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Diana Filipszki (r.) vom WSV Königssee und Lauryn Siebert (BSC Winterberg) komplettierten das starke deutsche Resultat auf der Tiroler Olympiabahn von 1976 an Position 4 und sicherten sich damit U23-Gold. (Foto: BSD)

Diana Filipszki ist U23-Weltmeisterin

Das deutsche Team nahm bei der Junioren-WM in Innsbruck-Igls 13 Medaillen (inklusive U 20- (Skeleton) und U 23-Wertungen (Bob)) mit: Sieben in Gold, jeweils drei in Silber und Bronze – so viel wie keine andere Nation. Acht der neun gemeldeten Viererbobs gingen tatsächlich an den Start – lediglich das Team aus Liechtenstein zog seine Teilnahme zurück.


Nach dem ersten Lauf führte bei Wintertraumwetter in Tirol Pilot Maximilian Illmann (BSC Sachsen Oberbärenburg) mit seinen drei Anschiebern Hannes Schenk (SC Potsdam) sowie Lukas Koller und Henrik Proske, beide vom WSV Königssee. Das Quartett hatte sieben Hundertstel Vorsprung auf Davis und Lauris Kaufmanis, Arnis Bebriss und Ivo Dans Kleinbergs.

Die Letten lagen wiederum zeitgleich mit Jonas Jannusch und Benedikt Hertel vom BRC Thüringen, Felix Dahms (Mitteldeutscher SC Magdeburg) und Christian Röder (BRC Thüringen) auf Rang 2. Philipp Zielasko und Colin Sauerbrei vom BRC Thüringen, Oliver Peschk (SC Potsdam) und Erik Leypold (BRC Thüringen) durften sich als Halbzeitvierte zumindest noch Medaillenhoffnungen machen – auf den zunächst geteilten Silber- beziehungsweise Bronzerang fehlten ihnen lediglich 14 Hundertstel. Maximilian Illmann unterlief im zweiten Durchgang ein folgenschwerer Fehler gleich in der ersten Kurve. Er verspielte seinen Sieben-Hundertstel-Vorsprung auf den Top-Starter Kaufmanis, der ganz oben zweimal die Bestmarke ins Eis setzte. Die zweitstärkste Laufzeit insgesamt bedeutete für die Illmann-Crew mit den WSV-Königssee-Anschiebern Lukas Koller und Henrik Proske auch Rang 2 und somit WM-Silber. Bronze sicherte sich Jonas Jannusch mit seinen Männern, nur zehn Hundertstel hinter Maximilian Illmann. Philipp Zielasko fiel von Rang 4 auf Rang 5 zurück, die Russen um Pilot Stepan Dubinko überholten den dritten deutschen Schlitten noch um wenige vier Hundertstel. Für den BSD ein starkes Resultat, mit drei Bobs in den Top-Fünf.

Der Silbermedaillengewinner Maximilian Illmann bewertete sein Rennen im Anschluss wie folgt: »Der erste Lauf war schon mal nicht so schlecht. Wir hatten ein, zwei kleine Sachen drin, waren aber zufrieden. Im zweiten Durchgang wollten wir nachlegen, was uns durchaus gelungen ist. Leider hatte ich in der ersten Kurve einen kleinen Nervenzusammenbruch, weil ich vergessen habe, zu lenken und hinten über die Ecke gefahren bin – das bedeutete natürlich gleich mal einen schönen Drift. Der Speed war weg. Freilich war es schade, dass es am Ende um zwei Hundertstel nicht reichte.« Für Maximilian Illmann und sein Quartett geht es nach einer kurzen Pause noch nach Altenberg zur deutschen Juniorenmeisterschaft sowie im Anschluss zum Training nach Lillehammer und St. Moritz: »Wir müssen noch viel Vierer üben«, schmunzelte der 23-jährige Sachse.

Das Zweierbob-Rennen der jungen Damen gewannen die Russinnen Lubov Chernykh (am Vortag Platz 2 im Monobob) und Anastasia Kurysheva. Sie hielten mit zweimal Laufbestzeit die stark startenden – zweimal die schnellste Marke oben – Maureen Zimmer (BRC Thüringen) und Anabel Galander (Mitteldeutscher SC Magdeburg) um 31 Hundertstel auf Distanz. Es wurde Silber nach Problemen vor allem im Labyrinth.

Die Bronzemedaille sicherten sich die erst 17-jährige Charlotte Candrix (TuS Hachenburg) als Jüngste im Feld zusammen mit der schon erfahrenen Anschieberin Vanessa Mark (25/TuS Eintracht Wiesbaden).

Die ebenfalls erst 17-jähirge Berchtesgadenerin Diana Filipszki vom WSV Königssee und Lauryn Siebert (BSC Winterberg) komplettierten das starke deutsche Resultat auf der Tiroler Olympiabahn von 1976 an der 4. Position und sicherten sich damit U 23-Gold.

bit

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