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Der Liga-Top-Torjäger kommt

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Auf viel Arbeit müssen sich Tobias Janietz (rechts, hier gegen Vilzings Michael Hamberger) und seine Kollegen in der Kirchanschöringer Defensive im Duell mit dem SV Heimstetten einstellen: Denn der Gast tritt mit dem besten Torjäger der Liga, Orhan Akkurt, beim SVK an. (Foto: Butzhammer)

Neunter Tabellenplatz, neun Punkte Vorsprung auf die Relegationszone: Auf den ersten Blick sieht die Situation des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring vor dem Heimspiel am morgigen Samstag (14 Uhr/Stadion an der Laufener Straße) gegen den SV Heimstetten ziemlich komfortabel aus. Doch das Bild täuscht ein wenig: Denn alle vier Teams, die aktuell der Relegationszone angehören (Hankofen-Hailing, Kottern, Landsberg, Gundelfingen) haben ein oder gar zwei Partien weniger absolviert als das Ensemble von Trainer Patrick Mölzl.


Es fehlen noch viele Punkte zum Klassenerhalt

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Im Klartext heißt das: Die im Jahr 2017 noch sieglosen »Anschöringer« brauchen sicher noch zahlreiche Punkte, um sich auch ein drittes Jahr in der Bayernliga zu sichern. Während die Gelb-Schwarzen sich mit zwei Nullnummern (gegen Vilzing und in Sonthofen) begnügen mussten, sackte der Rangsechste Heimstetten heuer schon vier Zähler ein (1:0 bei Spitzenreiter Pullach und 2:2 gegen TSV Dachau).

Allerdings wird es für die Truppe von Trainer Borislav Vujanovic, der früher unter anderem für Wacker Burghausen, den FC Ingolstadt und den 1. FC Schweinfurt 05 gespielt hatte, wohl kaum noch zur Rückkehr in die Regionalliga Bayern reichen, da der Abstand zu Rang zwei (derzeit FC Unterföhring) schier unaufholbare elf Punkte beträgt. Doch die Heimstettener haben zwei Partien weniger ausgetragen als der aktuelle Zweite – vielleicht geht also noch etwas nach oben.

SVK-Trainer Mölzl sagt offen und ehrlich: »Wir haben jetzt sehr schwere Spiele vor der Brust.« Er bezieht sich damit auch auf die Tatsache, dass es eine Woche nach dem Heim-stetten-Duell zum FC Pipinsried geht, der als Dritter auch nicht leicht zu knacken sein dürfte (Sonntag, 26. März, 15 Uhr).

SVK soll zu Hause »eine Macht« bleiben

Dennoch stellt der SVK-Übungsleiter auch klar: »Wir haben am Samstag ein Heimspiel«, und vor eigenem Publikum sei seine Mannschaft mit einer 6-3-2-Bilanz »eine Macht« – das solle auch so bleiben. Dafür werde man »alles in die Waagschale werfen.«

Auch abseits des Rasens gibt man in »Anschöring« zurzeit gewaltig Gas. In jüngster Vergangenheit wurde – wie Michael Wengler berichtet – einiges umgestellt. Beispielsweise wurde die Stadionzeitung überarbeitet, »und ihr ein neues Layout gegeben.« Doch der Teammanager gibt unumwunden zu, »dass wir im Internet noch Defizite haben – und das liegt leider an mir.« Es gehe zwar in Sachen soziale Medien in die richtige Richtung. »Doch leider sind wir da noch lange nicht perfekt, auch wenn wir rund um die Uhr werkeln«, sagt Wengler. »Immer wieder stellen wir fest, dass die Internetseite noch nicht aktuell genug ist – da muss ich mich bei allen Sponsoren und Gönnern entschuldigen.«

Dem Teammanager sei klar gewesen, »dass eine Menge Arbeit auf mich zukommt, als ich beim SVK diverse Aufgaben übernommen habe«, erklärt er. Jetzt gelte es jedoch – »nachdem ich mir ein wenig Einblick verschafft habe« – das Konzept in Zukunft auf mehrere Säulen zu stellen. »Aber das ist noch ein weiter Weg, und ich kann alle, die mehr erwarten, nur um Nachsicht bitten.«

Morgen ist jedoch erst einmal das Toreschießen das Wichtigste, nachdem Manuel Omelanowsky und Co. zuletzt zweimal ohne Treffer blieben. Zur allgemeinen Beruhigung der SVK-Fans sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Heimstettens Torjäger Orhan Akkurt – mit sensationellen 20 Treffern Führender in der Bayernliga-Torschützenliste – heuer in 180 Minuten auch nur einmal eingeschossen hat. Sollte die Kirchanschöringer Defensivabteilung ihn in den Griff bekommen, was bei der 1:2-Niederlage im Hinspiel (ein Akkurt-Tor) nicht gelungen war, dann dürften die Chancen auf ein Remis oder gar einen Sieg nicht schlecht stehen. cs