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Die Entscheidung fällt in Schweden

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Er will sich für den Eisspeedway-Grand-Prix qualifizieren: Max Niedermaier. Dafür muss er zunächst heute einen Platz für die WM-Challenge erkämpfen und dann morgen auch in der Challenge überzeugen. (Foto: Weitz)

Gleich doppelt zur Sache geht es innerhalb von nur zwei Tagen für die heimischen Eisspeedway-Piloten. Günther Bauer (Schleching) und Stefan Pletschacher hatten sich bereits in der ersten WM-Vorqualifikation in Ylitornio (Finnland) vor einer Woche einen Platz in der letztlich entscheidenden WM-Challenge gesichert. Nun sind Max Niedermaier (Edling), Hans Weber (Schliersee) und Markus Jell (Altfraunhofen) am heutigen Freitag (19 Uhr) gefordert.


Sie treten in der WM-Vorqualifikation 2 in Östersund (Schweden) an. Aus dieser kommen voraussichtlich nur sieben Fahrer (plus zwei Reservefahrer) zur WM-Challenge, die am morgigen Samstag, dann im etwa 200 Kilometer entfernten Strömsund (Schweden) ausgetragen wird. Dort geht es dann endgültig um die Plätze für die Grand-Prix-Serie.

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Dem heimischen Trio steht heute in der WM-Vorqualifikation eine harte Aufgabe bevor. Nur die besten sieben der 16 Fahrer rücken ins Challenge-Feld, Rang 8 und 9 bedeuten einen Platz als Reservefahrer.

Drei dieser sieben Spitzenplätze sind wohl für die russischen Fahrer »reserviert«: Denn Daniil Iwanow, im Vorjahr Vizeweltmeister, ist ebenso im Feld von Östersund wie der Vorjahresdritte Dimitri Khomisewitsch und der WM-Vierte Igor Konjonow.

Auch der österreichische Routinier Harald Simon (Pfaffenschlag) – der mit Stefan Pletschacher ja das Team »Stahlwerk Annahütte« bildet – gilt als sicherer Anwärter auf einen Challenge-Platz. Dieser ist auch Antonin Klatovsky (Tschechien) zuzutrauen, dem WM-Zehnten von 2005.

Mit »Heimvorteil« gehen die vier schwedischen Piloten ins Rennen. Per-Anders Lindström – im Vorjahr 14. der WM – gilt als ernsthafter Kandidat für einen Challenge-Platz. Doch auch Ove Ledström und Niklas Svensson wollen vor heimischem Publikum mächtig Gas geben, ebenso wie der noch relativ unbekannte Martin Haaralitunen.

Gute Chancen, eine Runde weiterzukommen, dürfte Hans Weber besitzen. Der »Eis-Hans« hatte 2015 als zweitbester Deutscher hinter Günther Bauer den zwölften WM-Gesamtplatz belegt und dabei konstant gepunktet.

Neben dem 31-jährigen Schlierseer geht auch der Edlinger Max Niedermaier mit dem unbedingten Willen aufs Eis, sich einen Challenge-Platz zu erkämpfen. Der 27-Jährige war 2015 als Wildcard-Fahrer beim Grand Prix in Inzell am Start und hatte mit je drei Punkten pro Tag gezeigt, dass er mit der Weltklasse mithalten kann.

Schwieriger dürfte es in Schweden für den 33-jährigen Markus Jell werden: Der erfolgreiche Supermoto- und Crossfahrer machte erst 2010 seine ersten »Gehversuche« im Eisspeedway. Da es für Fahrer, die nicht für die WM-Serie qualifiziert sind, nur wenige Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten gibt, konnte er im Eisspeedway noch nicht viel Fahrpraxis sammeln. Und die ist gerade in dieser Sportart sehr wichtig. So ist für ihn schon die Teilnahme in Östersund ein Erfolg.

Jell trifft in seinem ersten Lauf auf Khomisewitsch, Ledström und den Finnen Timo Kankkunen – ein Punkt sollte hier möglich sein. Niedermaier trifft bei seinem Auftakt auf Haaralitunen, Svensson und Tomi Norola. Hier könnte er mit einem Sieg gleich einmal ein positives Signal setzen.

Das will auch Hans Weber tun. Daniil Iwanow wird er kaum schlagen können, doch Jo Saetre (Norwegen) und Andrej Divis (Tschechien) sollte er bei seinem ersten Auftritt gleich einmal hinter sich lassen können. Dann würden die Chancen auf die WM-Challenge bereits steigen. Sich dort dann tatsächlich einen Grand-Prix-Platz zu erkämpfen, wird ja noch schwer genug. who