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Der SVK kassiert vier Standard-Tore

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Kirchanschörings Bernd Eimannsberger (rechts, hier im Duell mit Unterföhrings Arthur Kubica) erhöhte sogar noch auf 2:0 für den SVK, doch dann drehte Pullach das Spiel. (Foto: Butzhammer)

Nur 65 Zuschauer am Sportplatz an der Gistlstraße sahen einen 5:2-Heimsieg der Pullacher Raben gegen den SV Kirchanschöring in der Fußball-Bayernliga Süd. Dabei kassierte der SVK vier Gegentore durch Standard-Situationen und zeigte dennoch eines seiner besten Spiele in der Bayernliga.


Kaum hatte die Partie begonnen, ging der SVK auch schon in Führung: Yasin Gürcan wurde rechts bedient, passte in die Mitte und dort versenkte Manuel Omelanowsky die Kugel zum 1:0 für die Gelb-Schwarzen im Netz (4. Minute). Nur drei Minuten später kam Omelanowsky selbst über rechts, passte von der Grundlinie zurück an den Elfmeterpunkt und Kapitän Bernd Eimannsberger schoss zum 2:0 für die Gäste links unten ein.

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Als Manuel Jung wieder über rechts gen Tor von Carsten Altstadt steuerte und nur den Querbalken traf (17.), hätten sich die Pullacher auch nicht über 0:3 beschweren dürfen. Manuel Omelanowsky hatte noch eine weitere Chance (35.), nur eine Minute später klärte Pullach nach einer tollen Kirchanschöringer Ballstafette gerade noch. Der Ex-Tabellenführer war bis dahin nur mit Weitschüssen gefährlich.

Aber dann begann die Pullacher Tim-Sulmer-Show: Nach seinem Eckball von links schraubte sich am hinteren Fünfereck der erst kurz zuvor eingewechselte Besart Murtezi in die Luft und köpfte das 1:2 (45.).

Mit einem Freistoß aus 20 Meter traf Tim Sulmer kurz nach der Pause rechts über die Mauer ins rechte Eck zum 2:2 (49.). Nach einem weiteren Sulmer-Eckball köpft Niklas Mooshofer zum 3:2 ein (65.).

Kirchanschöring hatte hingegen Pech: Yunus Karayün traf aus spitzem Winkel von rechts nur ans Außennetz (74.) und Manuel Jung schoss an die Unterkante der Latte (75.). Zudem waren die Gäste ab der 71. Minute in Unterzahl: Thaddäus Jell musste mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz.

Die Gastgeber blieben bei Standards gefährlich: Tim Sulmer versenkte einen weiteren Freistoß in den rechten Winkel (85.) zum 4:2. Kurz vor dem Schlusspfiff konterten die Gastgeber noch einmal, Daniel Leugner legte uneigennützig dem Mann des Tages die Kugel vor die Füße und Tim Sulmer machte mit seinem dritten Treffer in der Schlussminute den Pullacher 5:2-Sieg perfekt.

Kirchanschörings Trainer Dominik Hausner ärgerte sich über die Standard-Gegentore: »Das war in den ersten 45 Minuten ein Topspiel von meinen Jungs«, so Hausner »ballsicher, klar und laut«. Immerhin hätte seine Mannschaft »gegen diesen Gegner nur ein oder zwei gefährliche Situationen« zugelassen.

»Wir hätten auf 3:0 erhöhen können, waren trotz der Ampelkarte am Ausgleich dran«, erklärte er. »Da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen.« Hausner lobte die »tolle Leistung« in einem »Topspiel«, ein Unentschieden »wäre gerecht gewesen«.

Pullachs Trainer, Ex-Profi Frank Schmöller, war sichtlich erleichtert: »Wir lagen hier 0:2 zurück gegen die beste Abwehr der Liga.« Was sein Team in der 2. Halbzeit geboten habe, »war sensationell«. Deshalb sei der Sieg »nicht ganz unverdient«. Beide Mannschaften »wollten Fußball spielen, das war Werbung für die Bayernliga«.

SV Pullach: Altstadt, Mooshofer, Dinkelbach, Benede Aquayo, Schuster (39. Murtezi), Häfele, Leugner, Beierkuhnlein, Sulmer (90. Bavas), Penic, Hutterer.

SV Kirchanschöring: Hoyer, Janietz, Jell, Karayün, Omelanowsky (73. Liener), Gürcan (41. Vogl), Söll, Eimannsberger, Schild, Sturm, Jung.

Tore: 0:1 Omelanowsky (4.), 0:2 Eimannsberger (7.), 1:2 Murtezi (45.), 2:2 Sulmer (49.), 3:2 Mooshofer (65.), 4:2 Sulmer (85.), 5:2 Sulmer (90.).

Gelb-Rote Karte: - / Jell (71.).

Zuschauer: 65.

Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau). mw