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Die Gemeinde macht den Weg frei

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Er ist eines der großen Inzeller Talente, das auf eine Junioren-WM vor eigenem Publikum hoffen darf: Felix Motschmann. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Eine gute Nachricht für den Inzeller Eisschnelllauf-Nachwuchs und alle Fans gibt es nach der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend: Die Gemeinde hat einer möglichen Bewerbung des DEC Inzell und der DESG um die Junioren-WM 2023 in der Max-Aicher-Arena zugestimmt. »Da stehen wir als Gemeinde dahinter, die Entscheidung war einstimmig«, bestätigte Bürgermeister Hans Egger unserer Sportredaktion.


Natürlich sei eine Weltmeisterschaft der Junioren »nicht so lukrativ wie eine WM der Erwachsenen. Aber so eine Veranstaltung ist für den Standort gut. Wir kämpfen auch um Fördergelder und wollen beweisen, dass wir bereit sind. Und das tut ja auch unserem Nachwuchs gut – schließlich gibt es starke Inzeller Nachwuchssportler, die zu diesem Zeitpunkt im geeigneten Alter für die JWM wären.«

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Das bestätigt auch der Stadionleiter der Max-Aicher-Arena, Hubert Kreutz. »Ja, bei Felix Motschmann und Thomas Schmaus würde das passen. Und vielleicht können sich sogar noch zwei oder drei andere Talente von uns dafür empfehlen«, hofft er.

Nun haben die nationalen Verbände bis Ende August Zeit, beim Weltverband ISU ihre Bewerbungen anzumelden. Die Entscheidung fällt dann bei einem ISU-Kongress »voraussichtlich im Oktober«, weiß Kreutz. Bei diesem Kongress werden die Entscheidungen für drei Saisonen – nämlich 2023, 2024 und 2025 – gefällt. Die Bewerbung werde »insgesamt nicht so hoch aufgehängt. Das geht direkt über den Sportfachverband und ist eine eher formelle Sache«, weiß er, dass die Erstellung der Bewerbungsunterlagen keinen eminent hohen Aufwand erfordere. Organisatorisch gesehen sei der Aufwand für die Junioren-WM »ähnlich wie bei einem normalen Weltcup. Falls wir den Zuschlag bekommen sollten, würden wir uns auch eine ähnliche Zuschauerkulisse – ungefähr 1000 Leute, vielleicht auch 1500 – am Tag wünschen.« Im kommenden Winter ist zumindest kein »normaler« Weltcup in Inzell geplant. Während die Ostblockstaaten sich relativ intensiv um solche Veranstaltungen bewerben, ist bei den westlichen Nationen das Interesse geringer. Und das hat finanzielle Gründe: Für die TV-Übertragung müssten die Ausrichter mit Kosten von etwa 60 000 bis 70 000 Euro rechnen. Das sei nicht refinanzierbar. »Wenn die ISU an uns herantritt, müssen wir sagen: Wir stehen bereit, aber das TV-Signal muss kostenmäßig von jemand anderem übernommen werden«, so Kreutz.

Daher gelte es aus Inzeller Sicht, »erst einmal kleinere Brötchen zu backen. Aber die Junioren-WM gibt dem Nachwuchs auf jeden Fall einen großen Antrieb«, hofft er auf eine Zusage des Weltverbands. Und sollte sich der Inzeller Nachwuchs entsprechend gut positionieren, könnte dann auch wieder eine Bewerbung um einen »normalen« Weltcup sinnvoll werden ... who

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