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Derby-Schlager heute in der Max-Aicher-Arena

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Rassigen Eishockey-Sport verspricht das Landesliga-Derby am heutigen Freitag zwischen dem DEC Inzell und den Trostberg Chiefs. (Foto: Weitz)

In der Inzeller Max-Aicher-Arena »steigt« heute das Derby in der Eishockey-Landesliga zwischen dem DEC Inzell und den Trostberg Chiefs. Bully ist um 20 Uhr. Die DEC-Verantwortlichen hoffen auf eine imposante Kulisse; ähnlich wie in der vergangenen Spielzeit, als fast 1000 Fans den Sieg der Chiefs verfolgten. Nachdem beide Mannschaften heuer im unteren Drittel der Landesliga-Tabelle stehen, ist es im Lokalschlager umso wichtiger, den jeweiligen Tabellennachbarn in die Knie zu zwingen.


Im Vorjahr sorgten die Chiefs für einen Paukenschlag und wechselten vor dem Derby den Trainer. Michael Lehmann (jetzt TEV Miesbach) beerbte Thomas Rumpeltes. Dieser tritt heute mit seiner Inzeller Mannschaft gegen seine ehemaligen Schützlinge an. »Klar ist es für mich ein besonderes Spiel. Ich habe aber mit dem Gegner kein Problem. Vielmehr freue ich mich, meine alte Truppe wieder zu sehen. Ich hatte dort eine tolle Zeit«, betont DEC-Trainer Thomas Rumpeltes. »Natürlich sind die Trostberger der Favorit, doch wie immer hat ein Derby eigene Gesetze und ich bin zuversichtlich, dass gegen Trostberg was zu holen ist. Es wären für uns wichtige Punkte im Abstiegskampf.«

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Rumpeltes hat das Desaster von Dingolfing (0:15) abgehakt und mit seiner Truppe in Amberg trotz knapper 3:5-Niederlage ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben. »Diese Leistung stimmt uns positiv. Wir sind auch kopfmäßig gut drauf und entschlossen, im Derby den Sieg zu holen.« Von der Spielanlage her will der DEC-Trainer ähnlich wie gegen Amberg agieren und den Chiefs nicht ins offene Messer laufen: »Ein paar Dinge lasse ich mir noch einfallen, womit ich Trostberg überraschen kann. Ich kenne die Mannschaft schließlich sehr gut.« Aus seiner Truppe fehlt Neuzugang Andi Würnstl nach seiner Gehirnerschütterung und der grippegeschwächte Matthias Schwabl. »Ansonsten kann ich drei Reihen auf das Eis schicken«, so Rumpeltes zuversichtlich: »Ich freue mich auf ein spannendes und hoffentlich faires Spiel mit vielen Zuschauern. Ich verspreche allen, die kommen, einen heißen Tanz.«

Einen »heißen Tanz« erwartet auch Stefan Feldner: »Die Inzeller werden um ihr Leben laufen und für uns ist es ganz gut so, dass sie in Amberg eine ansprechende Leistung gezeigt haben«, so der Chiefs-Trainer. »Wir werden versuchen, mental das Derby auszublenden.«

Feldner trichterte seiner Mannschaft im gestrigen Abschlusstraining ein, kühl und abgeklärt zu spielen und sich nicht auf einen wilden Schlagabtausch mit unnötigen Strafzeiten einzulassen. »Aber wir haben Respekt, wie vor jedem Gegner.« Verarbeitet hat der Trainer mit der Mannschaft die unglückliche 2:3-Niederlage gegen Passau. »Aber man muss ehrlich sein, der Gegner hatte wesentlich mehr Torschüsse und hat nicht unverdient gewonnen«, gibt Feldner zu. Was die Chiefs aus dem Spiel gegen eine der Spitzenmannschaften der Landesliga mitgenommen haben, ist die Erkenntnis, dass man auch mit starken Teams mithalten kann: »Wir haben fast am Limit gespielt, aber letztendlich gewinnt man Selbstvertrauen nur durch Siege.«

Den heutigen Gegner Inzell hat Feldner mit einem Teil seiner Mannschaft gegen Pegnitz (4:6) gesehen. »Solange es Unentschieden steht, versuchen die Inzeller alles.« Personell kann der Chiefs-Trainer auf seine gesamte Truppe zählen, lediglich Philipp Berger fehlt noch urlaubsbedingt: »Aber wir haben drei starke Reihen.« Nach dem 6:1 und dem 14:0 der Vorsaison wäre ein Chiefs-Sieg im letzten Punktspiel des Jahres der dritte Erfolg in Folge gegen den Erzrivalen. SHu./td