weather-image
24°

DEC Inzell nur knapp an einer Sensation vorbei

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Zeitweise kräftig zur Sache ging es im Duell des DEC Inzell gegen den ESC Vilshofen. Hier ist der Inzeller Thomas Kilian (unten) den Gästespielern ausgeliefert. (Foto: Wukits)

Nur fünf Sekunden fehlten dem DEC Inzell im Spiel der Eishockey-Landesliga Gruppe II im Duell gegen den ESC Vilshofen zur ganz großen Sensation. Zu diesem Zeitpunkt führten die Inzeller in der Max-Aicher-Arena gegen den Favoriten mit 6:5. Ausgerechnet als Christian Rieder nach seiner Strafzeit wieder ins Spiel kam, gelang den Gästen der Ausgleich durch Robert Suchomski. Die Uhr an der Anzeigetafel stand zu diesem Zeitpunkt auf 19:55 Minuten.


»Da hat kurz die Zuordnung bei uns nicht gestimmt und sowas lassen die sich nicht entgehen«, meinte DEC-Trainer Thomas Schwabl enttäuscht. Nach dem 6:6 musste sein Team ins Penaltyschießen, bei dem sich die Puckjäger der beiden Mannschaften als sehr zielsicher entpuppten.

Anzeige

Vilshofen verwandelte alle fünf, für Inzell trafen Sebastian Schwabl (2 x), Matthias Schwabl und Julian Meyer, der aber auch den letzten Penalty verschoss. Damit sicherte sich der Tabellendritte aus Vilshofen den Zusatzpunkt.

Spiel mit hohem Unterhaltungswert

Doch nicht nur die Schlussphase bot den Fans beider Lager Spannung, auch das gesamte Spiel hatte großen Unterhaltungswert. So gelang im ersten Drittel nach dem 0:1 für den ESC, Christian Surauer in Unterzahl der Ausgleich. Bis zur Drittelpause führten die Gäste durch drei Tore in Überzahl mit 3:1. »Da haben wir sie spielen lassen und oft nur zugeschaut. Außerdem haben wir dumme Strafzeiten kassiert«, bemängelte Schwabl.

Erst durch eine klare Pausenansprache legten die Gastgeber im zweiten Drittel alle ihre Schwächen ab und kamen durch Tore von Sebastian Schwabl und Christian Rieder zum verdienten Ausgleich. »Das ist einfach eine Truppe mit einem sehr guten Charakter«, lobte der Trainer.

Immerhin ging die Aufholjagd der DEC-Puckjäger im Schlussdrittel weiter. Nach zwei Toren führte der nur mit zwei Reihen spielende Favorit mit 5:3. Dominik Wallner und Julian Meyer sorgten aber erneut für den Ausgleich.

In den letzten beiden Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Inzell war in Unterzahl und trotzdem erzielte Julian Meyer nach einem schönen Konter 40 Sekunden vor Schluss das 6:5.

Der Traum von der Sensation dauerte allerdings nur bis zur ominösen Spielzeit von 19:55 Minuten. »Fehler gehören zum Spiel. Ich habe am Schluss auf zwei Reihen umgestellt und wir haben noch mal richtig Gas gegeben. Letztendlich sind meine Jungs platt gewesen. Trotzdem kann ich mit diesem Punkt leben«, meinte Schwabl.

DEC am Sonntag zum Derby nach Trostberg

Am kommenden Freitag geht es für den DEC zum Tabellenführer nach Passau, Spielbeginn ist um 20 Uhr. Am Sonntag (17.30 Uhr) steht das Derby bei den Trostberg Chiefs auf dem Programm.

Übrigens: Der 9:5-Erfolg des EC Bad Tölz I b gegen den DEC Inzell ist vom Sportgericht in ein 5:0 für Inzell umgewandelt worden. Die Tölzer hatten einen Spieler eingesetzt, der nicht spielberechtigt war.

DEC Inzell - ESC Vilshofen 6:7 n. P. (1:3/2:0/3:3/0:1): Tore: 0:1 (11.) Patrick Geiger, 1:1 (14.) Christian Surauer, 1:2 (15.) Vladimir Gomow, 1:3 (17.) Andreas Toth, 2:3 (27.) Sebastian Schwabl, 3:3 (28.) Christian Rieder, 3:4 (42.) Robert Suchomski, 3:5 (48.) Markus Ruderer, 4:5 (49.) Dominik Wallner, 5:5/6:5 (51./60.) Julian Meyer, 6:6 (60.) Robert Suchomski. – Penaltys: Für Inzell trafen Sebastian Schwabl (2 x), Matthias Schwabl und Julian Meyer, der allerdings auch einen vergab. Für Vilshofen trafen alle fünf Spieler. – Strafen: DEC (26+10+10) - ESC (26+10+20), Zuschauer: 140. SHu

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein