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»Debütanten-Ball« heute beim SV Kirchanschöring

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So wollen er und seine Teamkollegen auch in der neuen Saison den Gegnern möglichst entwischen: Dominik Waritschlager (links) vom SBC Traunstein, der mit seiner Mannschaft heute beim SV Kirchanschöring gefordert ist. (Foto: Weitz)

Zu einer Art »Debütanten-Ball« wird das heutige Testspiel zwischen dem Fußball-Landesligisten SV Kirchanschöring und dem eine Klasse tiefer angesiedelten SB Chiemgau Traunstein, das um 19 Uhr im Stadion an der Laufener Straße angepfiffen wird. Denn auf beiden Seiten ist man vor allem auf den ersten Auftritt diverser Neuzugänge gespannt.


Bei den Gästen aus der Großen Kreisstadt stehen gleich drei frühere Traunreuter im Blickpunkt: Neben dem neuen Trainer Adam Gawron, der zuletzt zwei Jahre lang in Elixhausen tätig war, sind das Waldemar Daniel, der von Union Tarsdorf (ebenfalls Österreich) gekommen ist, sowie Florian Griesbeck, der zuletzt beim TuS für Offensivstärke gesorgt hatte. Auch Stephan Popp (TSV Siegsdorf), einer von fünf derzeit im Trainingsbetrieb befindlichen Torhütern der Traunsteiner, könnte zum Einsatz kommen.

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»Wir hatten bis jetzt erst drei Trainingseinheiten«, berichtet Gawron, »die Jungs sind gut drauf, willig und neugierig, was ich auch von meiner Seite behaupten kann.« Er betont aber auch, dass es »viel zu tun« gebe. Der Grund: Man wolle auch jungen, talentierten Kickern, die zuletzt eher hinten anstanden, eine Chance geben, sich vor den Augen des neuen Trainers zu präsentieren. Erst ab dem kommenden Wochenende soll dann der aktuell etwa 30-köpfige Kader in einen 18-Mann-Kader für die Bezirksliga-Truppe und ein entsprechendes »Rest-Aufgebot« für das Kreisliga-Team aufgeteilt werden.

Dessen Trainer Robert Kranich war übrigens bei den bisherigen Einheiten noch verhindert, was Gawron das Sichten etwas erschwerte, doch dank der Präsenz und Hilfe von Abteilungschef Rainer Hörgl sei das kein großes Problem gewesen, so der Nachfolger von Franz Gruber.

Kaum taktische Zwänge

Adam Gawron, der seine Tätigkeit beim USV Elixhausen (belegte Rang fünf in der II. Klasse Nord A) sehr gut mit dem Engagement als DFB-Stützpunkt-Trainer in Bad Reichenhall in Einklang bringen konnte, möchte heute erste Erkenntnisse von seiner neuen Mannschaft (Dritter der vergangenen Bezirksliga-Saison) gewinnen. Von großartigen taktischen Zwängen werde er jedoch in »Anschöring« noch absehen. »Da sind vorerst nur Kleinigkeiten geplant«, verrät er, »wir wollen Schritt für Schritt nach vorne kommen.« Testspiel Nummer zwei ist für den SBC übrigens am 28. Juni zu Hause gegen die Bundesliga-Reserve des SV Grödig geplant.

»Wer mich kennt, der weiß, dass mich Vorbereitungsspiele ergebnistechnisch überhaupt nicht interessieren«, behauptet SVK-Übungsleiter Patrick Mölzl, der in der Vorstellung gegen Traunstein »diejenigen Dinge verfeinern möchte, die wir bisher – also letzte Saison – schon ganz gut gemacht haben.«

»Bewusst Reize gesetzt«

Mit den beiden Co-Trainern Stephan Schmidhuber und Dominik Hausner harmoniere er bestens (»Wir diskutieren immer auf Augenhöhe, auch wenn die letzte Entscheidung von mir getroffen wird«), und in der bisherigen Vorbereitungsphase seien »ganz bewusst körperliche Reize gesetzt« worden. Die Jungs hätten freilich ganz schön gestöhnt, zumal am Samstag auch eine »echte Schweine-Einheit« (so Mölzl) zu bewältigen war. Grund dafür: »Wir haben schon noch Aufholbedarf, denn körperlich waren wir nicht so stabil wie ich mir das vorstelle«, redet der SVK-Cheftrainer Klartext.

Zuversichtlich sei er, dass mit den Neuzugängen die drei Abgänge Michael Lissek (TuS Traunreut), Thomas Mooser (ESV Freilassing) und Andreas Koch (pausiert) kompensiert werden können. Hohe Erwartungen setzt Mölzl vor allem in Yasin Gürcan, der vom österreichischen Regionalliga-West-Absteiger SV Wals-Grünau zum SVK gewechselt ist. Der rechte Außenbahn-Spieler könne laut Trainer vorne und hinten eingesetzt werden und sei zweifellos eine Bereicherung für das Spiel der Gelb-Schwarzen.

Nicht ganz so hoch sind die Erwartungen in Martin Söll (SC Inzell), Tom Wentenschuh (JFG Salzachtal U 19) und »Lu« Steinmaßl (eigene Zweite Mannschaft), die sich – trotz ihres Potenzials – erst noch ans Landesliga-Klima gewöhnen müssen. Die Personalplanungen seien aber mit diesem Quartett von Neuen noch nicht unbedingt abgeschlossen, meint Mölzl.

Lob für DJK Traunstein

Seine Crew trainiert derzeit meist bei der DJK Traunstein, wo die Bedingungen hervorragend sind. »Tausend Dank! Was dort alles für uns getan wird, ist sensationell. Wir bestreiten auch am kommenden Samstag um 17 Uhr den Test gegen den TSV Waging auf dem DJK-Platz«, erklärt der SVK-Trainer. cs