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Der TSV Siegsdorf will Rang eins verteidigen

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Der TSV Siegsdorf um Josef Wittmann (links, hier im Duell mit dem Mehringer Clemens Greifenstein) ist bereits heute Abend beim TSV Altenmarkt im Einsatz. (Foto: Weitz)

Mit zwei Begegnungen wird am heutigen Freitag die letzte komplette Runde der Fußball-Kreisliga 2 vor der Winterpause eingeläutet: Der TSV Altenmarkt fordert um 19.30 Uhr Tabellenführer TSV Siegsdorf heraus, und zur selben Zeit gibt der SC Inzell seine Visitenkarte beim TSV Reischach ab.


Auch wenn der Gegner hochkarätig ist, wollen beziehungsweise müssen die Altenmarkter punkten. Zuletzt stand die Mannschaft des Spielertrainer-Duos Sebastian Leitmeier/Michael Lissek auf dem ungewohnten Kunstrasen bei der SG Schönau auf verlorenem Posten (0:3), und so blieben die Kicker von der Alz auf einem direkten Abstiegsplatz hängen. Fünf Punkte sind es zum rettenden Ufer.

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Die Siegsdorfer um Stefan Mauerkirchner, der mit 15 »Buden« die Torjägerliste anführt, eroberten dagegen mit einem 2:0-Sieg gegen den SV Mehring die Tabellenspitze zurück und brauchen im extrem spannenden Aufstiegsrennen jeden Punkt. Im Hinspiel gab’s beim 1:7 aus Altenmarkter Sicht vor allem in der zweiten Hälfte eine Lehrstunde.

»Wir sind es uns selbst schuldig, eine Wiedergutmachung für die schlechte Leistung in Siegsdorf zu erbringen«, sagt Altenmarkts Abteilungsleiter Walter Andrasch. »Wenn wir es diesmal hinbekommen, keine individuellen Fehler zu machen, haben wir eine Chance.« Spielertrainer Leitmeier erklärte, der Kader werde erst nach dem Abschlusstraining feststehen – »da wir neben den Langzeitverletzten einige angeschlagene Spieler haben«. Man werde jedoch alles geben, »um möglicherweise drei Bonuspunkte zu holen«. Die einzige Pflichtaufgabe seit dem Re-Start habe man erfüllt (5:2 gegen Piding), »und dass es gegen die Top-Teams Tüßling/Teising, Schönau und jetzt Siegsdorf sehr schwer werden würde, war sowieso klar.«

Als Außenseiter reist der SC Inzell heute ins Holzland, allerdings hat sich der Tabellenzwölfte mit dem 1:0-Sieg über Waging viel Selbstvertrauen holen können. Positiv außerdem aus SC-Sicht: Mit Surheim, Hammerau und Töging II liegen gleich drei Teams auf Nichtabstiegsplätzen unmittelbar vor den Inzellern, die maximal einen Punkt besser dastehen – und damit in Reichweite sind.

Wichtige Hausaufgabe für den BSC Surheim

Vor einer enorm wichtigen Hausaufgabe steht der BSC Surheim: Mit dem TuS Traunreut (der erstmals seit dem Re-Start im Einsatz ist) kommt morgen, 14 Uhr, ein Team aus dem »19-Punkte-Quartett«. Denn neben Surheim und Traunreut ranken sich auch Inzell und Hammerau mit exakt jener Punktzahl im Bereich der beiden unteren Relegationsplätze. Es geht also wie jede Woche um »Big Points« für Coach Hubert Berger und seinen BSC.

Doch seit dem Re-Start wissen die Surheimer mit dem Druck gut umzugehen. Zweimal musste die Berger-Elf bislang ran: 4:2 gegen Waging und zuletzt 5:2 in Töging. Was Hubert Berger vergangene Woche am Wasserschloss besonders gefallen hat, war der »couragierte und geschlossene Auftritt« seiner Elf, die beim Tabellenneunten spielbestimmend war und auch in dieser Höhe verdient gewonnen hat.

Morgen kommt allerdings ein Gegner, der gar nicht einzuschätzen ist. Denn: Der TuS Traunreut ist das einzige Team der Kreisliga 2, das heuer noch kein Punktspiel absolviert hat. Das wiederum heißt: Die Elf von Trainer Sebastian Koschwan wurde nur deshalb von Rang 9 auf 13 durchgereicht, weil sie bis dato keine Gelegenheit hatte, Punkte aufs Konto zu bringen. Bei zwei, teils drei Spielen weniger als die relegationssbedrohte Konkurrenz führt der TuS also heimlich das »19-Zähler-Quartett« an.

