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Der erste Saisonhöhepunkt steht an

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Die Hürdensprinterin Steffi Bendrat startet ab Freitag bei den Hallen-Europameisterschaften in Glasgow. Die Fridolfingerin will dort gut abschneiden. (Foto: Wukits)

Die Fridolfinger Hürdensprinterin Steffi Bendrat wird ab Freitag bei den Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften in Glasgow an den Start gehen. Die bald 27-Jährige startet für Österreich und nimmt bei der EM die 60 Meter Hürden in Angriff.


Bendrat musste lange um das Limit für die Meisterschaften kämpfen, dieses liegt bei 8,24 Sekunden. Zum Saisonauftakt verpasste sie diese Zeit äußerst knapp. Eine Tausendstelsekunde fehlte ihr zunächst.

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Aufgrund ihrer Vorleistungen aus dem Vorjahr von 8,02 Sekunden bekam sie das Ticket aber vorzeitig. Offiziell erreichte sie das Limit bei den österreichischen Staatsmeisterschaften mit 8,21 Sekunden im Finale und den damit verbundenen ersten Platz.

»Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es geht in die richtige Richtung. Obwohl ich technisch noch einiges verbessern kann«, sagte die Athletin, die für Union Salzburg startet.

Zäher Saisonverlauf nach gutem Einstieg

Für Bendrat verlief nach einem guten Einstieg in die Saison der weitere Verlauf nach eigenen Angaben sehr zäh. Ihr ist klar, dass sie bei der Europameisterschaft noch einiges drauflegen muss. In Europa ist der Hürdensprint sehr stark besetzt. Diesmal kommt sie ohne eine eigene Bestleistung zu einem Großereignis. »Zum Glück steht da jeder auf null, ich hoffe, mir gelingen vernünftige Läufe«, meint sie.

Die Vorbereitung hat Bendrat in Salzburg bestritten. »Ich weiß, auf was es ankommt. Ich wollte den Kopf in heimischer Umgebung frei haben.« Eigentlich ist der Trainingsstützpunkt von Steffi Bendrat seit geraumer Zeit in Wattenscheid. Dort hat sie optimale Bedingungen.

»Ich fühle mich dort wohl und ich habe mich an die Umstellung dorthin gewöhnt. Nach einigen Überlegungen weiß ich heute, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist.« Mittlerweile hat sie im Ruhrpott schon viele Freunde gefunden.

Wenn sie aber richtig entspannen will, dann macht sie das zuhause. »Daheim kann ich vom Sport abschalten«, sagt sie. Die Fridolfingerin gibt aber auch zu, dass der Wechsel von Salzburg nach Wattenscheid auch ein toller Lernprozess für sie war. Dort hat sie ihre »Baustellen«, wie sie es nennt, kennengelernt.

Hürdenlauf ist eine Kopfsache

Hürdenlauf ist vorwiegend eine Kopfsache. Es ist ein automatisierter Ablauf, bei dem der Sportler aktiv laufen muss. Heißt, man muss die Geschwindigkeit auch über die Hürden mitnehmen. Je Hürde sind drei Zehntelsekunden optimal. »Sobald der Startschuss fällt, muss alles passen. In gut acht Sekunden ist alles vorbei«, weiß die ehrgeizige Sportlerin.

Ihr Hauptaugenmerk richtet Bendrat jedoch auf die Sommersaison. Im Oktober ist die Weltmeisterschaft in Doha und die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele im kommenden Jahr in Tokio steht an.

Zunächst will sie aber in Glasgow eine gute Leistung abliefern. Im Vorjahr war sie in Birmingham bei der EM auf dem 15. Platz gelandet. »Ich fühle mich auf alle Fälle wohl. In der Vorbereitung bin ich von Verletzungen und Krankheiten verschont geblieben«, gibt sich Steffi Bendrat zuversichtlich. SHu