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Der SC Vachendorf setzt jetzt auf »Frauenpower«

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Sie bilden das neue Führungstrio des SC Vachendorf (von links): Karin Eichhorn (3. Vorsitzende), Hubert Gutsjahr (1. Vorsitzender) und Michaela Wiesmüller (2. Vorsitzende).

Der SC Vachendorf hat eine neue Führungsspitze – und setzt dabei auf »Frauenpower«. Denn neben dem 1. Vorsitzenden wurden bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Saal des Gasthofs zur Post in Vachendorf als 2. Vorsitzende Michaela Wiesmüller (bis vor kurzem Kassierin der Cheerleader) sowie als 3. Vorsitzende Karin Eichhorn (bisher: Revisorin) gewählt.


Hubert Gutsjahr – bis dahin Zweiter Vorstand – hatte bereits Ende vergangenen Jahres kommissarisch das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen, nachdem der langjährige Vorsitzende Willi Weinl verstorben war. Nun wurde er offiziell zum 1. Vorsitzenden bestimmt.

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Dass die Last der Aufgaben nun auf mehr Schultern verteilt werden kann, machte eine Satzungsänderung möglich, der die Mitglieder einstimmig zustimmten. Bislang war nur ein 1. und 2. Vorstand vorgesehen, künftig darf auch ein 3. Vorsitzender gewählt werden. Zudem dürfen nun auch 3. Vorstand und Hauptkassier den Verein nach außen vertreten.

»Der Willi hat ja fast den 1. bis 5. Vorstand alleine gemacht«, zeigte sich Gutsjahr nochmals beeindruckt davon, was Weinl in seiner Amtszeit geleistet hatte. Nun hat mit Wiesmüller erstmals in der Geschichte des SCV eine Frau den Posten als 2. Vorstand inne.

Da Karin Eichhorn nun nicht mehr als Kassenprüferin tätig sein kann, wurde als ihr Nachfolger Jean Stodden gewählt. Er wird künftig gemeinsam mit dem bisher schon als Revisor tätigen Georg Lenger die Kasse prüfen. Fachlich dürfte das für Stodden kein Problem sein, und man werde »hoffentlich auch sprachlich zsammkemma«, versprach Lenger schmunzelnd dem gebürtigen Rheinländer.

Bei der gut besuchten Versammlung – bei der auch SCV-Ehrenvorsitzender Nik Diener anwesend war – hatte Hubert Gutsjahr bereits beim Totengedenken an Willi Weinl sowie an den wenige Tage später verstorbenen Timo Barth erinnert.

Über eine positive Entwicklung bei den Finanzen freute sich Kassier Markus Heindl. Die Schulden wurden verringert, das Guthaben wuchs. Zwar gab es hier auch einige Sondereffekte von rund 10 000 Euro, dennoch sei ein positiver Trend erkennbar. Der sei aber auch wichtig so Heindl, denn es stünden immer wieder auch kurzfristige neuen Ausgaben an – zum Beispiel heuer 12 000 Euro für den Kauf eines drei Jahre alten Vereinsbusses, bei dem auch die Gemeinde wieder finanzielle Unterstützung gewährt hatte.

Erfreulich auch: Nachdem man Ende 2011 »nur« 983 Mitglieder verzeichnet hatte, waren es Ende 2012 schon 1014 Mitglieder, »das ist eine Superleistung für so einen kleinen Ort.« Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben einen Anteil von 33 Prozent, nimmt man die Sportler bis 27 Jahre hinzu, sind es sogar 43 Prozent. »Die Gemeinde hat uns immer wieder geholfen, und der Willi sowieso«, betonte Heindl.

In den Berichten aller Abteilungsleiter wurde ebenso deutlich, wie sehr sich Weinl um den Verein gekümmert hatte. Das Lob an den Gesamtverein, das sie alle aussprachen, galt insbesondere ihm, »und auch jetzt hilft uns die Tankstelle Weinl, die ja von seiner Tochter Sandra geführt wird, immer«, lobte Gutsjahr. Er dankte allen Helfern und Unterstützern des SCV, ebenso der Schulleitung und der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit.

Für die Gemeinde lobte auch Bürgermeister Rainer Schroll die gute Zusammenarbeit, ebenso wie Georg Lenger sich im Namen der Musikkapelle Vachendorf für die Unterstützung bedankte. »Die Musik hilft uns ja auch immer«, gab Gutsjahr das Lob zurück.

Er ehrte zudem Julia und – in Abwesenheit – deren jüngeren Bruder Matthias Hoffmann. Die Jugendlichen hatten an der Einrad-Weltmeisterschaft in Brixen teilgenommen, wobei Julia Hoffmann sogar zwei dritte Plätze belegt hatte. Sie erhielt eine Reisetasche und einen Gutschein für einen guten Helm. »Da waren über 2200 Teilnehmer aus 32 Ländern. Wir haben viele Freunde dazugewonnen. Danke, Papa«, lobte Julia Hoffmann auch Einrad-Trainer Thomas Hoffmann.

Die BLSV-Ehrennadel in Bronze erhielt Kurt Bauer von der neuen BLSV-Kreisvorsitzenden Claudia Daxenberger überreicht. »Auf den Kurt ist Verlass, der hilft immer«, so Daxenberger. Die Nachfolgerin Weinls im BLSV-Kreis sagte: »Der Willi hatte ja schon bei uns viel zu tun. Aber wenn ich höre, was er hier im Verein auch noch geleistet hat, frage ich mich, wie er das alles geschafft hat.« Darum appellierte sie an die SCV-Mitglieder: »Helft jetzt bitte auch dem Hubert.« Und dieser brachte es auf den Punkt: »Allein bewegt man nichts, gemeinsam bewegen wir viel.« who