weather-image
20°

Das Ziel: »Den Verein vereinen«

0.0
0.0

Der TSV Stein/St. Georgen steht finanziell auf sehr soliden Beinen, musste aber im vergangenen Jahr einen Mitgliederrückgang verzeichnen. Vorsitzender Frank Maier forderte in der Jahreshauptversammlung alle Mitglieder auf, sich im Verein einzubringen und das Ziel »den Verein vereinen« weiter zu verfolgen. Für besondere sportliche Erfolge und für langjährige Treue zum Verein konnte er zahlreiche Mitglieder ehren.


Im Jahr 2012 nahm der TSV Stein/St. Georgen die umfangreiche Sanierung des 30 Jahre alten Vereinsheims in der Irsinger Au in Angriff. Die Fassade wurde in den Vereinsfarben weiß und blau gestrichen, die Duschen erneuert, neue Kühlgeräte für die Küche angeschafft, eine moderne Medienanlage eingerichtet und am Sportplatz sechs Flutlichtmasten erneuert. Heuer stehen weitere Arbeiten am Vereinsheim an. Die Türen werden ausgewechselt und die Duschräume neu gefliest. Eventuell angedacht sind auch eine Erweiterung der Flutlichtanlage bei den Tennisplätzen, die Realisierung eines Beachvolleyballplatzes und die Anschaffung eines Kaminofens für das Vereinsheim.

Anzeige

Fußballleiter Max Grafetstetter erkundigte sich nach den Planungen für einen Kunstrasenplatz. Laut Frank Maier könnte ein Kunstrasenplatz in Kleinfeldgröße gebaut werden, das nötige Geld dafür wäre vorhanden. Dafür bräuchte er allerdings ein Organisationsteam, das sich dieses Projektes annähme. Für einen Kunstrasenplatz in Großfeldgröße fehlt dem Verein der Platz, da die Verhältnisse in der Irsinger Au sehr begrenzt und Erweiterungen nicht möglich sind.

2014 wird der TSV 50. Der Verein plant aus diesem Anlass ein Festwochenende vom 25. bis 27. Juli 2014.

Zum Jahresende 2012 hatte der TSV 801 Mitglieder, im Jahr 2011 waren es noch 831. Sorgen bereiten Frank Maier dabei vor allem die Austritte von passiven Mitgliedern, die durch ihren Beitrag den sportlichen Betrieb aufrechterhalten. Aufgegeben werden mussten im Herbst das Kinderturnen mangels Betreuerin und die Skigymnastik mangels Teilnehmer. Der im Vorjahr eingeführte monatliche Stammtisch an jedem ersten Donnerstag könnte nach Ansicht von Frank Maier noch besser besucht sein. Hier sei eine sehr gute Möglichkeit, anstehende Fragen rund um den Verein auszudiskutieren und neue Ideen einzubringen. Er forderte alle Mitglieder auf, sich vermehrt für den Verein einzusetzen und nicht alles dem fünfköpfigen Vorstandsteam zu überlassen.

Noch immer fehlt in der Vorstandschaft ein »Leiter Sport«, der für die Mitgliederpflege, für Ehrungen, Hallenbelegungspläne, Terminkoordination und andere Aufgaben dringend gesucht werde. Außerdem seien die Posten »Pressewart«, »Leiter Breitensport« und »Leiter Vereinsheim« nach wie vor unbesetzt. Frank Maier dazu: »Das ist ein Riesenproblem für uns, weil die anfallende Arbeit auf unseren kleinen Kreis verteilt werden muss.« Die Vermietung des Vereinsheimes an Externe sei aus diesem Grund eingestellt worden, weil damit zu viel Arbeit verbunden war.

Christian Lehr gab in seinem Kassenbericht bekannt, dass das Jahr 2012 mit einem Minus abschloss. Dies sei aber nur aufgrund der umfangreichen Sanierungsarbeiten entstanden. Für diese notwendigen Arbeiten habe man schon zuvor gespart und sie aus den Rücklagen finanzieren können. »Wir haben noch immer ausreichend Rücklagen für die weiteren geplanten Maßnahmen. Der Verein steht sehr solide da«, so das Fazit des Finanzleiters.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden herausragende Sportler für ihre Erfolge im Jahr 2012 geehrt. Hedi Mittermaier, einzige verbliebene Bogenschützin des Vereins, erhielt eine Auszeichnung in Gold für ihre sehr guten Platzierungen auf bayerischer und deutscher Ebene. Stockschütze Korbinian Pichler wurde geehrt für seine guten Plätze im Weitschießen. Klaus Kellner hat mehr als 250 Fußballspiele für den TSV absolviert und Matthias Wimmer mehr als 500 Spiele.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft im TSV gab es Ehrungen für folgende Personen: Christel Steger, Klara Lausmann, Werner Seehuber, Gerlinde Freutsmiedl, Rita Pöppel und Helga Kiehl (30 Jahre); Ingrid und Friedrich Paul, Liane Huber, Theresia Mörtl, Regina Daxenberger, Rosa Kollmannsberger, Detlef Schweig, Luitgard Magg, Christl Piehler, Maria Nerb, Werner Fischer, Alois Pöppel und Michael Gröbner (35 Jahre); Armin Thaller, Ulrike Brüderl, Gottfried Putz, Hermann Burghartswieser, Georg Gröbner und Frieda Hausbacher (40 Jahre).

Sportreferent Manfred Nord dankte dem Verein im Namen der Stadt für seine Arbeit, »die ist nicht hoch genug zu schätzen«, und gratulierte allen erfolgreichen Sportlern. Bei der Sportlerehrung der Stadt Traunreut am 19. April werde er die TSV-Sportler nochmals ehren.

Reinhold Steinberger von der Schlossbrauerei Stein lobte den Verein für die stets gute Zusammenarbeit und betonte, dass die Brauerei auch weiterhin die traditionellen Turniere der Stockschützen und Fußballer unterstützen werde. mix