Bildtext einblenden
ESV-Stürmer Tobias Frisch (rechts) war in dieser Szene vor SBC-Akteur Maximilian Hosp am Ball. Am Ende gab's ein torloses Remis. (Foto: Bittner)

Der Befreiungsschlag bleibt aus

Wie schon im Hinspiel trennten sich der ESV Freilassing und der SB Chiemgau Traunstein im Derby der Fußball-Landesliga Südost mit einem Unentschieden. Diesmal sahen die 450 Zuschauer im Max-Aicher-Stadion zum Rückrundenstart ein 0:0, in der Vorrunde endete die Partie mit einem 1:1. Damit geht aber auch die Durststrecke der beiden Mannschaften weiter: Die Eisenbahner warten nun schon seit sieben Spielen auf einen Sieg, der SBC seit fünf. Es ist also ein Ergebnis, das keiner Mannschaft so richtig weiterhilft. Beide verpassten damit den Befreiungsschlag.


Verletzungspech bei den Gästen

Hausherren-Trainer Albert Deiter sprach von einem »intensiven Spiel«, das sehr zweikampfgeprägt war. In der ersten Halbzeit sahen die Fans eine ausgeglichene Begegnung ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste verbuchten zwar mehr Ballbesitz, schafften es jedoch nicht, wirklich gefährliche Aktionen zu kreieren. Die Eisenbahner verzeichneten nach ein paar schnellen Kontern gute Möglichkeiten, es fehlte jedoch der letzte Punch. Die in rot gekleideten Traunsteiner hatten kurz vor der Halbzeit noch eine Hiobsbotschaft zu verkraften: Vegard Salihu musste verletzungsbedingt vorzeitig runter, für ihn kam Karlo Jolic aufs Feld (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel hatte der ESV deutlich mehr vom Spiel und verbuchte die weitaus gefährlicheren Chancen. Markus Prechtl wurde zwar in einer Szene etwas nach außen gedrängt, schaffte es allerdings noch, die Kugel über Schlussmann Moritz Hutt zu lupfen – der Ball wurde am Ende auf der Linie geklärt. Auch Tobias Frisch hatte zweimal die Möglichkeit, auf 1:0 zu stellen, scheiterte allerdings am Traunsteiner Torwart.

Auf der anderen Seite hätten auch die Gäste in Front ziehen können, wobei zwei Angreifer völlig frei vor Matej Markovic auftauchten. Der ESV-Tormann klärte ganz stark per Fußabwehr und hielt seine Farben im Match. In der Nachspielzeit folgte eine strittige Szene: Im Laufduell zwischen Frisch und einem SBC-Verteidiger wurde der Angreifer der Eisenbahner foulverdächtig auf Höhe des Sechzehners gestoppt. Schiedsrichter David Kern (TSV Röthlein) ließ jedoch weiterlaufen. »Ich habe die Szene nicht genau gesehen. Es war auf jeden Fall eine knappe Geschichte«, kommentiert Deiter, der seiner Truppe insgesamt eine gute Leistung attestierte.

»Die Zuschauer haben ein kampfbetontes, aber faires Spiel gesehen«, sagte SBC-Trainer Slaven Jokic. »Sie sind in einem guten Derby auf ihre Kosten gekommen.« Sein Team habe mehr Ballbesitz gehabt, betonte der Coach. »Aber wir waren vorne nicht zielstrebig genug.« Gerade in der zweiten Halbzeit sei das Spiel dann offener geworden. »Die Freilassinger hatten dann auch ihre 100-Prozent-Chance, aber wir auch.« Unter dem Strich »haben wir uns mehr erwartet. Aber wir haben im ersten Spiel der Rückrunde in einem Derby einen Punkt geholt – das ist okay.«

Für den SB Chiemgau Traunstein geht es jetzt am morgigen Dienstag um 19.30 Uhr gleich mit dem nächsten Derby weiter: Es steht das Nachholspiel beim Rangsiebten TSV 1860 Rosenheim an. Dann geht es am Samstag um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Tabellensechzehnten VfR Garching weiter.

ESV Freilassing: Markovic, Niederstraßer, Wieser, Hussein (87. Krein), Schmitz-berger, Frisch, Prechtl (80. Hafner), Schindler, Radosavljevic, Högler, Schlosser.

SB Chiemgau Traunstein: Hutt, Trkulja, Patrick Dreßl, Hosp, Weixler, Vokrri, Pelypenko (78. Hrvoic), Kraus, Discetti, Paranos (69. Hufnagl), Salihu (45.+1 Jolic).

Tore: Fehlanzeige.

Zuschauer: 450.

Schiedsrichter: David Kern. luz/SB

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein