Dicker Brocken wartet auf den SVK

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Auf ihn könnte morgen viel Arbeit zu kommen: SVK-Torhüter Egon Weber. (Foto: Zucker)

Intensiver als sich das Startprogramm der Fußball-Bayernliga Süd gestaltet, geht’s kaum: Der SV Kirchanschöring bestreitet im August und September jeweils sechs Partien. Vergleichsweise gemütlich können es die Gelb-Schwarzen im Juli angehen lassen. Während nämlich die Truppe von Trainer Mario Demmelbauer »nur« zwei Spiele im Kalender stehen hat, starten die übrigen 18 Vereine des 19er-Feldes gleich mit einer Englischen Woche, denn auch am Mittwoch wird brav gekickt.


Für die Rupertiwinkler steht in ihrem sechsten Jahr ensuite in der Bayernliga also eine Mammutsaison an, die gleich mit einem dicken Brocken beginnt: Morgen um 18 Uhr sind sie im Garmin-Stadion am See beim VfR Garching zu Gast. Der dortige Regionalliga-Absteiger hat das Ziel, gleich wieder oben mitzumischen. Und um das zu realisieren, wurden teils hochkarätige Neuzugänge an Land gezogen, wie etwa der spielende Co-Trainer Stephan Thee (FC Pipinsried), der unter anderem auch schon für die SpVgg Unterhaching, den SV Wacker Burghausen und TSV Buchbach am Ball war.

»Die Garchinger haben mehrere Spieler im Kader, die schon Regionalliga oder gar 3. Liga gespielt haben, da sehe ich sie am Samstag gegen uns ganz klar in der Favoritenrolle«, so »Anschörings« Pressesprecher Michael Wengler. »Leute wie Thee, Mike Niebauer oder Linus Radau, der schon für Mainz, Karlsruhe und Worms gespielt hat, sind für die Bayernliga allererste Sahne.« In der Tat hat Thee 134 Drittliga-Begegnungen absolviert, weist Niebauer 142 Regionalliga-Einsätze auf, und Radau hat immerhin 38 Mal in der 4. Liga die Stiefel geschnürt.

»Der Amateur-Fußball steht in München seit jeher im Schatten der großen Namen im Profi-Fußball«, ergänzt Wengler, »wenn sich also ein Verein wie Garching so weit oben hält, kann man ihm nur Respekt zollen. Das spricht für ein starkes Team hinter dem Team«, lobt der Pressemann den Gegner. Dass jedoch auch der VfR nur mit Wasser kocht, wird durch den knappen 1:0-Testspielsieg am vergangenen Wochenende gegen den Landesligisten TSV Kastl (Tor durch Youngster Christoph Toss) belegt. Am selben Tag gewannen die Kirchanschöringer ihr erstes Saison-Pflichtspiel, indem sie sich in der Toto-Pokal-Qualifikation beim SV Erlbach (ebenfalls Landesliga Südost) mit 2:0 behaupten konnten. Doch auch der SVK hatte während der Aufbauphase einige Spiele, in denen längst nicht alles rund lief – etwa das 1:1 gegen den eine Klasse tiefer angesiedelten SBC Traunstein oder das 0:0 in einem Test vor ein paar Wochen gegen Erlbach.

Demmelbauer schließt Startprobleme nicht aus

Insofern muss man Verständnis für den neuen Trainer Demmelbauer aufbringen, der immer wieder mal signalisierte, dass der Start unter Umständen noch nicht ganz hundertprozentig verlaufen könnte und die vielen Spiele der Mannschaft alles abverlangen werden. Dann, Ende September, kann man sicher auch mal eine kleine Zwischenbilanz ziehen, inwiefern der Nachfolger von Seppi Weiß die Erwartungen erfüllt.

Das Auftakt-Programm von Egon Weber, Lukas Pöllner, Manuel Omela-nowsky und Co. beinhaltet zwar den Vorteil, dass man sich am kommenden Mittwoch (spielfrei) ausruhen kann. Die Tatsache, dass es am Samstag, 31. Juli, um 16 Uhr in der Heimpremiere gleich gegen die vermutlich sehr starke Zweitliga-Reserve des SSV Jahn Regensburg geht, lässt jedoch erahnen, dass es kein Kinderspiel wird, auch die sechste Spielzeit in Liga 5 schadlos zu überstehen.

»Hoffentlich unterstützen uns wieder viele SVK-Anhänger – so wie letzten Freitag in Erlbach. Das hat gerade den neuen Spielern sichtlich gut getan«, appelliert Wengler an die gelb-schwarzen Fans. »Diese lautstarke Rückendeckung von der Tribüne hat den Jungs gezeigt, dass sie nicht alleine sind.« Und so soll es auch morgen im Stadion am See wieder sein. cs

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