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Der Trainer des Bürgermeisters

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Ruhpoldings Biathlon-Pressechef Martin Haßlberger ist ein echter Ruhpoldinger. Er lebte nicht nur von Kindheit an dort, sondern »ich bin sogar in Urschlau geboren, das war eine Hausgeburt«, berichtet er.


Als Leichtathlet war er auf den Mittel- und Langstrecken aktiv, musste aber wegen Problemen an der Wirbelsäule seine Karriere beenden. Er erwarb dafür die Lizenz für den Sportunterricht, als alpiner Trainer, die Leichtathletik-Lizenz und die Lizenz als Übungsleiter allgemein.

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Sein hoffnungsvollster Schützling in seiner Zeit als Trainer war damals Claus Pichler, der heutige Bürgermeister von Ruhpolding. Dieser wurde Deutscher Jugendmeister im Hochsprung »und hält bis heute noch einen deutschen Schülerrekord«, weiß Haßlberger. Pichler bezwang damals eine Größe wie Dietmar Mögenburg und stand im deutschen Kader.

»Wir haben aber nie extra Krafttraining gemacht, das war dann beim Nationalkader schon schwer für ihn.« Das Hauptproblem aber: »Er ist damals schon Höhen um die 2,20 Meter gesprungen. Da hat man fast eine Tonne Belastung auf dem Körper, das ist hart für die Gelenke.«

So endete auch Pichlers sportliche Karriere letztlich aus Verletzungsgründen, doch Schüler und Trainer gingen beide einen erfolgreichen Weg.

Haßlberger kam durch seine Tätigkeit dazu, in der Schule Sportunterricht zu geben. Man wurde auf ihn aufmerksam, und der damalige Bürgermeister Franz Schneider machte ihn zum Sportreferenten.

Über den Sport kam Haßlberger zu seiner Arbeit im Tourismus. Beides machte ihm viel Spaß, aber der Beruf forderte auch großen Einsatz. »Das ist schon schwer für die Familie, wenn fast jedes Wochenende etwas los ist. Bei den früheren Weltcups sind die Teams oft gegen Mitternacht hier angekommen – dann bin ich angerufen worden und musste Quartiere organisieren.« Und da ihn in Ruhpolding so gut wie jeder kennt, »bin ich halt oft auch abends angerufen worden, wenn jemand eine Veranstaltung hatte – und sollte dann auch gleich hinkommen.« Haßlberger tat's so weit wie möglich. »Im Tourismus ist einfach vieles nicht planbar, da musst du kurzfristig entscheiden.«

Insgesamt sei es eine sehr schöne Zeit gewesen, betont er, doch jetzt freue er sich darauf, mehr Zeit für die Familie und seine Hobbys zu haben. In seiner Freizeit hatte er Skilanglauf, alpinen Skilauf und Mountainbiken ausgeübt, »und seit zehn Jahren ist auch noch Golf dazugekommen.«

Haßlberger bleibt also dem Sport erhalten – wenn auch nicht nur im Biathlon ... who