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Tschechische Biathletinnen für den Sprint gut gerüstet – DSV-Auswahl ebenfalls mit guten Aussichten

Der nächste Auftritt der »Kicherbande«

Dieser Auftakt hat Mut gemacht: Nach ihrer starken Leistung in der Staffel (3. Platz/wir berichteten) dürfen die deutschen Biathletinnen beim Weltcup in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena auch am heutigen Freitag (15 Uhr) im Sprint auf erfreuliche Ergebnisse hoffen.

Bestens gelaunt präsentierten sich die tschechischen Biathletinnen (von links) Eva Puskarcikova, Gabriela Soukalova, Veronika Vitkova und Jitka Landova beim Biathlon-Weltcup in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding nach ihrem Sieg bei der 4 x 6-km-Staffel der Damen nicht nur kurz nach dem Rennen, sondern auch bei der Pressekonferenz. Nun hoffen sie, dass es auch nach dem Sprint am heutigen Freitag wieder Grund zum Jubeln gibt.

Dies umso mehr, als neben dem Staffelquartett Franziska Preuß (20), Franziska Hildebrand (27), Vanessa Hinz (22) und Laura Dahlmeier (21) auch Luise Kummer (21) mit Chancen auf eine vordere Platzierung ins Rennen gehen dürfte.

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»Wir sind ein starkes Team. Wir haben wie in der letzten Woche in Oberhof mit einer Strafrunde begonnen, haben es dann aber besser gemacht«, freute sich Hildebrand über Rang 3 – in Oberhof hatte es den 10. Platz gegeben. »Ich wusste um den leichten Rückstand und wollte uns ein bissl weiter nach vorn bringen und heute Vollgas laufen«, so die 27-Jährige. Das gelang: Mit der drittbesten Zeit auf ihrer Runde brachte sie die DSV-Auswahl auf Rang 2 und erwies sich damit wieder als Vorbild für das junge Team um sie herum. »Ich bin ja schon die ganze Saison als Älteste im Team dabei, mit dieser Rolle als Routinier komme ich sehr gut klar«, strahlte Hildebrand.

Und dass es gleich im ersten Wettbewerb so gut geklappt habe, sei hervorragend, »dann macht es uns und den Zuschauern natürlich noch mehr Spaß.« Spaß hatte auch Lokalmatadorin Vanessa Hinz (SC Schliersee), die sogar die schnellste Zeit der als dritte Läuferin eingesetzten Biathletinnen verbucht hatte. »Ich war schon nervöser als in Oberhof, weil ich hier ja jeden Fleck in- und auswendig kenne«, so Hinz, die seit Jahren am Stützpunkt Ruhpolding trainiert. »Ich bin sehr zufrieden, das war richtig schön.«

Und so hoffen die deutschen Damen auch heute, möglichst dicht an die auch in dieser Saison wieder dominierenden Darja Domratschewa (Weißrussland) und Kaisa Mäkäräinen (Finnland) oder Tiril Eckhof (Norwegen) heranlaufen zu können.

»Rehabilitieren« möchte sich dagegen für ihre Fehlschüsse in der Staffel Dorothea Wierer (Italien), die als Startläuferin nach zwei Strafrunden diesmal nur auf Rang 18 an ihre Kolleginnen übergab – bei den ersten beiden Staffeln der Saison hatte sie jeweils ihre Mannschaft in Führung gebracht. Schließlich hatte Wierer unter anderem in Pokljuka beim Sprint und im Verfolgungslauf jeweils den zweiten Platz geholt.

Ebenfalls mit guten Aussichten auf Spitzenplätze gehen auch die tschechischen Läuferinnen ins Rennen. Neben den Routiniers Gabriela Soukalova (25) und Veronika Vitkova (26) hatten in der Staffel Eva Puskarcikova (23) und Jitka Landova (24) überzeugt. Und so präsentierten sie sich nach ihrem Sieg völlig losgelöst, strahlten und kicherten. Noch als die Pressekonferenz schon längst vorbei war, zeigte sich die »Kicherbande« in prächtiger Stimmung.

Die Chancen stehen gut, dass auch diesmal im Ziel zumindest eine Tschechin wieder strahlen darf: Vitkova hat in diesem Winter schon einen 2. Platz (Östersund) und einen Sieg (Oberhof) in ihrer Sprint-Bilanz, Soukalova hatte den Sprint in Pokljuka gewonnen. Da könnte es in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena durchaus den nächsten Podestplatz geben – und dann darf wieder gekichert werden. Walter Hohler