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Der TuS Traunreut siegt beim SV Seeon/Seebruck

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Traunreuts Kapitän Michael Müller (links, hier schneller als Kays Tobias Sandner) brachte seine Mannschaft in Seeon in Führung, am Ende gewann der TuS mit 2:1. (Foto: Weitz)

Fast ein ganzes Spiel musste der SV Seeon/Seebruck bei der Heimpremiere in der Fußball-Kreisliga II gegen den TuS Traunreut in Unterzahl bestreiten und war am Ende nur knapp mit 1:2 unterlegen. Deshalb war Trainer Ralf Rößler trotz der Niederlage stolz auf sein Team: »Wir sind heute der moralische Sieger und der TuS kann heilfroh sein, hier knapp gewonnen zu haben«, erklärt er. »Wir haben uns heute toll präsentiert und sehr gut dagegengehalten.«


Schließlich waren die Gastgeber ab der 5. Minute in Unterzahl: Als vor 200 Zuschauern in der SVS-Arena der erste Angriff der Gäste lief und ein langer Ball Richtung SVS-Strafraumgrenze flog, eilte Schlussmann Manuel Hömmerich aus seinem Tor und verursachte ein unnötiges Handspiel vor dem »Sechzehner«, sodass der souverän leitende Schiedsrichter Michael Hofbauer (TSV Bernau) den Neuzugang des Feldes verwies.

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»Zuletzt war ich in Aschau der Held, heute bin ich der Depp«, kommentierte der geknickte Unglücksrabe seinen Platzverweis. Nachwuchstorhüter Jonas Ettenhuber nahm seinen Platz ein und bestand seine Feuertaufe mit der Kreisliga-Premiere bravourös – er zeigte, dass er mehr als nur Ersatz war.

Der Freistoß nach dem Platzverweis wurde gleich brandgefährlich: Sebastian Angerers Heber wurde von der Mauer abgefälscht und landete am rechten Pfosten. In der Folgezeit spielten die Gäste ein tolles Kombinationsspiel und drängten den SVS in die Defensive. Es ergaben sich zwangsläufig Möglichkeiten für die Siemensstädter: Michael Müller schoss in der zehnten Minute am rechten Pfosten vorbei, Ersel Aydin-alp zwang Ettenhuber kurz darauf zu seiner ersten Glanztat, als er den Schrägschuss zur Ecke ablenkte.

Seeon/Seebruck verlagerte sich auf Entlastungsangriffe, ein weiter Freistoß von Daniel Axthammer sorgte im Getümmel vor dem Tor für Gefahr (28. Minute). Müller fand nach einer halben Stunde nochmals in Ettenhuber seinen Meister, der die Kugel um den Pfosten drehte.

Dann ging es in acht Minuten blitzschnell, in dieser Zeit fielen die drei Treffer der Partie: Der TuS nutzte die Überlegenheit zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung. Michael Müller war nach einem langen Ball von Dominik Schneider mit einem 14-Meter-Kopfball über Ettenhuber hinweg erfolgreich (34.), drei Minuten später setzte sich Michael Haase am rechten Flügel durch und zog eine scharfe Flanke nach innen. Aydinalp verpasste im Zentrum den Ball, aber Dominik da Silva Göbl traf mit einem Flachschuss ins lange Eck.

Nach dem Rückstand kam der SVS ins Spiel zurück. Holger Ganss passte von der Grundlinie nach innen, Michi Gernhäuser spritzte dazwischen und versenkte die Kugel über TuS-Torwart Zlatko Fischer hinweg zum Anschlusstreffer.

Das Bild des ersten Durchgangs änderte sich nach der Pause, Seeon hielt bravourös dagegen, zwingende Torchancen waren bei den Angriffen aber nicht dabei. Die hatten die TuS-Kicker aufgrund der hervorragenden Defensivarbeit der Gastgeber auch nicht mehr.

Müller wurde nach einem Aydinalp-Anspiel in der 47. Minute einschussbereit von Sebastian Axthammer abgeblockt. Nach einer Stunde landete eine ungewollte Flanke von da Silva Göbl an der Latte, den Nachschuss von Bernd Schweidler entschärfte Ettenhuber, wie auch einen Freistoß von Stefan Pitzka (77.).

Schweidler hätte die Partie entscheiden können, verschoss aber frei stehend vor dem SVS-Tor. TuS-Trainer Alex Harsch war nach dem Abpfiff erleichtert und nannte den Platzverweis den Schlüssel zum Sieg: »Wir haben unser Spiel dann durchgezogen und haben verdient gewonnen.« Er bemängelte jedoch die Chancenauswertung, wusste aber auch: »Gegen elf Mann wäre es deutlich schwieriger geworden, mich hat die Power der Seeoner stark beeindruckt.« td

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