Deutliche Niederlage für den SV Kirchanschöring

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Lukas Pöllner gelang gegen Heimstetten der sehenswerte Anschlusstreffer für denSV Kirchanschöring zum 1:5. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring hat sein Vorbereitungsspiel beim SV Heimstetten klar mit 2:7 verloren. Bereits zur Halbzeit führten der Fußball-Regionalligist gegen die eine Klasse tiefer spielenden Gäste mit 4:0 und erhöhten zwischendurch sogar auf 5:0, ehe der SV Kirchanschöring noch zu zwei Treffern kam.


Die Hausherren gingen bei brütender Mittagshitze von über 30 Grad schon früh mit 1:0 in Führung. »Da haben die sich über außen super durchgesetzt«, lobte SVK-Co-Trainer Christoph Dinkelbach. Den Rückpass an die Strafraumgrenze nahm Carl Weser auf – und traf zum 1:0 (2. Minute).

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Beim 2:0 verloren die Kirchanschöringer den Ball, aus einem Getümmel landete er irgendwie bei Heimstettens Sever Müller, der zum 2:0 vollendete (27.). Das 3:0 erzielte Emre Tunc (40.) kurz vor der Pause, das 4:0 fast mit dem Pausenpfiff Moritz Hannemann (44.).

Wobei die Gäste bis dahin selbst gute Chancen hatten wie einen Lattentreffer von Manuel Omelanowsky. Bei ein paar anderen Aktionen »spielen wir den letzten Ball nicht sauber«, bemängelte Dinkelbach. »Wir können da durchaus zwei bis drei Tore machen«, erklärte der spielende Co-Trainer. Er bemängelte aber auch das Verhalten der Defensive. Da habe es an Ordnung und Struktur gefehlt, »da müssen wir ganz klar ansetzen«. Denn die Tore, die der SVK kassiert habe, »waren ganz klar vermeidbar« – bis auf den ersten Treffer, der sei verdammt »gut herausgespielt« gewesen, da sei der SVK zu Beginn förmlich »überrumpelt« worden. Heimstetten habe dann gut gepresst, »hoch angegriffen und wir haben uns teils selbst in diese Situationen gebracht«.

Das 5:0 nach dem Seitenwechsel resultierte aus einer eigentlich missglückten Flanke von Heimstettens Sandro Sengersdorf, dessen Ball sich hinter SVK-Torwart Florian Krammer ins hintere Ecke senkte (62.).

Sehenswert war auch der Anschlusstreffer des SVK: Lukas Pöllner schlenzte das Leder aus 18 Metern mit links ins Kreuzeck (64.). Zehn Minuten später legte Dominik Buxmann quer auf Bernhard Mühlbacher und der schob an Torwart Felix Wiedmeyer vorbei zum 5:2 ein (75.). Die Treffer sechs und sieben von Stefan Reuter (78.) und Moritz Hannemann (81.) fielen dann wie in der ersten Halbzeit: »Mit einfachen Chipbällen«, ärgerte sich Dinkelbach. Da fehle es noch an der Absicherung. »Wir müssen von hinten anders agieren – mit klaren Kommandos und klarer Struktur –, dann bekommen wir das schon hin.« Der Kirchanschöringer Co-Trainer will deshalb das Hauptaugenmerk auf die Defensive legen, »weil wir nach vorne alle Freiheiten und Qualitäten haben«. Heimstettens Trainer Christoph Schmitt sah »ein ordentliches Spiel« seiner Mannschaft und freute sich über die »Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor«. So sei der Sieg auch in der Höhe verdient gewesen. Die erste Halbzeit fand er »deutlich besser«, mit einem höheren Tempo. »Ganz ordentlich« hätten es seine Jungs da gemacht, während in Halbzeit zwei etwas Müdigkeit zu sehen gewesen sei. Aber das gehöre in der Vorbereitung dazu.

Für Christoph Dinkelbach war seine Rolle als spielender Co-Trainer »jetzt natürlich neu und ungewohnt«. Als Trainer vor der Mannschaft zu stehen sei anders als die Aufgabe als Team-Kapitän. »Mir macht das aber Spaß«, sagt er und »die Jungs ziehen gut mit.«

Vor allem die Arbeit mit den jungen Spielern macht Christoph Dinkelbach Spaß und da würden auch die älteren und erfahrenen Spieler mithelfen. Aus dieser Sicht »läuft das ganz gut bis jetzt«, sagte der Co-Trainer. In den zwei Wochen Vorbereitung sei bisher wichtig gewesen, dass sich keiner verletzt habe. Nach der langen Pause sei es wichtig, »wieder locker ins Laufen zu kommen«. So müsse man sich an die Zweikämpfe und Bewegungen erst wieder gewöhnen. »Wir müssen viel machen«, stellte er fest. Heimstetten sei in der Vorbereitung schon einige Schritte weiter, länger im Training. »Die haben eine gute Truppe und haben unsere Fehler einfach bestraft.«

Tore: 1:0 Weser (2.), 2:0 Müller (27.), 3:0 Tunc (40.), 4:0 Hannemann (44.), 5:0 Sengersdorf (62.), 5:1 Pöllner (64.), 5:2 Mühlbacher (75.), 6:2 Reuter (78.), 7:2 Hannemann (81.)

mw

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