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Der Punktgewinn hilft nur wenig

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Er lieferte mit seiner Mannschaft dem EV Aich im letzten Drittel einen großen Kampf: Luca Engler (rechts) vom DEC Inzell. (Foto: Wukits)

Bis eine Minute vor Ende des zweiten Drittels war das Spiel der Eishockey-Bezirksliga zwischen dem DEC Inzell und dem EV Aich ein verpatzter Abend für die Inzeller und ihre Fans. Mit 6:2 führten die Gäste und spielten die Hausherren teilweise an die Wand.


Letztendlich war es der Treffer von Andi Wieser in der 39. Minute zum 3:6, der dafür sorgte, dass der DEC den Schalter umlegen konnte. Im Schlussdrittel sorgten Bernhard Balthasar, Thomas Plenk und Michael Eberlein für den 6:6-Endstand. Den Zusatzpunkt sicherten sich die Gäste im Penaltyschießen. Für Inzell traf nur Andreas Graf, während die Aicher zwei der Penaltys im Tor von Peter Zeller unterbrachten.

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»Die Moral hat bei uns gestimmt und im letzten Drittel haben wir das gespielt, was wir können«, sagte DEC-Co-Trainer Armin Schuhbeck. So trafen im Schlussdrittel die Inzeller Angreifer noch dreimal den Pfosten und hatten eine Reihe weiterer hochkarätiger Möglichkeiten.

Ganz anders verlief das Spiel in den ersten vierzig Minuten. Nach gutem Start nahmen die Gäste das Heft in die Hand und gingen mit 2:0 in Führung. »Immer derselbe Spielzug, wie schon im Hinspiel«, bemängelte Schuhbeck. Der lange Pass auf einen vorne lauernden Spieler und schon klingelte es. Vor allem der Amerikaner Matt Punturei gab Torhüter Sebi Fröhlich und seinen Vorderleute einige Rätsel auf.

Matthias Schwabl erzielte im ersten Drittel bei 5 gegen 3 den zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss. Aich ging allerdings noch vor der Pause mit 3:1 in Führung.

Im zweiten Abschnitt stand das Spiel der Inzeller unter dem Motto »Der eine kommt – der andere geht«, sprich, die Strafbank war mit DEC-Akteuren gut bestückt. Der EV Aich schoss derweil weiter fleißig Tore. Nur Michael Eberlein traf in dieser Phase zum 2:4.

»Wir waren auf der Trainerbank teilweise ratlos. Sollen wir es im Guten oder Bösen versuchen? Zum Glück ist der Knopf dann aufgegangen«, meinte Schuhbeck.

Im letzten Drittel ging Schlussmann Fröhlich vom Eis, er wurde bei den Gegentoren von seinen Vorderleuten sträflich im Stich gelassen. Peter Zeller zeigte danach seine Klasse bei den immer gefährlichen Vorstößen des EV Aich, hielt seinen Kasten aber in der regulären Spielzeit sauber.

»Es geht nur, wenn wir als Kollektiv auftreten. Einer muss für den anderen arbeiten und die Positionen müssen gehalten werden«, stellte Schuhbeck fest. Letztendlich hilft den Inzellern der Punktgewinn im Kampf um Platz 2 wenig. »Dieses Thema dürfte erledigt sein«, meinte Schuhbeck angesichts der Tatsache, dass man noch dreimal gegen den Topfavoriten Klostersee ran muss. Am kommenden Samstag geht es für den DEC Inzell erst einmal zum Schlusslicht Münchner EK.

DEC Inzell - EV Aich 6:7 n. P. (1:3/2:3/3:0/0:1·, Tore: 0:1 (9.) Daniel Korn, 0:2 (10.) Matt Punturei, 1:2 (13.) Matthias Schwabl, 1:3 (18.) Jens Trautmann, 1:4 (32.) Matt Punturei, 2:4 (34.) Michael Eberlein, 2:5/2:6 (36./37.) Markus Bauer, 3:6 (39.) Andi Wieser, 4:6 (43.) Bernhard Balthasar, 5:6 (47.) Thomas Plenk, 6:6 (51.) Michael Eberlein (Penalty) 6:7 Alexander Scholz. – Strafen: DEC (18) - EV (12). – Zuschauer: 100. SHu