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Der SB Chiemgau behält sein Nachwuchsleistungszentrum

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Jens Eckl. der neue Leiter des BFV-Nachwuchsleistungszentrums, hat bereits die Planungen für die neue Saison beim SB Chiemgau vorangetrieben. Jetzt hofft er, dass es bald wieder mit dem Trainingsbetrieb losgehen wird.

Das sind doch mal positive Nachrichten für den SB Chiemgau! Der Verein wird das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) für ein weiteres Jahr behalten. Das bestätigte der neue NLZ-Leiter Jens Eckl nun unserer Sportredaktion, nachdem er erfolgreich mit Felix Brych, dem Abteilungsleiter Talentförderung und Schiedsrichter beim Bayerischen Fußballverband (BFV) gesprochen hatte.


Seit der Saison 2016/17 hat der Bayerische Fußballverband eines seiner Nachwuchsleistungszentren in Traunstein angesiedelt und das wird auch ein weiteres Jahr so bleiben. »Die Freude darüber ist groß«, sagte Eckl, »wir haben uns, sobald wir wieder richtig starte dürfen, für die Zukunft einiges vorgenommen«, betonte der 42 Jahre alte Diplom-Kaufmann, der Stefan Hafner, den sportlichen Leiter des Vereins, als Stellvertreter an seiner Seite hat.

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Insgesamt werden im BFV-NLZ des SB Chiemgau sieben Jahrgänge von der U 11 bis zur U 17 betreut und damit deutlich über 100 Jugendliche. Die U 19 des Vereins ist hingegen ausgegliedert und dem Herren-Bereich zugeordnet. »Was sehr viel Sinn macht«, betonte Eckl, »denn hier gibt es bereits einen regen Austausch«, erläuterte er.

Der SB Chiemgau erfüllte jedenfalls wieder alle Kriterien, die der Verband für seine Nachwuchsleistungszentren aufstellt. Was ganz besonders wieder für die Traunsteiner gesprochen hat, war laut Eckl die »tolle Anlage und die Möglichkeiten, die hier vorhanden sind«. Besonders hob er hier die Stadt und die Sponsoren des Vereins hervor, »die alle hinter uns stehen«.

Schnittstelle zwischen Verein und Verband

Eckl, der neben der Leitung des BFV-NLZ auch die Leitung des DFB-Stützpunkts in Traunstein inne hat,sieht sich selbst als Schnittstelle zwischen Verein und Verband. Seine ersten Eindrücke beim SBC waren sehr positiv. »Es ist schön zu sehen, dass die handelnden Personen alle etwas erreichen wollen«, hob er hervor. Ziel sei es, dass im NLZ leistungsorientiert Fußball gespielt werde. »Und das müssen die Trainer und die Verantwortlichen den Jugendlichen auch vorleben«, unterstrich er.

Sein Start in Traunstein verlief natürlich alles andere als rund. Seit 1. März ist er offiziell im Amt, rund zwei Wochen später machte die Coronavirus-Pandemie den Fußballern und der ganzen Sportwelt jäh einen Strich durch die Rechnung, seitdem ruht auch beim SBC der Trainings- und Spielbetrieb.

Doch Eckl ist freilich auch in dieser Phase jetzt nicht untätig. »Viele Telefongespräche stehen zurzeit an«, betonte er. Besonders eng und intensiv ist gerade die Zusammenarbeit mit SBC-Jugendleiter Michael Brandner. »Wir haben die Planungen in Sachen Trainer für die neue Saison vorangetrieben«, berichtete Eckl. Und er konnte in diesem Bereich bereits erste Erfolge verkünden: »Wir sind uns mit den meisten Trainern bereits über eine weitere Zusammenarbeit einig. Das freut mich sehr.« Denn Eckls Ziel ist es, die nächsten Jahre eine gewisse Konstanz in die Planungen zu bekommen. Er findet es nämlich sehr wichtig, dass ein Trainer lange mit einer Mannschaft zusammenarbeiten kann, damit die Spieler die Philosophie des Coaches auch verinnerlichen können.

Auch mit dem Herren-Bereich hat Jens Eckl einen engen Austausch. Eine Task Force wurde ins Leben gerufen, die nun einige Projekte umsetzen soll. Im Stadion soll es etwa bald einen eigenen Kraftraum geben, verriet Eckl. »So können wir künftig noch individueller arbeiten«, hob er hervor. Er ergänzte: »Falls wir wie die Profis vorerst auch nur in Kleingruppen trainieren dürfen, wäre das eine zusätzliche Alternative.«

Auch mit dem einen oder anderen potenziellen neuen Spieler hat der NLZ-Leiter bereits gesprochen. »Es gibt also auch in diesen Zeiten durchaus viel zu tun.« Die Nachwuchs-Mannschaften beim SB Chiemgau trainieren aktuell auch weiter – jeder Spieler aber freilich individuell gemäß den aktuellen Vorschriften. »Die Vereinstrainer haben den Spielern Pläne an die Hand gegeben, die diese individuell je nach Altersklasse abarbeiten müssen.« Auch beim DFB-Stützpunkt wird gerade so trainiert und auch einige Challenges wurden ins Leben gerufen, die den Spielern die Zeit etwas verkürzen sollen. »Wir wollen die Zeit sinnvoll überbrücken«, betonte Eckl, »aber freilich ist es etwas anderes, wenn man mit den Jungs auf dem Platz stehen darf.«

Wann das wieder der Fall sein wird, steht noch in den Sternen. Der BFV gab am Freitag bekannt, dass nach Möglichkeit ab 1. September im Amateurbereich wieder gespielt werden soll. Der Jugendbereich müsse aber viel individualisierter betrachtet werden, ergänzte BFV-Präsident Rainer Koch.

»Unsere Gesundheit steht absolut im Vordergrund«

Auch Jens Eckl hofft, »dass es in diesem Jahr noch Pflichtspiele geben wird und die Saison noch zu Ende gespielt werden kann«. Auch im Jugendbereich. Allerdings ergänzte er auch gleich: »Aktuell gibt es natürlich Dinge, die wichtiger sind. Im Moment steht unsere Gesundheit absolut im Vordergrund. Wir müssen jetzt einfach geduldig bleiben.« Seine Hausaufgaben für eine erfolgreiche neue Saison hat der SB Chiemgau in Sachen Nachwuchsleistungszentrum jedenfalls schon einmal mit Bravour erledigt. SB

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