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Der SC Inzell steht auf gesunden Füßen

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Langjährige Mitglieder des SC Inzell wurden bei der Jahreshauptversammlung des Vereins ausgezeichnet. 2. Vorstand Manfred Pohlner (links) und Vorstand Andi Schleich (rechts) ehrten (von links): Sepp Koch (60 Jahre), Franz Holzner (50), Anni Zach (60), Philipp Foidl (50), Marianne Pichler (50) und Andi Graf (50). (Foto: Wegscheider)

Bei der Jahreshauptversammlung des SC Inzell im nur halb voll besetzten Sportheim konnte der Vorsitzende Andreas Schleich auf ein Jahr ohne große Probleme zurückblicken. Sehr erfreulich war der Aufstieg beider Herren-Mannschaften im Fußball, was bisher einmalig in der Vereinsgeschichte ist.


Nach der Begrüßung gab es eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder. Gedacht wurde auch an Alois Schweiger. »Da Loise ist sehr eng mit dem Inzeller Fußball verbunden und hat die Mannschaft als Trainer in die Bezirksliga geführt. Seine Handschrift war damals unverkennbar und wir verlieren nicht nur einen fußballbegeisterten Fachmann, sondern auch einen besonderen Menschen, der immer im Zusammenhang mit dem SC Inzell stehen wird«, hob Schleich hervor.

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In seinem Rechenschaftsbericht blickte der Vorsitzende auf die Veranstaltungen des vorigen Jahres zurück. Derzeit werden die verschiedenen Mannschaften des SC Inzell von 31 Übungsleitern und Trainern betreut. Allerdings gestaltet sich die Suche nach geeigneten Personen, die sich im Verein miteinbringen wollen, schwierig.

Wegen des Umbaus der Schulturnhalle müssen alle Aktivitäten zurzeit in der Turnhalle an der Max-Aicher-Arena stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Verein über 1200 Mitglieder (davon über 300 Jugendliche unter 18 Jahren) und dabei ist das besonders Erfreuliche, dass sich immer wieder junge Leute zum Verein bekennen.

Der 2. Vorsitzende Manfred Pohlner berichtete über den Stand der Fußballplätze und des Sportheims. Alle Plätze sind in einem ausgezeichneten Zustand und das ist in erster Linie der Verdienst von Platzwart Herbert Schälike. »Er ist mit seinem kleinen Fuhrpark auf allen Plätzen unterwegs. Danke Herbert«, so Pohlner. Der Dank des 2. Vorsitzenden ging auch an die Angestellten der Max-Aicher-Arena um Toni Doppler und seine Kollegen, die immer ein offenes Ohr haben.

Neuer Pächter für das Sportheim

Für das Sportheim des SC Inzell gelang es zunächst nicht, einen geeigneten Pächter zu finden, nachdem Heidi und Bernhard Hopf nach über zehn Jahren aufgehört hatten. Nun gibt es mit Steffen Fiedler wieder einen neuen Pächter, der immer zu den Heimspielen der Ersten und Zweiten Mannschaft geöffnet hat und fast immer zu den Spielen des FC Bayern.

Petra Schleich ging in ihrem Kassenbericht genau die finanzielle Situation des Vereins ein. Besonders zu Buche in negativer Hinsicht schlagen hier die Kosten für die Sportanlagen und den Sportbetrieb, die Personalkosten (Übungsleiter), die Gebäudekosten, die Kfz-Kosten und die Abschreibungen. Ein weiterer hoher Kostenfaktor sind die sehr hohen Beiträge für die übergeordneten Verbände wie etwa dem Bayerischen Landessportverband und dem Bayerischen Skiverband. Insgesamt lagen die Ausgaben bei über 104 700 Euro. Diesen Betrag gilt es, jedes Jahr wieder zu erwirtschaften. Haupteinnahmequellen sind dabei die Mitgliedsbeiträge, die Spenden, die Förderungen, die geselligen Veranstaltungen sowie die Pachteinnahmen.

3. Bürgermeister Michael Lorenz dankte dem Verein im Namen der Gemeinde Inzell für die tolle Arbeit. Er ging auch kurz auf die Problematik bei den Leihbussen ein. »Wichtig ist vor allem, dass ein Schaden gemeldet wird. Kein Trainer bleibt auf den Kosten sitzen. Es muss nur registriert werden, was eventuell zu tun ist.« Der neue Busplaner ist eingerichtet und der SC Inzell hat bis eine Woche vor Terminbeginn Vorrang. Der Vertrag läuft drei Jahre.

Albert Hütter, der Trainer der D-Jugend, nannte die Bus-Aktion ideal für den Verein, allerdings wünschte er sich mehr Eigeninitiative beim Umgang mit der Gesamtanlage. »Jeder von uns sollte sich an die eigene Nase fassen und auch selbst Hand anlegen. Kümmern ist wichtig«, so Hütter. Es geht ihm auch um die Außendarstellung. Die Anlage in Inzell ist nicht mehr die Neueste und deshalb sollte man zumindest aufräumen. »Es liegt in unserer Hand, die Kabinen pfleglich zu hinterlassen ebenso wie die Außenanlage. Schließlich ist diese Anlage schon ein Aushängeschild für den Verein«, schloss Hütter.

Zudem gab es auch Berichte aus den Abteilungen. Ein großes Projekt liegt Fußballabteilungsleiterin Erika Pohlner noch am Herzen: »Ein Kunstrasenplatz wäre für uns in Inzell sehr wichtig, weil wir dann die witterungsbedingt schlechten Jahreszeiten gut überbrücken können und das Vorbereitungstraining absolvieren können. Daran will ich festhalten, auch wenn der Plan mit dem Hartplatz leider gestorben ist.«

In Vertretung von Joachim Schardt hielt Andi Schleich einen kurzen Rückblick über die Abteilung Ski. Sportliches Aushängeschild ist nach wie vor Slalomfahrerin Marina Wallner, die nach ihrem Kreuzbandriss in der neuen Saison wieder angreifen will. Im Biathlon gibt es mit Magdalena Plenk noch eine Aktive, die sich im Deutschlandpokal im vorderen Drittel etabliert hat.

Inzeller Dorflauf ist am 29. Juni

Leichtathletik-Abteilungsleiter Peter Gehmacher nannte als Höhepunkt den zum 16. Mal ausgetragenen Inzeller Dorflauf, der mit 327 Teilnehmern viel Organisationstalent erfordert. In diesem Jahr wird der Dorflauf am 29. Juni stattfinden.

Herbert Kraus berichtete von der Tischtennis-Abteilung: Zwei Herrenmannschaften sind derzeit am Start. Claudia Hummel als Abteilungsleiterin Turnen/Aerobic lobte die engagierte Arbeit der Trainer in allen Bereichen. Vom Mutter-Kind-Turnen bis zur Seniorengymnastik wird alles angeboten. Die Inzeller Skihütte war im vergangenen Jahr wieder sehr gut ausgelastet, berichtete Sepp Tratz, und dieser Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort. Zudem gab es Ausbesserungsarbeiten an der Hütte.

Abschließend wurden langjährige Mitglieder des Vereins geehrt (siehe Kasten). Ausgezeichnet wurden zudem Claudia Hummel, Camilla Mair, Sepp Tratz und Herbert Kraus von der Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Claudia Daxenberger, wegen langjähriger Tätigkeit in der Vorstandschaft. hw