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»Den Zuschauern mal wieder etwas bieten«

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Sie hoffen mit ihren Mannschaften diesmal auf Heimpunkte: Der Ruhpoldinger Michael Mayer (links) und Vachendorfs Tom Loferer. (Foto: Wirth)

Mit einem 7:2-Erfolg des SC Inzell gegen den ASV Piding wurde der 9. Spieltag der Fußball-Kreisklasse IV bereits am Donnerstagabend eröffnet. Richtig »rund« geht es nun am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag.


Und dabei ist für den BSC Surheim (1/22 Punkte) heute um 15 Uhr ein Heimdreier gegen den TSV Fridolfing (8./10) das klare Ziel – dann wäre man wieder Tabellenführer. »Wir konnten Surheim letzte Woche im Heimspiel gegen Oberteisendorf beobachten«, so Fridolfings Trainer Bernhard Zeif. Und was der BSC zeigte, war »eine beeindruckende Vorstellung. Der BSC ist im Vergleich zur guten Vorsaison nochmals deutlich besser. Die Handschrift von Kruno Ruzic immer deutlicher zu erkennen«, lobt Zeif den BSC-Trainer.

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Da die Gastgeber über »eine starke Offensive um Gigi Kreuzeder« verfügten, sei es wichtig, »defensiv gut zu arbeiten, um Surheim wenige Abschlüsse zu geben.« Zwar fällt Torjäger Christoph Zeif mit Knieproblemen aus, aber ansonsten ist der Kader bestens gefüllt. Dennoch weiß Bernhard Zeif: »Wir brauchen schon einen sehr guten Tag, um beim BSC bestehen zu können.«

Zwei Mannschaften aus dem Mittelfeld haben heute ebenfalls noch Heimrecht. Der SC Anger trifft um 15 Uhr auf den ESV Freilassing II, der SV Kirchanschöring II hat ab 17.15 Uhr den ASV Grassau zu Gast.

Anger setzt gegen die ESV-Reserve vor allem auf seine Heimstärke: Vier von fünf Partien hat der SCA auf eigener Anlage gewonnen, nur gegen Tabellenführer Surheim (2:3) gab es eine Niederlage. Doch die Hausherren sollten gewarnt sein: Die Grenzstädter begannen zwar mit sechs Niederlagen am Stück, zuletzt gab's aber zwei Siege nacheinander.

SVK II kann auf gute Kulisse hoffen

Der SV Kirchanschöring II (4./13) kann gegen den ASV Grassau (6./12) auf eine gute Kulisse hoffen: Denn vor der »Zweiten« des SVK spielt bereits die Bayernliga-Mannschaft, und das alles steht im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Vereins. Da wäre ein Sieg natürlich willkommen, um die Feierlichkeiten richtig genießen zu können.

Beide Mannschaften präsentierten sich zuletzt in guter Verfassung: Der ASV gewann drei seiner vier letzten Begegnungen, der SVK II holte aus den letzten vier Auftritten sogar zehn Zähler. Wer heute gewinnt, hätte den Anschluss an die Spitzenteams gehalten.

Den haben die sechs Mannschaften, die am Sonntag (jeweils ab 15 Uhr) antreten, derzeit allesamt nicht. Am nähesten dran ist der SV Oberteisendorf (7./11), der gegen den FC Bischofswiesen (11./7) im fünften Heimspiel den vierten Heimsieg anstrebt. Allerdings haben die Gäste auswärts (2-0-3) eine weitaus bessere Bilanz als vor heimischem Publikum (0-1-2).

SVO-Co-Trainer Hermann Hiebl stellt klar: »Ein Dreier ist fast Pflicht, um nicht unten reinzurutschen.« Zudem erwarten er und Cheftrainer Andi Horner von ihrem Team eine Steigerung gegenüber dem jüngsten 0:2 in Surheim. »Wir müssen hinten konsequenter sein und kompakter stehen. Wir gehen auf jeden Fall zuversichtlich in die Partie«, so Hiebl, schließlich stehen dem SVO diesmal wieder Johannes Bachmaier und Sebastian Schallinger (zuletzt in Urlaub) sowie der nach einer Verletzung wieder fitte Alexander Hofmann zur Verfügung. Außerdem »haben wir immer eine gute Fan-Unterstützung – und denen wollen wir auch was bieten«, verspricht er.

Negativserien haben die Mannschaften vorzuweisen, die am Sonntag um 15 Uhr beim SC Vachendorf aufeinandertreffen: Die Gastgeber (14./2) haben in vier Versuchen auf eigener Anlage ebenso wenig einen Sieg verbuchen könne wie Gast SB Chiemgau Traunstein II (9./9) auswärts – es steht jeweils eine 0-2-2-Bilanz zu Buche.

Die gastgebenden Schützlinge von Trainer Markus Gastager wollen im neunten Saisonspiel endlich den ersten Sieg überhaupt schaffen – schließlich geht es darum, im Kampf um den Klassenerhalt nicht schon frühzeitig weit zurückzufallen. »Wir sind in einer schwierigen Phase. Vor allem in der Vorbereitung haben uns immer wieder Spieler durch Krankheiten, Verletzungen und Urlaub gefehlt, das hängt uns noch nach«, so Abteilungsleiter Georg Klauser. Inzwischen sieht es personell wieder etwas günstiger aus, »und nachdem es jetzt zwei, drei Jahre immer gut lief, muss man halt auch mal eine schlechtere Phase aushalten.«

Gegen den spielstarken SBC II werde es zwar schwer, »aber wir sind gar nicht so schlecht aufgestellt.« Deshalb hoffe man auf einen Punkt und einen kleinen Aufwärtstrend. Dass vieles Kopfsache ist, betont auch Trainer Markus Gastager: »Wir haben einige Spiele auch unglücklich verloren, da fehlt einem dann die Sicherheit – vor allem, wenn es im Spiel dann Negativerlebnisse gibt.« Aber: »Wir haben grundsätzlich die Qualität, um an einem guten Tag mit jedem Gegner mithalten zu können – aber das müssen wir halt auch umsetzen ...«

Für Gastager selbst ist zwar das Treffen mit dem SBC II etwas Besonderes, »weil ich ja viele Spieler noch persönlich kenne«, für sein Team aber sei der Derby-Charakter eher zweitrangig: »Es geht einfach darum, dass wir besonders in den Heimspielen auch Punkte holen müssen.« Und Klauser verspricht: »Wir werden am Sonntag zumindest unser Möglichstes tun, schließlich wollen wir auch unseren Zuschauern mal wieder etwas zeigen.«

Das ist auch das Ziel des SV Ruhpolding (10./7). Dieser hat seine letzten beiden Heimpartien verloren. Gegen den Tabellenvorletzten TSV Berchtesgaden (13./3) streben die Kicker von Trainer Markus Burgstaller aber nun wieder einen Heimsieg im Waldstadion an. Mit einem Erfolg würden sie die Auswärts-Leidenszeit der Gäste verlängern: 3:13 Tore aus vier Niederlagen haben diese bislang auf fremden Plätzen zu Buche stehen. who