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»Der Abstiegskampf hat nicht erst heute begonnen«

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Er setzte sich mit seiner Mannschaft beim SV Kirchanschöring durch: Pipinsrieds Spielertrainer Fabian Hürzeler (links), hier gegen SVK-Spieler Manuel Jung. (Foto: Butzhammer)

Mit dem 0:2 gegen den FC Pipinsried kassierten die Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring vor 432 Zuschauern ihre erste Heimniederlage der Saison 2016/17 in der Fußball-Bayernliga Süd.


SVK-Trainer Patrick Mölzl war nach der Niederlage »maßlos enttäuscht.« Man müsse jetzt »das eine oder andere hinterfragen.« Es laufe derzeit irgendwie »so dahin«, und da »bewegen wir uns in einem ganz gefährlichen Fahrwasser.« Fakt sei, »dass nicht erst seit heute der Abstiegskampf begonnen hat.«

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»Wir haben das Tempo nicht hoch genug gehalten«

Aber die Mannschaft präsentiere sich nicht so, wie dies im Abstiegskampf nötig sei, beklagte Mölzl. Der SVK habe gegen einen Gegner gespielt, der bei 40 Grad das dritte Spiel in einer Woche gehabt hätte. »Und wir schaffen es nicht, das Tempo so hoch zu halten, wie es nötig gewesen wäre. »Die ersten 20 Minuten waren gut«, so der Trainer, »danach war gar nichts mehr«.

Pipinsrieds 23-jähriger Spielertrainer, Fabian Hürzeler, der in der Sommerpause vom Regionalligisten 1860 München II in den Landkreis Dachau gewechselte war, zeigte sich zufrieden. Der Platz sei »sehr stumpf« gewesen, seine Mannschaft habe aber »die Fehler des Gegners eiskalt ausgenutzt. Das ist uns zu Beginn der Saison noch nicht so gut gelungen. »Wir haben das 2:0 nachgelegt und nichts mehr zugelassen. So kann es weitergehen«, freute sich der Gästetrainer.

Bei den enormen Temperaturen sei die Partie »auch im Kopf« entschieden worden. »Das Wetter, der Platz, die zweistündige Anreise«, das habe nicht unbedingt für einen Erfolg seiner Mannschaft gesprochen. Umso befreiter wirkte Hürzeler.

Die Zuschauer mussten einige Minuten warten, bis Ex-Profi Denny Herzig (unter anderem Wacker Burghausen) die erste Chance für die Gäste aus dem Dachauer Land hatte (11.). Nach rund einer Viertelstunde flog ein Freistoß von links an Freund und Feind und letzten Endes am rechten Eck des SVK-Gehäuses vorbei. In der 22. Minute waren es Manuel Omelanowsky und danach Yunus Karayün, die erstmals vor dem FC Pipinsried-Tor auftauchten. In der 34. Minute war der SVK mit einem Schuss von Flo Hofmann gefährlich. Kurz vor der Pause konnte der quirlige und stets gefährliche Gianluca Simari, das Leder erneut nicht im gelb-schwarzen Tor unterbringen.

Hoher Rückpass leitet Gegentreffer ein

Einen Schock gab es gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte für die Gelb-Schwarzen. Nach einem kapitalen Abwehrfehler des SVK gingen die Gäste in Führung: Ein hoher Rückpass aus dem Mittelfeld in die Abwehr kam bei Martin Söll an. Dieser versuchte zweimal per Kopf das Leder zu klären und legte es dann mit einem verunglückten Befreiungsschlag mustergültig Serge Yohoua im blauen Dress der Gäste vor die Füße, der nur noch einschieben musste.

Der SVK zeigte sich danach bemüht, aber ohne zwingende Chancen. In der 75. Minute waren wieder die Gäste an der Reihe: Thomas Berger wurde am SVK-Strafraum angespielt und legte auf den drei Meter weiter postierten Almir Hasanovic weiter, der das Leder cool und unbedrängt stoppte und lässig unten links einschob – das 2:0 für die Gäste war die Vorentscheidung.

Denn in der folgenden Spielzeit brachten die Kirchanschöringer keine torgefährlichen Aktionen mehr zustande. So blieb es beim verdienten Erfolg für den FC Pipinsried.

SV Kirchanschöring: Schlosser, Eder, Jell, Karayün (46. Vogl), Willinger (44. Gürcan), Omelanowsky, Söll, Eimannsberger, Hofmann (44. Schmidhuber), Sturm, Jung.

FC Pipinsried: Reichlmayr, Berger (87. Schreiner), Herzig, Beqiri, Segashi, Hürzeler, Mitterhuber, Simari (73. Tosun), Yohoua (62. Hasanovic), Liebsch, Achatz.

Schiedsrichter: Fabian Kilger (TSV Mauth).

Zuschauer: 432.

Tore: 0:1 Yohoua (48.), Hasanovic (75.).

Gelb-Rote Karte: - / Jell (89.). mw

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