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DEC vor einem schweren Wochenende

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Anton Wolfgruber spielt am Sonntag im Inzeller Trikot gegen seine ehemalige Mannschaft Trostberg Chiefs. (Foto: Wukits)

Das wird das bisher wohl schwerste Wochenende für den DEC Inzell in der Abstiegsrunde der Eishockey-Landesliga: Am Samstag (18.30 Uhr) geht es zum Tabellenführer nach Bad Wörishofen, einen Tag danach steht um 17.30 Uhr das Lokalderby bei den Trostberg Chiefs auf dem Programm.


»Das wird ein grimmiges Wochenende«, ist sich DEC-Trainer Thomas Schwabl sicher. Und auch der Abteilungsleiter der Trostberg Chiefs, Stefan Feldner spricht von einem »harten Wochenende« für sein Team. Die Chiefs spielen am Freitag in Oberstdorf und wollen dort drei Punkte einfahren. »Erst dann denken wir an das Derby«, verspricht Feldner.

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Thomas Schwabl kann in beiden Spielen außer auf Dauerausfall Andreas Graf auf seinen kompletten Kader bauen. Am Freitag will Schwabl im Abschlusstraining vor allem das Zusammenspiel der ersten Sturmreihe mit Neuzugang Martin Zahora, Christian Rieder und Julian Meyer verbessern. Der Neuzugang aus Budweis hat mit sechs Toren in seinen ersten zwei Spielen für den DEC schon für richtiges Aufsehen gesorgt. Das hat sich auch bis nach Trostberg herumgesprochen. Trotzdem wird es für den 21-jährigen Tschechen keinen Sonderbewacher geben. »Es ist nicht möglich, sechzig Minuten lang einen einzigen Spieler zu decken«, so Feldner.

DEC im Hinspiel mit starker Leistung

So sehr das Derby im Vorfeld in den Köpfen der Verantwortlichen auf beiden Seiten herumspukt, für Inzell gilt es, zuerst die Aufgabe in Bad Wörishofen zu meistern. Der Spitzenreiter verlor zuletzt überraschend in Burgau. Auch in Inzell stand der EC knapp vor einer Niederlage, rettete sich beim 5:5 aber gerade noch ins Penaltyschießen und errang den Zusatzpunkt.

»Wir müssen unser Spiel machen, dann können wir dort bestehen«, weiß Schwabl. Möglicherweise bekommt das Team moralische Unterstützung vom verletzten Mike Johnstone. Er hat nach seiner OP am Oberarm wieder mit einem leichten Aufbautraining begonnen. »Ich hoffe, er ist bei beiden Auswärtsspielen als Zuschauer dabei«, so der Trainer. Vielleicht spielt es Inzell auch in die Karten, dass Wörishofen einen Tag zuvor beim ESC Kempten antreten muss.

»Ich hoffe, wir kommen gut aus dem Spiel am Samstag raus und dann heißt es: Volle Konzentration im Derby«, verspricht Thomas Schwabl. In den bisherigen drei Saisonspielen hat Inzell die beiden letzten Spiele mit 5:3 und 5:2 für sich entschieden. Doch am Sonntag werden die Karten neu gemischt. »Es wird eine enge Sache, wer weniger Fehler macht, wird gewinnen«, prophezeit Schwabl.

Stefan Feldner baut auf die Stärke seiner Chiefs im bisherigen Verlauf der Abstiegsrunde. »Bisher haben wir nur einmal nicht gut gespielt und das war beim Derby in Inzell«, sagt der Abteilungsleiter. Auf den bis jetzt eroberten zwölf Punkten will sich Feldner aber nicht ausruhen. »Ich bin mir sicher: Zum Klassenerhalt braucht es mindestens zwanzig Punkte.«

Punkte in Oberstdorf sind fest eingeplant

Wobei am Wochenende mindestens drei dazukommen sollen. »Der Rest ist Zugabe«, sagt Feldner vor dem Rückspiel der Chiefs gegen den Tabellenletzten EC Oberstdorf am heutigen Freitag im Allgäu. Ab 20 Uhr wollen die Trostberger verhindern, dass sich Oberstdorf für die 0:7-Niederlage im Hinspiel revanchiert.

Die Chiefs sind bis auf Dominik Fuchs komplett, Neuzugang Philipp Hähl, der vor vier Wochen zu den Trostbergern gewechselt ist, soll in den Spielen im Tor wieder ein Rückhalt für die Mannschaft sein. »Er macht einen guten Job«, lobt Stefan Feldner. »Man sieht, dass die Verteidiger auch viel ruhiger sind.« SHu/td