Zur selben Zeit gastiert der Hammerauer »Club« beim SV Mehring, wo die Trauben sehr hoch hängen dürften. Doch womöglich sind die Mannen aus dem Berchtesgadener Land seit dem Re-Start auswärts stärker als zu Hause (wo es zuletzt zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg setzte). Das 3:1 in Siegsdorf vom 19. September könnte jedenfalls darauf hindeuten.

Der TSV Waging hat seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs zwei Niederlagen zu Buche stehen. Insofern wäre endlich mal ein Dreier recht für die »Seerosen«: Morgen um 14.30 Uhr wollen die Schützlinge von Trainer Sepp Aschauer im heimischen Wilhelm-Scharnow-Stadion mit aller Macht gegen die SG Tüßling/Teising punkten. Die Tatsache, dass die Gäste vier Tabellenplätze und 13 Punkte besser platziert sind, soll durch entsprechende Kampf- und Willenskraft kompensiert werden.

»Nach drei Niederlagen in Folge – inklusive Ligapokal – erhoffen wir uns eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Inzell-Spiel«, sagt Wagings Pressesprecher Andreas Siegel, »und so eine Steigerung wird gegen die Top-Mannschaft aus Tüßling auch nötig sein«. Die Personalsituation bei den »Seerosen« ist weiterhin angespannt, immerhin wird Michael Auer (in Inzell verhindert) in den Kader zurückkehren »und das zuletzt schwache Flügelspiel beleben«, so Siegel.

Der SV Kay geht als Favorit in die morgige 16-Uhr-Heimvorstellung gegen die Töginger Landesliga-Reserve. »Wir sind bisher sehr zufrieden, von den sieben Spielen, die unsere Erste und Zweite Mannschaft seit dem Re-Start absolviert haben, wurde noch keines verloren«, freut sich der Kayer Abteilungschef Michael Schörgnhofer.

Auch die personelle Lage im Team von Waldemar Beitow sei sehr gut, so Michael Schörgnhofer, »nur Michael Sterr fehlt am Samstag«. Dagegen sind Tobias Wolferstetter und Florian Bauer wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, und Tobias Stöger steht nach überstandener Krankheit diesmal wieder im Kader. »Die Mannschaft ist heiß, will unbedingt den nächsten Sieg«, so der Spartenboss der Grün-Weißen.

Zum absoluten Spitzenspiel kommt es morgen unter Peterskirchner Flutlicht. Um 18 Uhr pfeift Schiedsrichter Matthias Czernin vom SV Erlbach das Duell zwischen dem gastgebenden Zweiten und dem Dritten aus der Schönau an. Den Re-Start bewältigte der TSV Peterskirchen mit zwei Auswärtssiegen (3:1 in Inzell und 4:3 in Piding) erfolgreicher als die Königsseer, die bereits dreimal ran durften und das gesamte Ergebnisspektrum ausreizten: 3:3 gegen Kay, 1:3 in Mehring und 3:0 beim TSV Altenmarkt.

SG Schönau erzielte bislang die meisten Tore

Freilich: Zuletzt musste die Peterskirchener Truppe um Coach Daniel Winklmaier (»Leider haben wir personell zwei Fragezeichen, trotzdem werden wir auf Sieg spielen«) allerdings das Glück strapazieren: In der 94. Minute erzielte Alexander Rohde beim Tabellenletzten in Piding das umjubelte 4:3. Keine Frage also: Der Trainer will morgen gegen Verfolger Schönau eine deutlich stabilere Abwehrleistung sehen, zumal mit der Elf von Thomas Meissner das torhungrigste Team der Liga anreist: 49 Treffer erzielten die Königsseer in 20 Spielen – sogar vier mehr als Spitzenreiter Siegsdorf.

Der TSV Peterskirchen hat vor dem ersten Heimspiel des Jahres zwei Zähler mehr auf dem Konto als der Gast, der folglich punkten muss, um weiter im Konzert der Spitzenteams mitzumischen. »Im Vergleich zum Sieg gegen Altenmarkt müssen wir uns deutlich steigern«, weiß Meissner um die Stärke der morgigen Hausherren, die nach zwei Dritteln der Saison die beste Abwehr stellen: nur 19 Gegentore in 19 Spielen. cs/sts

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