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Deutsches EM-Team bleibt ohne Medaille

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Er zeigte im Single-Mixed eine starke Leistung, doch letztlich reichte es zu keiner Medaille: Matthias Dorfer. (Foto: DSV)

Ohne Medaillengewinn bleiben die deutschen Biathleten bei den Europameisterschaften in Duszniki Zdroj (Polen). Trotz zahlreicher vorderer Platzierungen gab es keinen Podestplatz für die Aktiven des Deutschen Skiverbands. Bei den diesmal sehr stark besetzten Titelkämpfen nahmen mehrere Sportler teil, die auch schon im Weltcup vordere Platzierungen verbucht hatten.


Die deutschen Damen konnten auch im Verfolgungslauf ihre guten Ausgangspositionen aus dem Sprint (Nadine Horchler 4., Denise Herrmann 5.) nicht zu einem Top-3-Ergebnis veredeln. Beim Sieg von Irina Starych (Russland/30:04,4/0) vor Julia Dzhima (Ukraine/+ 19,8/2) und Swetlana Sleptsowa (Russland/+ 32,1/1) kam Nadine Horchler (SC Willingen/+ 2:07,6/3) auf den 9. Platz. Zwölfte wurde Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 2:24,1/2) vor Annika Knoll (SC Friedenweiler/beide Stützpunkt/+ 2:42,3/1). Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal/+ 3:08,3/7), die ebenfalls dem Stützpunkt Ruhpolding angehört, kam auf den 19. Platz. Nach Rang 22 im Sprint ging Miriam Gössner (SC Garmisch) nicht mehr an den Start.

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Bei den Männern gab es im Verfolgungslauf einen russischen Doppelsieg. Alexander Loginow (31:46,2/1) setzte sich vor seinem Landsmann Jewgeni Garanitschew (+ 27,8/1) und dem Letten Andrejs Rastorgujevs (+ 59,5/4) durch. Bester Deutscher war wie im Sprint (7.) auch diesmal wieder Philipp Nawrath (SK Nesselwang/+ 1:37,4 Minuten/3 Fehler), der Zehnter wurde.

Roman Rees (SV Schauinsland/+ 2:15,9/2) verbesserte sich vom 26. Startplatz auf Rang 18, Matthias Dorfer (SV Marzoll/+ 3:06,2/2) von 32 auf 26. Einen noch größeren Sprung nach vorne machte Michael Willeitner (SK Berchtesgaden/alle Stützpunkt/+ 3:48,4/4), der vom 53. auf den 36. Platz nach vorne lief. Lucas Fratzscher (WSV Oberhof/+ 6:46,0/7) fiel auf den 54. Platz zurück.

In der Single-Mixed-Staffel zeigten Annika Knoll und Matthias Dorfer zwar einen großen Kampf, doch im Achtkampf um die Medaillen gingen sie letztlich leer aus. Besonders bitter traf es aber das tschechische Duo Veronika Vitkova und Tomas Krupcik. Nach Vitkovas zweitem Einsatz lagen sie in Führung. Doch Krupcik handelte sich danach zwei Strafrunden ein – so gab es mit 50,8 Sekunden Rückstand auf das siegreiche Duo Darja Virolaynen/Jewgeni Garanitschew (Russland) den 8. Platz. Ingrid Landmark Tandrevold/Vetle Sjastad Christiansen (Norwegen/+6,3 Sekunden) folgten vor Krystyna und Grzegorz Guzik (Polen/+ 13,9), Knoll/Dorfer (+ 27,2) wurden Sechste.

Bei der Mixed-Staffel, in der das DSV-Team mit Nadine und Karolin Horchler sowie Roman Rees und Philipp Nawrath antrat, gab es den 6. Platz. Nadine Horchler begann mit 3 Fehlern im ersten und 2 im zweiten Schießen und übergab auf Rang 8. Der Abstand zu Rang 3 war mit 17 Sekunden nicht besonders groß. Auch Karolin Horchler (0 und 2 Fehler) übergab als Sechste (+ 1:04,6) mit 13,6 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz.

Roman Rees verfehlte beim ersten Anschlag nur einmal das Ziel (ca. 27 Sekunden Rückstand auf Bronze). Doch im zweiten Schießen musste er einmal in die Strafrunde. Als Zehnter (+ 1:59,7) übergab er an Nawrath. Dieser schoss zweimal fehlerfrei, doch musste er um den 6. Platz hart kämpfen.

Den Sieg holte sich Russland (Irina Starych/Swetlana Sleptsowa/Alexej Wolkow/Alexander Loginow) mit 1:12:26,0 Stunden Gesamtzeit und insgesamt sechs Schießfehlern. Rang 2 eroberte Norwegens Schlussläufer Fredrik Gjesbakk (+36,4) noch hauchdünn vor den Ukrainern (+ 37,1), für die Ruslan Tkalenko Schlussläufer war. Es folgten Bulgarien (+ 1:16,4), Tschechien (+ 1:17,4), Deutschland (+ 1:39,7) und Österreich (+ 1:40,0) im Feld der 16 Mannschaften, die das Ziel erreichten – vier weitere waren überrundet worden. who