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Den Sieg knapp verfehlt

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Er landete nur knapp geschlagen hinter Maximilian Kuen (hier beim Siegesjubel) auf dem zweiten Platz: Johannes Berndl (hinten) vom RSV Traunstein. (Foto: www.dolomitensport.at)

Die 27. Auflage der Dolomiten-Rundfahrt war wieder gut besetzt. Auf der Klassik-Distanz über 112 km mit 1900 Höhenmetern waren 1500 Teilnehmer in Lienz am Start. Die Temperaturen kletterten allerdings schnell über die 30 Grad, was den Marathon zu einer echten Hitzeschlacht machte.


Unter den Favoriten war auch der Trostberger Student Johannes Berndl vom RSV Traunstein. Er bestätigte auch diesmal seine hervorragende Form mit einem abermaligen zweiten Platz.

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Die Strecke führte nach 20 km flacher Anfahrt zunächst über den Gailbergsattel, wo sich das große Feld in mehrere Gruppen teilte. Durch das hohe Renntempo bildete sich hier bereits eine 20-Mann-Gruppe. Nach einer kurzen Abfahrt ging es weiter ins Lesachtal nach Obertilliach. Dem welligen Profil und dem hohen Tempo fielen nach und nach immer mehr Fahrer aus der vordersten Gruppe zum Opfer. Immer ganz vorne mit dabei war dagegen der Fahrer des RSV Traunstein, Johannes Berndl.

45 km vor Ziel am Kartitscher Sattel setzte Berndl die entscheidende Attacke und konnte sich mit dem Profi Maximilian Kuen vom Team Gebrüder Weiss Oberndorfer vom Rest der Gruppe lösen. Die letzten 30 km harmonierte das Duo perfekt und so konnte es sich bis zu zwei Minuten von den Verfolgern lösen.

Das Stundenmittel von 40 km/h war bei Temperaturen um die 35 Grad enorm hoch. 10 km vor dem Ziel war klar, dass die Entscheidung im Sprint in Lienz fallen würde. 400 Meter vor dem Ziel sah es für Berndl noch gut aus. Da der Traunsteiner Radsportler die verwinkelten finalen Meter in der Fußgängerzone von Lienz jedoch nicht kannte, verpasste er den entscheidenden Moment, um an Kuen vorbeizugehen und wurde mit hauchdünnem Rückstand von 0,34 Sekunden sehr guter Zweiter.

Mit dieser starken Leistung können alle Beteiligten sehr zufrieden sein. So sah dies auch Berndl selbst: »Mit diesem weiteren tollen Ergebnis bin ich wirklich glücklich, das bestätigt mir meine zurzeit gute Form! Schon von Beginn an fühlte ich mich richtig stark, die vielen euphorischen Zuschauer am Straßenrand haben uns die enorm hohen Temperaturen heute vergessen lassen.«

Nach einem rennfreien Wochenende geht es für den erfolgreichen Traunsteiner in zwei Wochen in die zweite Saisonhälfte.

Den Beginn machen am 19. und 22. Juni der Kaunertaler Gletscherkasier, ein Bergrennen mit mehr als 2000 hm und der Dreiländergiro in Nauders, bei dem Berndl als Titelverteidiger über die lange Strecke mit 168 km und über 3300 hm ins Rennen geht.