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»Die Gabi ist in der Form ihres Lebens«

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Sie erkämpfte in Erfurt auf der 1500-Meter-Distanz den neunten Platz: die Inzellerin Gabi Hirschbichler.

Das Inzeller Eisschnelllauf-Quartett ist für die Olympischen Spiele gerüstet. Diese Bilanz zieht Trainer Danny Leger nach dem Weltcup in Erfurt.


»Jetzt beginnt die heiße Phase, wir werden uns um die Stellschrauben kümmern und die Feinheiten abstimmen«, so Leger. Bis zum Abflug am 31. Januar nach Südkorea werden die olympischen Kufenflitzer in Inzell trainieren.

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Besonders zufrieden zeigte sich Danny Leger mit seinen beiden Damen Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler. Dufter überraschte mit einem 10. Platz über die ungewohnten 3000 Meter in 4:10,68 Minuten. Damit ließ sie sogar Claudia Pechstein einen Platz hinter sich. Ein seltenes Ereignis, dass Pechstein im direkten Vergleich bei einem Wettkampf gegen eine deutsche Konkurrentin den Kürzeren zieht.

Allerdings kämpfte Pechstein mit einem schweren Infekt und war nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. »Für das Team brauchen wir eine Claudia in überragender Form. Trotzdem hat Roxanne eine gute Leistung gezeigt«, kommentierte Leger das Ergebnis. Auch Gabi Hirschbichler lief über die 3000 Meter, allerdings in der B-Gruppe. Mit 4:14,73 Minuten stellte sie eine neue persönliche Bestzeit auf und wurde Siebte.

Über 1500 Meter kam die 34-Jährige in der A-Gruppe in 1:57,96 Minuten auf den neunten Platz und ließ Vereinskollegin Roxanne Dufter (1:58,18) als Zehnte hinter sich. »Die Gabi ist in der Form ihres Lebens«, freute sich Leger. »Sie ist dermaßen überzeugend und ich habe sie noch nie so stark erlebt. Das macht Mut für das olympische Teamrennen«, freute sich der Trainer.

Joel Dufter startete über 500 Meter in der B-Gruppe mit 35,98 Sekunden und im zweiten Lauf schaffte er es in 35,90 Sekunden sogar als Erster auf das Podest. Über seine Paradestrecke, die 1000 Meter, kam Dufter auf den 15. und 17. Platz. »Von den Zeiten her ist da sicher noch Luft nach oben, er hat auch einige Fehler gemacht«, so die Analyse von Leger. Er bescheinigte seinem Youngster aber auch eine Tendenz nach oben. »Es geht in kleinen Schritten aufwärts. Seine Rennen bei Olympia sind erst in vier Wochen, also haben wir noch Zeit zu arbeiten.« Joel Dufter bemerkte, dass er wieder mehr Gefühl für das Eis verspürt und einen Schritt nach vorne gemacht hat.

Moritz Geisreiter kam über die 5000 Meter in 6:22,42 Minuten auf den zehnten Platz. Er musste sich im internen Duell Patrick Beckert geschlagen geben, dieser wurde auf seiner Heimbahn Fünfter. »Er war sehr gut, aber noch nicht optimal unterwegs«, formulierte es Leger. Die drei Sekunden Rückstand auf Beckert führte Leger auf den grippalen Infekt zuletzt bei Geisreiter zurück. »Er kann noch zulegen und ist in der Lage, bei Olympia konkurrenzfähig zu sein.« Leger stellte aber auch fest, dass die Zeiten der Spitzenläufer in Erfurt erstaunlich stark waren. Der Sieger aus Norwegen, Sverre Lunde Petersen, lief in Abwesenheit von Superstar Sven Kramer 6:14,66 Minuten. Bleiben noch die 1500 Meter in der B-Gruppe für Moritz Geisreiter: Diese beendete er als Sechster in 1:49,20 Minuten. SHu