weather-image
34°

Der SV Kirchanschöring verliert deutlich

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Für Kirchanschörings Trainer Michael Kostner war die Niederlage besonders ärgerlich, »weil wir klar unterlegen waren«. (Foto: Zucker)

Der SV Kirchanschöring hat vor 130 Zuschauern in der Fußball-Bayernliga im Erich-Greipl-Stadion beim FC Ismaning eine deutliche 0:4-Niederlage kassiert.


Wie hart der Nachmittag werden würde, musste SVK-Verteidiger Tobias Janietz schon in der 2. Minute spüren. Da holte ihn Ismanings Hugo da Silva Lopes ungestüm von den Beinen und der Täter sah, zum Entsetzen der SVK-Bank, nur die Gelbe Karte. Zwei Minuten später gingen die Ismaninger mit 1:0 in Führung, Maximilian Siebald setzte sich über rechts durch, passte zur Mitte und vom hinteren Eck des Fünfmeterraums traf der Ex-Wolfratshauser Angelo Hauk beinahe unbedrängt ins kurze Eck (4. Minute).

Anzeige

Für SVK-Trainer Michael Kostner waren das zwei von drei »Knackpunkten« im Spiel: Die nicht gegebene »klare Rote Karte« und bei dem »sehr schön herausgespielten Tor haben wir auf der linken Seite geschlafen«.

Für das nächste Entsetzen auf der SVK-Bank sorgte Schiedsrichter Andreas Höcker, der nach einer Hereingabe von links durch Tobias Schild nicht auf Handelfmeter für die Kirchanschöring entschied, sondern die Partie weiterlaufen ließ. »Der dritte Knackpunkt« für Michael Kostner.

Nachdem da Silva Lopes sich wiederholt Foulspiele leistete, nahm ihn Trainer Mijo Stijepic nach 17 Minuten vom Feld. Die SVK-Bank forderte einen weiteren Elfmeter, nachdem sich Max Streibl im Strafraum durchgetankt hatte und festgehalten wurde. Auf der Gegenseite hatte der FCI wieder nach einem Vorstoß über rechts die nächste Gelegenheit, doch diesmal fand sich kein Abnehmer (20.). Der SVK kam mehrmals gefährlich vor das Ismaninger Tor, alle Angriffe endeten jedoch im Abseits.

Nach der Pause gelang den Gastgebern mit dem 2:0 schnell die Vorentscheidung: Einen Freistoß von Tobias Killer setzte Clemens Kubina mit dem Kopf rechts ins lange Eck (48.). Der SVK mühte sich. Als Manuel Jung über rechts kam, klärten die Hausherren in letzter Sekunde (61.), kurz darauf gelang dem eingewechselten Max Vogl nur ein Roller (63.).

Das 3:0 folgte wieder nach einem Angriff über rechts, der Ex-Kotterner Robin Volland vollstreckte links neben dem Pfosten (65.). Selbst Albert Deiter blieb diesmal ein Tor verwehrt, zwar ließ er in der 70. Minute zwei Mann alt aussehen, sein Schuss war aber kein Problem für Torwart Sebastian Fritz.

Nach einem erneuten Freistoß von Ismanings Tobias Killer – diesmal von rechts – ließ sich David Tomasevic die Gelegenheit nicht entgehen und traf per Kopf zum 4:0 (75.). Auf der Gegenseite landete ein Freistoß von Lukas Pöllner kurz vor Schluss nur am linken Außennetz (87.) und Streibl donnerte die Kugel volley aus 18 Metern über das Tor (90.).

Für Michael Kostner kritisierte die »einfachen Gegentore durch Standard-Situationen«, der Sieg sei für das »spielerisch bessere Team verdient gewesen«. Diese zweite Niederlage in den zwölf Spielen der Rückrunde habe ihm besonders wehgetan, »weil wir klar unterlegen waren«.

Ismanings Trainer Mijo Stijepic sprach seiner Elf »Mentalität, Aggressivität und Zweikampfverhalten« – und nur das zähle im Abstiegskampf. Die Mannschaft hat nun zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Relegationsrang 14 und »seit Jahren mal wieder drei Spiele zu Null gespielt«.

FC Ismaning: Fritz, Neuber, Siebald, Volland (80. Ighagbon), Fischer (52. Moradi), Tomasevic, Hauk, Hofmann, Killer, da Silva Lopes (17. Weber), Kubina.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Janietz, Ban, Streibl, Deiter, Köck (46. Vogl), Pöllner, Omelanowsky (80. Makai), Urban, Schild (46. Eder), Jung.

Tore: 1:0 Hauk (4.), 2:0 Kubina (48.), 3:0 Volland (65.), 4:0 Tomasevic (75.).

Schiedsrichter: Andreas Höcker (SV Schalding-Heining).

Zuschauer: 130. mw