»Die Form wird kommen«

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Auch sie geht für den heimischen Stützpunkt im Weltcup an den Start: Alexandra Danner. (Foto: DSV)

Zu einem ersten großen Einsatz in der neuen Saison kommt es für das Team des Stützpunkts Ruhpolding an diesem Wochenende: Ein heimisches Quartett ist beim Sprint-Weltcup in Dresden am Start, ein weiteres Trio ist zeitgleich beim ersten Continentalcup des Winters in Formazza (Italien) gefordert.


In Dresden werden neben Nadine Herrmann (Bockauer SV) – die zuletzt in Davos (Schweiz) mit Rang 28 im Sprint drei Weltcupzähler erkämpft hatte – auch noch Alexandra Danner (SC Lenggries), Anian Sossau (SC Eisenärzt) und Jonas Schröter (SCMK Hirschau) an den Start gehen. Sie wollen sich möglichst im Prolog einen Platz unter den besten 30 erkämpfen – dann wären sie im Viertelfinale dabei. Dieses Trio hatte auch im Januar 2020 sein Weltcup-Debüt in Dresden gefeiert – und hofft nun darauf, auch dank der dabei gesammelten Erfahrungen diesmal schon ergebnismäßig einen Schritt nach vorn tun zu können.

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Das Continentalcup-Rennen wurde von Isolaccia (Italien) nach Formazza (Italien) verlegt. Dort finden aber nur die Rennen für die U-23-Athleten statt, nicht aber für die Junioren. Angesichts der logistischen Herausforderungen in der Corona-Pandemie sollen schließlich die Teilnehmerfelder kleiner als üblich gehalten werden. Aus dem Stützpunkt werden hier Florian Knopf (SLV Bernau), Albert Kuchler (SpVgg Lam) und Kim Hager (SC/TV Gefrees) an den Start gehen.

Nicht im Einsatz sind dagegen an diesem Wochenende die Distanzspezialisten des Stützpunkts aus dem deutschen Weltcup-Team. Jonas Dobler (SC Traunstein), Lucas Bögl (SC Gaißach) und Andreas Katz (SV Baiersbronn) haben in dieser Saison schon Weltcuppunkte errungen. Dennoch gelte für sie wie auch für die anderen deutschen Skilangläufer, dass noch eine Steigerung möglich – und nötig – sei, so Frank Nitsch aus dem Trainerteam des Stützpunkts.

Ein wenig mehr hätte man sich ohnehin bei den ersten Weltcups erhofft, »denn die Vorzeichen standen gut. Alle hatten in der Vorbereitung einen Schritt nach vorn gemacht.«

Zwar gehe »die Saisonplanung in Richtung WM (23. Februar bis 7. März 2021 in Oberstdorf, d. Red.), aber du brauchst ja vorher die Qualifikation dafür.« Daher wäre es wichtig, dass sich dieses Distanz-Trio bei den Weltcups ab Anfang Januar gut präsentiert. Nitsch ist zuversichtlich, dass dies gelingen könnte: »Die Form wird kommen.«

Für alle deutschen Sprinter sei der Weltcup in Dresden »auf jeden Fall ein Höhepunkt. Ich hoffe, dass es da von den Ergebnissen her gegenüber Davos ein Stück nach vorn geht.«

Vom Streckentyp her sei Davos etwas anspruchsvoller, profilierter. Die Strecke in Dresden sei »relativ flach, das liegt vor allem den schnellkräftigeren Athleten.« Tückisch sei dabei, dass wohl die Zeitabstände deutlich geringer seien als in Davos, und daher »muss da jeder Schritt sitzen, weil es so knapp hergeht. Aber wir sind nicht chancenlos.«

Für das Trio mit Anian Sossau, Jonas Schröter und Alexandra Danner (jeweils 20 Jahre) »wäre es gut, mal in die Punkte zu laufen, gerade in Richtung U-23-WM«, stellt er klar. Nadine Herrmann dagegen (24 Jahre) will ohnehin weitere Weltcuppunkte sammeln und sich für Einsätze bei der Erwachsenen-WM empfehlen.

Was den allgemeinen Verlauf der Vorbereitung angeht, ist Nitschs Fazit zwiegespalten. Einerseits »war heuer in der Chiemgau-Arena der Schnee so früh wie noch nie aufgelegt, das war für uns sehr gut.« Andererseits konnten dies aber – wegen der Corona-Regeln – nur die Angehörigen des Bundes- und des Landeskaders nutzen. »Für die Vereine und den Nachwuchs ging aber nichts. Da war die Vorbereitung insgesamt zäh. Ich hoffe, dass wir diese Probleme im Nachwuchs nicht in den nächsten Jahren zu stark merken.«

Daher hofft er, dass auch in den heimischen Langlaufgebieten bald Strecken genutzt werden können. Und darauf, dass die jetzigen Kaderathleten tatsächlich die guten Werte aus der Vorbereitung bestätigen können. Denn gute Ergebnisse der Topsportler wären eine zusätzliche Motivation für den Nachwuchs, diesen Athleten nachzueifern. who

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