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»David gegen Goliath« beim Duell in Seeon

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Holger Ganss (links), Kapitän des SV Seeon-Seebruck, empfängt mit seiner Mannschaft Spitzenreiter Teisendorf. Paul Wittmann will mit Siegsdorf gegen Kay endlich wieder siegen. (Foto: Weitz)

Die einen treten nach 14-tägiger Pause ausgeruht an, die anderen sind möglicherweise besser im Rhythmus, weil sie auch am Allerheiligen-Wochenende am Ball waren. Allein schon wegen dieser unterschiedlichen Voraussetzungen dürfte der 12. Spieltag der Fußball-Kreisliga II sehr interessant werden.


Los geht’s am heutigen Freitag um 19.30 Uhr in der SMR-Arena mit dem Duell TSV Buchbach II gegen FC Perach, wobei die abstiegsbedrohten Gäste unter dem größeren Druck stehen. Personell bieten sich womöglich auf Peracher Seite zwei zusätzliche Optionen, denn Sebastian Gzik (nach Fersenverletzung) und Markus Maier (Oberschenkelzerrung) planen ihre Rückkehr.

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TSV Siegsdorf will zurück in die Erfolgsspur

Am morgigen Samstag gehen nur zwei Partien über die Bühne: Um 14.30 Uhr hat der TSV Siegsdorf den SV Kay zu Gast und möchte nach drei Spielen ohne Sieg endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Der letzte Erfolg der Willi-Aigner-Elf datiert vom Tag der Deutschen Einheit (3:1 gegen Peterskirchen), liegt also schon mehr als einen Monat zurück.

Bei den Gästen wird wohl Spielertrainer Florian Schörgnhofer (Muskelfaserriss in der Wade) ebenso wenig auflaufen können wie Igor Sabo (Oberschenkelprobleme). Doch Schörgnhofer selbst, der die Geschicke des Teams gemeinsam mit Tom Dengel leitet, sieht das nicht als Problem: »Wir wollten sowieso ein bisschen rotieren lassen, weil wir ja einen breiten Kader haben. Damit erhoffe ich mir frischen Schwung fürs Siegsdorf-Spiel.«

Die Siegsdorfer könnten mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den Rangvierten Kay herankommen, die SVK-Kicker ihrerseits mit einem Dreier – und entsprechenden weiteren Liga-Ergebnissen – den Sprung vom drittbesten zum besten Aufsteiger und somit auf Position zwei schaffen. Auch darin liegt zweifellos ein großer Reiz dieser Begegnung.

Morgen um 16.30 Uhr wird am Töginger Wasserschloss – unmittelbar nach dem Landesliga-Derby der »Ersten« gegen den SB Chiemgau Traunstein (14.30 Uhr) – das Duell des FCT II gegen den TSV Neumarkt-St. Veit angepfiffen. Hier sind die Gäste zwar auf dem Papier als Tabellendritter der Favorit, doch die Mannen von Tögings Trainer Mario Reichenberger können an einem guten Tag jeden Gegner in dieser Liga bezwingen.

Auch die Sonntagsspiele haben es diesmal in sich. Der SV Oberteisendorf möchte in der Heimvorstellung ab 14.30 Uhr gegen den TSV Peterskirchen seine Heimbilanz (2-1-3) mit einem Sieg verbessern, die Gäste dagegen ihren ersten Auswärts-Dreier landen. »Das wird nicht leicht, in Oberteisendorf haben wir uns schon in den letzten Jahren schwergetan«, so TSV-Trainer Daniel Winklmaier, der aktiv selbst ebenso wenig dabei sein kann wie Neuzugang Florian Rudholzner (beide verletzt) und Rückkehrer Hans Irl (beruflich in Spanien).

»David gegen Goliath«, so lautet zur selben Anstoßzeit das Duell zwischen Schlusslicht SV Seeon/Seebruck und Liga-Primus TSV Teisendorf. Der Vorteil der Hausherren könnte vielleicht darin liegen, dass die Gäste etwas ersatzgeschwächt antreten müssen: Christoph Mitterauer ist gesperrt, Michi Sorre und Tobias Mayer drohen verletzungsbedingt auszufallen. Dafür kehrt Regensburg-Student Manfred Reiter ins Team zurück.

»Aufgefüllt wird der Kader mit Spielern aus der 1b«, so Gäste-Trainer Sepp Aschauer, der seine Jungs davor warnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. »Die Seeoner verlieren immer knapp. Für mich sind wichtige Anhaltspunkte, dass sie gegen Saaldorf 1:1 gespielt haben und insgesamt nur drei Tore weniger geschossen haben als wir.« Sollte seine Truppe jedoch »den Siegeswillen aus dem Schönau-Spiel mitnehmen«, meint Aschauer, dann sei auch in der SVS-Arena etwas zu holen.

Hausherren-Trainer Ralf Rößler beklagt zwar die aktuelle Punkteausbeute von nur insgesamt 6 Zählern, sieht jedoch trotzdem Licht am Ende des Tunnels: »In den letzten drei Spielen konnten wir unsere Leistung steigern«, was positiv sei. »Wir spielen zwar gegen den Tabellenführer, der einen famosen Start hingelegt hat. Wenn wir aber an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen und uns Chancen erarbeiten, dann können wir auch gegen ein Spitzenteam bestehen«, gibt sich Rößler optimistisch.

Optimismus herrscht auch im Lager des SV Saaldorf und TSV Bad Reichenhall, die am Sonntag um 14.30 Uhr im Derby die Klingen kreuzen. »Beim 1:0-Sieg in Neumarkt haben wir eine gute Mannschafts-Leistung abgeliefert«, freut sich SVS-Trainer »Hias« Rehrl, dessen Team als Zweiter nur drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Teisendorf aufweist – und diese bärenstarke Position mit einem Dreier gegen die Kurstädter festigen möchte. Gerade die Kompaktheit, die auch Gäste-Trainer Michi Schlagintweit bei den Saaldorfern erkannt hat (»Eine Mannschaft, die mich als Kollektiv beeindruckt«), sei »unheimlich wichtig«, so Rehrl, wobei er vergangene Woche ein Sonderlob für Defensivmann Felix Großschädl übrig hatte.

Bad Reichenhall hat wieder mehr Personal

Trotz der leichten Außenseiterrolle, in der sich die siebtplatzierten Reichenhaller befinden, »ist ein Punkt unser Ziel«, betont Schlagintweit, »wir wollen heuer aus den letzten drei Spielen noch sieben Zähler holen.« Diese ambitionierte Aussage des TSV-Chefanweisers hängt auch damit zusammen, dass die Personalsituation aktuell wieder besser ist als noch vor ein paar Wochen. So sind Viktor Kastner, Michi Kantsperger (beide nach Verletzungen) ebenso wieder dabei wie Simon Sirtl, der beruflich bedingt gefehlt hatte. Dieses Trio war zuletzt auch schon wieder teilweise mit von der Partie.

Die Landesliga-Reserve des SB Chiemgau Traunstein erwartet am Sonntag um 15 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark die SG Schönau. Die Königsseer mussten nach sechs Spielen ohne Niederlage zuletzt ein 1:2 in Teisendorf »schlucken«, dennoch scheint sich die Crew von Trainer Andreas Wessels auf dem richtigen Weg zu befinden. Beim SBC II stimmen die Ergebnisse nach wie vor nur bedingt, doch von den letzten vier Auftritten setzten die Schützlinge von Bernd Ober auch nur einen in den Sand. Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt leben also auch in Traunstein noch. cs/sts