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»Der anstrengendste Sieg meiner Karriere«

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Grenzenloser Jubel herrschte beim Audi Sport Team Saintéloc, als Christopher Haase in Spa als Erster über die Ziellinie fuhr. (Foto: Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH)

Der Kirchanschöringer Rennfahrer Christopher Haase hat ein rundum perfektes Rennen gefeiert:


Er gewann das 24-Stunden-Rennen auf dem berühmt-berüchtigten Kurs von Spa-Francorchamps in den belgischen Ardennen. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Markus Winkelhock und dem Franzosen Jules Gounon steuerte er dabei den Audi R8 LMS des Audi Sport Team Saintéloc als Erster über die Ziellinie.

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Durch diesen Erfolg, der der zweite Lauf zur »Intercontinental GT Challenge« war, konnte Christopher Haase zudem die Tabellenführung in der Fahrerwertung der Serie übernehmen, während Audi nun auch die GT3-Markenwertung anführt. Die weiteren Läufe finden in Laguna Seca (Kalifornien, USA) im Oktober und in Sepang (Malaysia) im Dezember statt.

Nach einem Qualifying-Ergebnis, das nicht nach Haases Vorstellungen ausfiel, begann das Rennen selbst optimal. »Natürlich war es schön, in diesem starken Feld überhaupt in der Super Pole der besten 20 Teams zu starten. Rang 19 war aber dennoch nicht ganz das, was ich mir für mein Qualifying vorgenommen hatte«, betonte der Kirchanschöringer. Aber: »Wir konnten uns langsam aber sicher nach vorne arbeiten«. Und kurz nach Einbruch der Nacht war das Team bis auf einen Podestplatz vorgefahren.

Doch dann gab es ein erneutes Problem. Ein nicht richtig festgezogenes Rad erforderte einen außerplanmäßigen Stopp. Das Team verlor damit zwei Runden auf den Führenden. Doch Gounon, Winkelhock, Haase und Co. gaben nicht auf. »Die Strategen von Audi Sport haben in Zusammenarbeit mit den Jungs von Saintéloc eine perfekte Strategie ausgearbeitet«, erzählte Haase stolz, der in Folge an einer der wohl spektakulärsten Aufholjagden des 24-Stunden-Rennens von Spa beteiligt war: »Wir Fahrer haben gepusht wie verrückt, den Rest hat die Strategie-Truppe vom Kommandostand aus erledigt. Und wirklich, nach zahlreichen Safety-Car-Phasen und Full-Course-Yellows waren wir am Morgen in der Führungsrunde zurück!«

Christopher Haase konnte sich mit seinen Fahrerkollegen dann erneut in Richtung Spitze aufmachen. »Unser Audi R8 LMS lief perfekt.« Und so kämpfte sich das Team bis an die Spitze. Am Schluss war es Christopher Haase, der bei rund elf Stunden Fahrzeit auch den letzten und alles entscheidenden Stint im Rennen fuhr – und der Jubel hinterher war riesig: »Es war einfach unglaublich und mit Sicherheit der anstrengendste Sieg meiner Karriere.« Schließlich betrug der Vorsprung auch nur elf Sekunden. »Elf Sekunden nach 24 Stunden, das spricht für sich, der Fight mit den Mitbewerbern war extrem hart. Ich war fix und fertig, konnte nach dem Aussteigen kaum gehen. Aber dieser Sieg ist krass, unglaublich und wunderschön.« SB

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