Der Waginger Ruderverein kommt gut durch die Krise

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Der neue Dreier steht dem Waginger Ruderverein seit Anfang des Jahres zur Verfügung: Auf unserem Bild startete er zu seiner Jungfernfahrt – besetzt mit zwei Ruderern wegen der derzeit geltenden Abstandsregeln. (Foto: Waginger Ruderverein)

Viele Sportvereine melden derzeit einen Mitgliederschwund. Entgegen diesem Trend steht der Waginger Ruderverein mit einem leichten Zuwachs der Mitgliederzahlen im Jahr 2020 da. Diese erfreuliche Entwicklung konnte der Vorsitzende Sebastian Tondorf bei der Jahreshauptversammlung seinen Mitgliedern verkünden. Die Veranstaltung fand wegen den derzeit geltenden Corona-Regeln per Videokonferenz statt.


Die Corona-Pandemie traf jedoch auch die Ruderer hart: Lange Zeit war kein Rudern möglich, dann durfte man nur eingeschränkt in Kleinbooten trainieren. Auch die vereinseigene Regatta Rupertipokal und die »Wasserspiele« mussten vergangnes Jahr abgesagt werden. Dennoch konnte man mit der mittlerweile 11. Corona-Ruderordnung und einem umfassenden Hygienekonzept den Mitgliedern ein sicheres Rudern ermöglichen: Insgesamt wurden so im Jahr 2020 knapp 18 000 km gerudert statt wie in den Vorjahren 30 000 km, wie Stefan Huber, der stellvertretender Vorsitzende Verwaltung, feststellte.

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Sportvorstand Michael Rosemann organisierte im vorigen Jahr zwei Erwachsenen-Anfängerkurse. Es gab dabei einen Kurs mit Rekordbeteiligung und ein Kurs fand wegen der geltenden Abstandsregeln als Kurs im Einer statt. Ruderwart Uli Höfer führte erfolgreich die Einer- und Steuermannsprüfung durch – eine vereinsinterne Fortbildung für Neuzugänge.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Kinder- und Jugendbereich: Shania Ghandour und Theresa Kunisch boten für Kinder ab acht Jahren regelmäßig Ruderkurse an und konnten mit verschiedenen Aktionen die Kinder und Jugendlichen auch während der Lockdown-Phasen bei Laune halten. So erhielt der Waginger Ruderverein für seine erfolgreiche Jugendarbeit den Preis »Aufsteiger des Jahres 2019« der Klaus-Dahms-Stiftung im März 2021 verliehen.

Im Bereich Leistungssport überzeugte Lukas Reim, der für den Österreichischen Ruderverband startet, mit dem 5. Platz bei der U-23-EM und dem 13. Platz bei der EM in der offenen Klasse. Toni Schmid und Louis Wolf, die derzeit vor allem im Doppelzweier trainieren, durften nur auf der Internationalen Regatta in Villach starten. Dort siegten sie mit dem Auswahlachter des Bayerischen Ruderverbands.

Bürgermeister Matthias Baderhuber lobte in seinen Grußworten die vorbildliche Jugendarbeit des Rudervereins. Er dankte den Verantwortlichen für die immer gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Waging.

Sylvia Januszewski erstellte den Kassenbericht des Vereins, der von Kassenprüferin Andrea Buchecker geprüft wurde. Der Verein steht mit einem soliden, ausgeglichenen Haushalt da. Im Jahr 2020 wurde ein neuer Renneiner im Wert von 10 000 Euro für den Leistungssport gekauft. Für den Breitensport wurde ein neuer Renngigdreier angeschafft, welcher aufgrund des Fertigungsstillstands in der Bootswerft nun erst ein Jahr später geliefert wurde und seit Beginn dieses Jahres den Mitgliedern zur Verfügung steht. Das 13 500 Euro teure Boot trägt den Namen »Volker«, benannt nach dem ehemaligen Vereinsvorsitzenden Volker Gruhl.

In diesem Jahr soll nun die Erneuerung des Bootssteges erfolgen. Die Mitgliederversammlung genehmigte die Bildung von Rücklagen für den zweiten Bauabschnitt des Bootshauses (Heizung, Sanitärräume), den Kauf von Booten und der Erneuerung des Außenbootsmotors des Motorbootes.

Mit Sigrun Thaler wurde bei der Jahreshauptversammlung auch eine neue Kassenwartin einstimmig gewählt. Der Vorsitzende dankte Sylvia Januszewski für ihre geleistete Arbeit.

Für das Jahr 2021 sind wie in den Vorjahren Anfängerkurse für Kinder und Erwachsene geplant und im September eine Rettungsübung mit den Wasserwachten, der Feuerwehr und der Polizei Laufen. Anmeldungen zu den geplanten Kursen werden bereits entgegengenommen.

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