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Der höhere Druck lastet auf dem SV Erlbach

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Ist er am heutigen Samstag im Derby gegen den SV Erlbach wieder selbst am Ball? Kirchanschörings Spielertrainer Patrick Mölzl fehlte zuletzt in Wolfratshausen wegen einer Grippeerkrankung gänzlich, nun ist er wieder fit. (Foto: Butzhammer)

Dieses Derby ist für beide Mannschaften ein Höhepunkt der Saison! Die beiden Bayernligisten des heimischen Fußballkreises Inn/Salzach, der SV Kirchanschöring und der SV Erlbach, kreuzen am heutigen Samstag um 14 Uhr im Stadion an der Laufener Straße im Aufsteigerduell die Klingen. Der SVK hatte den Sprung in die fünfthöchste deutsche Liga als Meister der Landesliga Südost gefeiert, der SVE zog in der Relegation nach – nun trifft man sich in der Bayernliga Süd wieder.


Die Teams kennen sich selbstverständlich in- und auswendig, zumal die Kontakte der Kirchanschöringer zu ihrem Ex-Trainer Robert Berg – der bekanntlich in Erlbach tätig ist – nie abgerissen sind. Berg war es ja, der die »Anschöringer« im Jahr 2011 gemeinsam mit Günter Heberle in die Landesliga Süd führte. Mit ihm begann quasi der SVK-Höhenflug aus der damaligen BOL in höhere Ligen.

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Berg will nach der jüngsten Heimniederlage seiner Mannschaft gegen die SpVgg Hankofen-Hailing zwar »nicht von einem Endspiel« sprechen, zumal die Saison »noch sehr lange dauert.« Doch er ist sich darüber im Klaren, dass die Partie des 17. und damit Vorletzten (12 Zähler) beim Rangelften (18) zweifelsohne »ein sehr wichtiges Spiel« für beide Seiten ist.

In der neuen Saison hätten bei der Holzland-Crew »am Anfang zu viele wichtige Leute gefehlt«, so Berg, und die wegen der Relegation nur kurze Pause sei auch ein »Beitrag« für den »schlechten Start« gewesen. Bis auf das Hankofen-Spiel habe seine Mannschaft »in den letzten Wochen tollen Fußball gezeigt.« Das sehe man »leider nicht in der Tabelle.« Berg hofft vor allem auf eine bessere Chancenverwertung als zuletzt, denn »gerade nach vorne haben wir richtig Qualität.« Es fehle nur das »Quäntchen Glück«.

Als ehemaliger Trainer der Gastgeber freut sich Berg darauf, in Kirchanschöring »bestimmte Leute wiederzusehen.« Ansonsten müsse seine Mannschaft ihr Spiel »durchziehen und voll dagegenhalten.« Denn nur so habe man überhaupt eine Chance, beim SVK zu bestehen. Auf die jüngsten Erfolge der Gastgeber (seit vier Partien ungeschlagen) angesprochen, meint Berg: »Wir müssen ganz einfach unser vorhandenes Potenzial voll abrufen«, dann wäre es ein Spiel »auf Augenhöhe, in dem alles möglich ist.«

Auch für SVK-Trainer Patrick Mölzl ist so ein Derby »immer etwas Besonderes.« Das sei ihm und seiner Mannschaft auch bewusst. Man werde das Prestigeduell jedoch angehen »wie die Spiele in den letzten Wochen« – und die verliefen für die Gelb-Schwarzen mit zuletzt acht von zwölf möglichen Punkten sehr erfolgreich.

Trotzdem weist Ex-Profi Mölzl die Favoritenrolle von sich: In so einem Spiel gebe es »keinen Favoriten«, macht der Trainer deutlich, »und damit beschäftigen wir uns auch nicht.« Vielmehr wolle man »einfach gut vorbereitet ins Spiel gehen.« Die Duelle mit Erlbach seien für seine Mannschaft »immer sehr unangenehm« gewesen. »Das wird am Samstag nicht anders«, vermutet Mölzl. Seine Mannschaft müsse »alles in die Waagschale werfen, was wir haben«, um punkten zu können.

Gespannt darf man sein, ob Mölzl selbst mitkickt. Zuletzt saß er beim 1:1-Remis in Wolfratshausen nicht mal auf der Bank, da ihn eine Grippe außer Gefecht gesetzt hatte. Co-Trainer Dominik Hausner machte seine Sache jedoch ausgezeichnet und entführte mit den Gelb-Schwarzen einen wertvollen Punkt. Es war allerdings ein Ergebnis, mit dem die Hausherren diesmal wohl nicht ganz zufrieden wären... cs