uhr gegen Malmö FF ist geglückt. Das Team des neuen Trainers Peter Zeidler spielte am Dienstagabend gegen den deutschen Bundesligisten Bayer Leverkusen in der Red-Bull-Arena vor 11 427 Zuschauern 1:1.


Dabei wäre vor allem in der Schlussphase durchaus der Siegtreffer drin gewesen. Doch Smail Previjak (82.), Marco Djuricin (83.) und Takumi Minamino (88.) ließen beste Chancen ungenutzt. So blieb der Treffer von David Atanga (19.) der einzige an diesem Tag für die »Roten Bullen«. Den Ausgleich für Leverkusen erzielte Admir Mehmedi (64.).

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Zeidler, der in der Halbzeit fast die komplette Mannschaft austauschte, war nach dem Spiel mit dem Test »gegen einen Gegner dieser Klasse« zufrieden. »Wir können diese Leistung gut einordnen und wissen, wo wir stehen.« Nicht einmal das unglückliche Gegentor brachte den neuen Trainer aus der Fassung. »Das würde mich am Samstag ärgern, aber jetzt passt es schon.«

Von einem leistungsgerechten Unentschieden sprach auch Leverkusens Trainer Roger Schmidt, der an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist (Schmidt war von 2012 bis 2014 Trainer in Salzburg) und momentan mit seiner Mannschaft ein Trainingslager in Zell am See absolviert. »Man hat gesehen, dass Salzburg in einer guten Verfassung ist«, lobte er. Es sei eine gute Entscheidung der Salzburger Verantwortlichen gewesen, »Peter zum Cheftrainer zu machen«, fügte er hinzu. »Ich ziehe meinen Hut davor, was hier in einem Jahr passiert ist.« Salzburg habe gute, hungrige und aggressive Spieler, analysierte Schmidt, der auf einen Einsatz des Weltmeisters Christoph Kramer »wegen leichter muskulärer Probleme« verzichtete.

Leverkusens Stürmer Stefan Kießling war mit der Leistung seiner Mannschaft hingegen nicht ganz zufrieden. »Wir haben intensiv die letzten Tage trainiert, das hat man schon gemerkt«, sagte er nach dem Schlusspfiff. Für einen seiner Teamkollegen war's übrigens wie für Trainer Schmidt ein besonderes Spiel, denn André Ramalho trug in der vergangenen Saison noch das Trikot der Salzburger. Er wurde vor dem Spiel dann auch offiziell unter dem Applaus der Zuschauer verabschiedet. »Es war sehr schön, hierher zurückzukehren«, sagte der Defensivspieler, der in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam, und fügte noch gute Wünsche für seinen Ex-Club hinzu. »Ich hoffe, dass Red Bull dieses Jahr die Champions-League-Qualifikation schafft.«

Salzburgs Konrad Laimer ist jedenfalls zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. »Wir haben eine Top-Leistung gebracht und jetzt schauen wir auf Samstag.« Sein Teamkollege Benno Schmitz, der wie Stefan Lainer wegen eines Zusammenpralls mit Kopfverband spielen musste, blickt hingegen schon auf Mittwoch. »Da versuchen wir, Revanche zu nehmen.« Denn bereits im vergangenen Jahr ging es gegen die Schweden und Salzburg schied aus (2:1 und 0:3).

Auch der SV Grödig testete gegen einen deutschen Bundesligisten und trennte sich von Hertha BSC Berlin 2:2. Die Grödiger gingen durch Bernd Gschweidl (6.) und Roman Wallner (64.) zweimal in Führung, doch die Berliner glichen durch Ronny (54.) und Kalou (68.) jeweils aus. SB