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»Der Sieg war einfach ein Traum«

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Überglücklich über den Erfolg (hinten, von links) Zweiter TSV-Vorsitzender Helmut Bauer, Barbara Reschberger, Michaela Eder, TSV-Vorstand Beppo Hofmann, Dritte TSV-Vorsitzende Alexandra Gröbner sowie (vorne, von links) Claudia Schemmer und Petra Langbauer. (Foto: Caruso)

Spannender ging's nicht mehr: Mit einem knappen 4:2-Erfolg gegen Spandau Berlin holten die Waginger Tischtennisdamen um Topspielerin Barbara Reschberger den Titel bei der Deutschen Pokalmeisterschaft für Verbandsklassen nach Bayern. Jetzt bereitete der TSV Waging dem siegreichen Quartett einen begeisterten Empfang.


Im dritten Jahr nacheinander hatten sich die Wagingerinnen mit einem Sieg bei der Bayerischen Meisterschaft für die direkte Teilnahme an der Deutschen Pokalmeisterschaft in der Damen-C-Klasse qualifiziert. Nachdem vor zwei Jahren der Vizemeistertitel errungen und im Vorjahr mit einem dritten Platz erneut ein Medaillenrang erreicht werden konnte, holte sich Reschberger zusammen mit Petra Langbauer, Michaela Eder und Claudia Schemmer im niedersächsischen Dinklage diesmal den Sieg. Über 100 Pokalteams hatten in drei Klassen um den nationalen Titel gekämpft.

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»Mädels, wir sind stolz auf euch«, gratulierte TSV-Vorstand Beppo Hofmann. Er drückte seine Freude darüber aus, dass es einer TSV-Mannschaft gelungen ist, bei einem nationalen Vergleichskampf Gold zu gewinnen. Das hatte es in der 125-jährigen Vereinsgeschichte erst einmal gegeben, erinnerte Hofmann, nämlich durch Karl Huber im Straßenradfahren in den 1930er Jahren.

»In der Finalrunde habt ihr 54:401-Einzelpunkte erspielt«, hatte Hofmann errechnet. Er erinnerte nicht nur an das alles entscheidende Duell, sondern auch an den langen Weg nach Dinklage. So hatte Barbara Reschberger die Zwischenrunden ohne Satzverlust gemeistert.

»Freut euch über eure Leistung, denn es ist eure persönliche Leistung«, betonte Bürgermeister Herbert Häusl, der die Glückwünsche der Marktgemeinde Waging überbrachte. Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes überreichte der Rathauschef, gemeinsam mit Drittem Bürgermeister Christian Reiter an die Medaillengewinnerinnen große Blumensträuße. Auch von den drei Vorsitzenden des TSV, Beppo Hofmann, Helmut Bauer und Alexandra Gröbner gab es Blumen.

In einer kleinen Ansprache fasste Barbara Reschberger die Freude und Dankbarkeit auch ihrer Teamkolleginnen zusammen: »Vielen Dank für den herzlichen Empfang, die Geduld und die großartige Unterstützung.« Ein besonderer Dank galt den Ehemännern, die während der Wettkämpfe zu Hause die Kinder versorgten. Großes Lob zollte das siegreiche Quartett auch dem TSV Waging: Es sei überaus angenehm gewesen, dass der Verein den Bus für die Fahrt nach Dinklage zur Verfügung gestellt und die Kosten übernommen habe.

Barbara Reschberger und Petra Langbauer (beide aus Kirch-anschöring), Claudia Schemmer (aus Otting) und Michaela Eder (aus Siegsdorf) sind ein eingespieltes Team, das bestens harmoniert. Schon in ihrer Jugendzeit spielten sie zusammen Tischtennis. Dann verlor sich das Quartett aus beruflichen Gründen aus den Augen, ehe man vor einigen Jahren ein »Ehemaligen-Turnier« veranstaltete, das die Tischtennisspielerinnen wieder zusammenschweißte.

Im Beisein von Wagings Sportreferent Martin Huber erzählte Claudia Schemmer, dass dieser deutsche Pokalsieg dem Team und ihr selbst einen enormen Auftrieb verliehen habe. Sie würden nun gerne wieder eine Damenmannschaft aufbauen und in der Bezirksliga spielen, sagte sie und erinnerte an den Finaltag, der einem Festtag für den Waginger Tischtennissport gleichkommt: »Der Sieg war einfach ein Traum!« Ein Traum, der die eigene Damenmannschaft womöglich ein gutes Stück näher brachte ... ca