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Der SVK muss »eine Schippe drauflegen«

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Kirchanschörings Trainer Michael Kostner kann gegen Hankofen-Hailing aus dem Vollen schöpfen. Seine Mannschaft muss in der Defensive noch zulegen. (Foto: Butzhammer)

Zum ersten Mal gibt es heute Abend in Fridolfing Bayernliga-Fußball: Auf der Anlage an der Laufener Straße – zumindest die Adresse lässt bei vielen gelb-schwarzen Fans »Heimatgefühle« aufkommen – erwartet der SV Kirchanschöring um 18.30 Uhr die SpVgg Hankofen-Hailing zum ersten Saison-Heimspiel.


»Klar wollen wir drei Punkte«, betont Thaddäus Jell aus der SVK-Abteilungsleitung. Sollten die Kirchanschöringer gegen den Tabellenvierten aus Niederbayern tatsächlich gewinnen, dürfte eine erhebliche Verbesserung von Platz 10 aus möglich sein, denn gleich mehrere Mannschaften liegen für das Team von Michael Kostner in Reichweite. Nur drei Zähler beträgt vor dem 5. Spieltag der Rückstand auf Rang 3 (derzeit Türkgücü-Ataspor München).

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Man darf gespannt sein, ob Cheftrainer Kostner nach dem jüngsten 1:4 beim TSV Rain/Lech reagieren und die Aufstellung verändern wird. Sicher wieder zur Verfügung steht der zuletzt verhinderte Maximilian Sturm, auch Florian Hofmann (Leistenprobleme) könnte wieder eine Option werden. Doch im Falle des 26-jährigen Oberteisendorfers mit der Rückennummer 28 stellt Jell klar: »Wir werden wie schon in Rain – wo Flo nicht mal auf dem Spielberichtsbogen stand – erneut kein Risiko eingehen, zumal wir ja fast aus dem Vollen schöpfen können.«

Dass der Gegner am vergangenen Samstag »nicht unsere Kragenweite hatte«, wie es Kostner formulierte, stimmt einerseits, doch »Thäddy« Jell will die erste Saisonniederlage nicht allein auf die starken Rainer schieben, sondern findet noch einen anderen Aspekt: »Wir müssen schon auch zugeben, dass wir nicht die Leistung abgerufen haben, die wir eigentlich abrufen könnten.« Vor allem in der Defensive seien Lücken entstanden, die es »schleunigst zu schließen« gelte. Insofern sei es heute gegen die Niederbayern auch wichtig, »eine Schippe draufzulegen und die Null zu halten« – obwohl das keinesfalls leicht fallen dürfte, »da sie vor allem bei Standards brutal ekelhaft sein können«, so Jell.

Insgesamt stellt der August die SVK-Verantwortlichen vor große Herausforderungen, da der eine oder andere Spieler urlaubsbedingt nicht immer zur Verfügung steht – und auch Kostner mal für zwei Spiele passen muss. »Dann wird unser Co-Trainer Alex Harsch (ehemaliger Cheftrainer des Kreisligisten TuS Traunreut, d. Red.) die Mannschaft coachen«, erklärt Jell.

Immerhin hat das Team mit »Auswärts-Heimspielen« sehr gute Erfahrungen gemacht: Beide Relegationspartien in Laufen verliefen für den SVK positiv, das 3:3 im Rückspiel gegen SE Freising (nach 4:2-Auswärtserfolg) reichte ebenso zum Weiterkommen wie das bärenstarke 4:1 im Hinspiel der 2. Runde gegen den BCF Wolfratshausen (wo Kirchanschöring dann auch auswärts mit 4:1 siegte). Ein Sieg in Fridolfing wäre ein erster Schritt, um die teilweise schwachen Heim-Leistungen aus der Vorsaison – nur zwei Siege in 18 Begegnungen vor eigenem Anhang – vergessen zu machen.

Nicht nur die aufwendige Platzsanierung zieht sich beim SVK (planmäßig) in die Länge, auch die Jahreskarten-Ausgabe erfordert zusätzliche Organisation. So bitten die Verantwortlichen alle Jahreskarten-Inhaber, Interessenten und die Sponsoren, sich heute an einem eigens eingerichteten Stand vor dem Haupteingang zu melden. Chef-Kassier Sepp Reschberger wird sich ausschließlich um die SVK-Stamm-Fans bemühen und für diese persönlich zur Verfügung stehen. Davon betroffen sind auch die vielen fleißigen Helfer bei den zahlreichen Arbeitseinsätzen in Sachen Stadionumbau. »Selbstverständlich sind am Mittwoch auch noch neue Jahreskarten zu haben«, erklärt SVK-Funktionär Manfred Abfalter. cs

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