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DEC Inzell feiert verdienten Derbysieg

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Die Trostberger um Robert Wren (links) legten im Eishockey-Derby der Landesliga einen Traumstart hin. Doch die Inzeller um Matthias Meyer gaben nicht auf, holten einen 0:2-Rückstand auf und siegten am Ende sogar mit 5:3. (Foto: Butzhammer)

Der DEC Inzell hat in der Eishockey-Landesliga für einen Paukenschlag gesorgt. Die Truppe von Trainer Thomas Schwabl gewann das Derby bei den Trostberg Chiefs verdient mit 5:3. Nach einem mäßigen ersten Drittel drehten die Inzeller Puckjäger richtig auf und eroberten die Trostberger Festung in überzeugender Manier.


Zunächst erwischten die Gastgeber vor über 400 Zuschauer den besseren Start und gingen durch Lukas Feldner in Führung. Wayne Grapentine erhöhte in der 34. Minute auf 2:0. Die Inzeller sahen bereits ein »Deja vu« der 0:10-Niederlage vom Freitag in Passau auf sich zukommen. Doch Mike Johnstone und Julian Meyer sorgten zwischen der 34. und 37. Minute für das 2:2.

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Schwabl ärgern Fehler vor den Gegentoren

Wenig später brachte Wayne Grapentine in dem fairen Derby Trostberg mit 3:2 erneut in Führung. Fast mit der Pausensirene gelang Matthias Meyer das 3:3. »Schon in dieser Phase habe ich gemerkt, dass meine Mannschaft heute den unbändigen Willen hat, hier was zu holen«, meinte später Thomas Schwabl. Er bemängelte aber gleichzeitig die Fehlerquellen bei den Gegentoren.

Im letzten Drittel stellte dann Thomas Plenk die Weichen auf Sieg. Zunächst erzielte er nach einem schönen Spielzug das 4:3 und in der 50. Minute mit einem Hammer von der blauen Linie das 5:3. Dieses Tor sorgte für lange Gesichter bei den Hausherren, die nach den Freitags-Ergebnissen und ihrem Sieg gegen Reichersbeuern (7:3) favorisiert waren.

Dass die Platzherren den Gast aus Inzell nach dessen 0:10 in Passau unterschätzt hätten, wies TSV-Abteilungsleiter Stefan Feldner deutlich zurück. »Sonst wären wir ja nicht so schnell und lange vorne gewesen. Es gibt halt Tage, wo man die Leistung unbedingt bringen will, aber sie nicht auf das Eis bringt.« Überglücklich war nach dem Spiel Thomas Schwabl: »Das war extrem wichtig für mich und vor allem für die Mannschaft. Wir haben alles gegeben und ich bin überglücklich.« Besonders freute sich der Trainer über das gute Überzahlspiel seiner Puckjäger, dreimal klingelte es dabei im Kasten der Chiefs. Zum Schluss verriet Schwabl noch seine Reaktion auf das 0:10-Debakel in Passau in Hinblick auf die Vorbereitung auf das Derby.

»Ich habe da nicht viele Worte verloren. Gut, dass die Passauer vom Spiel ein Video ins Internet gestellt haben. Das haben wir analysiert und kurz über die Fehler gesprochen und uns dann auf Trostberg konzentriert.« Und mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: »Das zwischen Freitag und Sonntag war für mich iwe zwischen Himmel und Hölle.«

Trostberg Chiefs - DEC Inzell 3:5 (1:0/2:3/0:2): Tore: 1:0 (3.) Feldner; 2:0 (32.) Grapentine; 2:1 (34.) Johnstone; 2:2 (37.) Meyer; 3:2 (38.) Grapentine; 3:3 (40.) Meyer; 3:4 und 3:5 (46. und 50.) Plenk. – Strafen: Chiefs (14), DEC (10). – Zuschauer: 400. SHu

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