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Deutlicher Derby-Sieg für den DEC

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Mike Johnstone (rechts) ließ sich auch von einer blutenden Wunde nicht stoppen. Mit seinen zwei Treffern zum 5:2-Endstand entschied er das Spiel für den DEC Inzell. (Foto: Wukits)

Zu einer unerwartet deutlichen Angelegenheit wurde das Lokalderby in der Abstiegsrunde der Eishockey-Landesliga zwischen dem DEC Inzell und den Trostberg Chiefs: Mit 5:2 setzten sich die Gastgeber vor 600 Zuschauern in der Max-Aicher-Arena durch.


Das Derby begannen beide Teams mit großem Respekt. In der 18. Minute nutzte Chiefs-Stürmer Rainer Roßmanith eine Überzahlsituation zur 1:0-Führung der Gäste. Im zweiten Drittel nahmen die Inzeller zunächst das Heft in die Hand und drehten binnen kurzer Zeit das Spiel durch Tore von Matthias Meyer und Sebastian Schwabl zum 2:1.

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Mike Johnstone entscheidet das Spiel

Nach einer halben Stunde gelang Rainer Roßmanith – erneut in Überzahl – das 2:2, doch unmittelbar vor der Pause brachte Andi Wieser den DEC erneut in Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste bereits Stefan Weberstetter mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe verloren. Weberstetter hatte mit einem hohen Stock dem Inzeller Mike Johnstone eine blutende Wunde beigebracht.

Nach einem Trikotwechsel und einer Versorgung der Verletzung konnte der Kanadier weiterspielen – das sollte spielentscheidend sein, denn Johnstone wurde zum Spieler des Schlussdrittels, in dem er die zwei Tore zum 5:2-Endstand erzielte.

»Die Niederlage tut weh, wir wollten mit sechs Punkten starten«, sagte Chiefs-Abteilungsleiter Stefan Feldner. »Dass es ein Derby ist, das ist zweitrangig. In der Abstiegsrunde sind die Gegner egal, es müssen einfach nur Punkte gemacht werden.«

Anders sah es DEC-Trainer Thomas Schwabl, er freute sich über den ersten Derbysieg in der heimischen Max-Aicher-Arena überhaupt. »Gratulation an das Team, das über sechzig Minuten diszipliniert gespielt hat. Es ist einfach nur der Hammer. Trostberg ist mit Bestbesetzung angetreten und wir haben nichts zugelassen.«

Vor allem im letzten Drittel spielten die Inzeller die Gäste sprichwörtlich an die Wand und hätten durchaus noch höher gewinnen können. »Da hat Inzell einen großen Willen gezeigt und die Tore gemacht, da kann man nur gratulieren«, meinte Feldner.

Den Schlüssel zum Erfolg seiner Mannschaft sah Schwabl in der perfekten Zusammenarbeit zwischen Offensive und Defensive. »Wir haben sie immer sauber abfangen können. Was mich besonders freut: Wir haben vier verschiedene Torschützen und sind nicht so leicht auszurechnen.« Groß gefeiert haben die Inzeller den Derbysieg nicht, schließlich geht es bereits heute nach Peißenberg gegen den SC Forst. »Wir können uns nicht ausruhen, wir haben eine Mission zu erfüllen und die heißt Klassenerhalt«, so Schwabl.

Thomas Schwabl hat »keine Angst« vor dem SC Forst

An die »Forster« hat der DEC-Trainer wenig gute Erinnerungen: »Bei denen ist es immer hantig gewesen. Aber, wenn wir so wie heute auftreten, habe ich keine Angst.« Immerhin kommt der SC Forst mit einem 9:1-Erfolg gegen Burgau als Empfehlung.

Auch nach dem heutigen Spiel bleibt für Schwabl und sein Team wenig Zeit zum durchschnaufen. Am Sonntag (18 Uhr) kommt der SC Reichersbeuern in die Max-Aicher-Arena. Das Team von Trainer Beppo Schlickenrieder ist derzeit arg gebeutelt. Gleich vier Spieler, unter anderem seine beiden Söhne, sind verletzt. In der Abstiegsrunde setzte es bisher zwei Pleiten. Doch Thomas Schwabl warnt: »Da haben wir was gutzumachen. In der Vorrunde haben wir zu Hause knapp verloren und Auswärts sind wir gewaltig unter die Räder gekommen. Das wird uns am Sonntag aber nicht passieren«, verspricht er.«

DEC Inzell - Trostberg Chiefs 5:2 (0:1/3:1/2:0): Tore: (18.) 0:1 Roßmanith, (23.) 1:1 Meyer, (27.) 2:1 Sebastian Schwabl, (30.) 2:2 Roßmanith, (39.) 3:2 Wieser, (42./52) 4:2/5:2 Johnstone. – Strafen: DEC (18) - Chiefs (16, 5+Spieldauer Stefan Weberstetter, 2+10 Florian Wehle). – Zuschauer: 600. SHu