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»Das wird ein schönes Spiel«: Verfolgerduell beim SC Inzell

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Er ist mit seiner Mannschaft im Verfolgerduell gegen den SVO gefordert: Inzells Offensivspieler Andreas Panitz. (Foto: Wukits)

Wer wird »Herbstmeister« der Fußball-Kreisklasse IV? Dies ist die Frage vor dem 13. und damit letzten Spieltag der Vorrunde. Die beste Ausgangsposition hat der BSC Surheim (1./31 Punkte), der gegen den ASV Piding (4./20) Heimrecht hat, während Verfolger SC Inzell (2./28) im Ludwig-Schwabl-Sportpark auf den SV Oberteisendorf (3./21) trifft. Das weitere Feld ist bislang weit hinter dem Führungsduo zurück, hofft aber, dass dieses in den noch je vier angesetzten Begegnungen vor der Winterpause vielleicht noch etwas »Federn« lässt.


Genug »Federn« haben die zwei Mannschaften gelassen, die sich zur Eröffnung des Spieltags am Samstag um 13.45 Uhr gegenüberstehen: Gastgeber ESV Freilassing II (13./7) steht auf einem der zwei direkten Abstiegsplätze, Gast SB Chiemgau Traunstein II (12./10) auf dem Abstiegs-Relegationsplatz.

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Die personell arg gebeutelten Traunsteiner sind seit acht Spielen ohne Sieg, in den letzten sechs Partien gab es nur einen einzigen Punktgewinn. Aber: Fast immer waren die Kreisstädter immer dicht dran an einem Erfolgserlebnis – so auch beim jüngsten 3:4 gegen den TSV Fridolfing, als man sogar mit 3:2 geführt hatte.

Genau hier liege das Problem, so Trainer Gerry Straßhofer: »Wir spielen oft gut, schaffen es aber nicht ganz, die Konzentration über die gesamten 90 Minuten hochzuhalten. In den entscheidenden Situationen sind wir manchmal zu grün.« Immerhin bekomme seine junge Mannschaft aber nun mit der Rückkehr von Felix Maaßen und Tobias Berz »wieder mehr Erfahrung ins Team, ich hoffe, dass sie schon auch entscheidende Akzente setzen können.«

»Wir lechzen schon nach einem Sieg«

Schließlich sei es »mal wieder Zeit für einen Sieg, wir lechzen schon danach.« Personell gibt es noch eine weitere Hoffnung: »Maxi Fenninger ist zumindest wieder im Training dabei – ob er allerdings vor dem Winter noch einmal eingesetzt werden kann, ist fraglich.«

Gleich vier Begegnungen stehen am Samstag um 15 Uhr an – auch diejenigen der zwei Spitzenteams. Im Fernduell mit Inzell will der BSC Surheim gegen den ASV Piding seine Spitzenposition wahren. Allerdings sollte der BSC vor dem Team um die Torjäger Peter (15 Tore) und Hans Freimanner (10) gewarnt sein: Die ASV-Kicker holten bei sechs Auswärtsauftritten schon vier Siege.

Den Anschluss halten – oder im Falle eines Surheimer Ausrutschers vorbeiziehen – möchte der SC Inzell. Die Schützlinge von Jürgen Biermaier und Georg Dumberger weisen eine makellose Heimbilanz (6-0-0 bei 28:5 Toren) auf. Doch gegen den SV Oberteisendorf ist Vorsicht geboten: Die Spieler von Trainer Andi Horner holten aus den vergangenen vier Partien zehn Zähler.

Die Inzeller wollen wieder versuchen, ihre treffsicheren Angreifer Fabian Zeidler (18 Saisontore) und Michel Hernandez (13) sowie Andreas Panitz (7) gut in Szene zu setzen. »Das wird ein schönes Spiel, Zweiter gegen Dritter«, freut sich Jürgen Biermaier, der mit SVO-Trainer Andi Horner ja als Aktiver eine Saison gemeinsam beim FC Traunstein gespielt hatte. »Das ist ein netter Kerl, und er leistet dort auch richtig gute Arbeit«, zeigt er großen Respekt. Trotzdem soll natürlich ein Heimsieg her, zumal seine Mannschaft wieder gut aufgestellt sei. »Ich denke, dass diesmal auch die Tagesform oder ein wenig das Glück entscheidet.«

Um gute Platzierungen im Mittelfeld kämpfen die Mannschaften, die zur gleichen Stunde in Anger gefordert sind: Der SC Anger (8./18) und Gast ASV Grassau (7./19). Der SCA setzte auf seine bärenstarke Heimbilanz (5-1-1), der ASV Grassau feierte in seinen vergangenen zwei Auswärtsspielen jeweils Siege.

An diesem Samstag um 15 Uhr hofft der TSV Fridolfing (6./19), seine mäßige Heimbilanz (2-0-3) gegen Schlusslicht TSV Berchtesgaden (14./6) auszugleichen. Trainer Bernhard Zeif ist zunächst einmal erleichtert über den »enorm wichtigen Auswärtsdreier der vergangenen Woche beim SBC Traunstein II. Das war glücklich, aber auch nicht unverdient gegen sehr junge, aber starke Straßhofer-Schützlinge«, blickt er zurück. So konnte man sich von der Abstiegszone deutlich entfernen – und will nun gegen Berchtesgaden »nachlegen«.

Dominik Otter fällt verletzt aus

Zur ohnehin schon angespannten Personalsituation kommt jetzt auch noch Dominik Otters Ausfall mit Kreuzbandriss, zudem ist diesmal Seppi Pallauf (Urlaub) ebenfalls nicht am Start. So gilt es für die verbleibenden Akteure, »Berchtesgaden auf keinen Fall zu unterschätzen«, mahnt Zeif. Er erwartet ein enges und stark umkämpftes Duell. Unabhängig vom Ergebnis aber gelte: »Wir müssen jedoch versuchen, uns von Spiel zu Spiel auch spielerisch zu verbessern.«

Im Ruhpoldinger Waldstadion empfängt der SVR (9./13) am Samstag um 16 Uhr den SV Kirchanschöring II, der jüngst mit seinem 3:0-Erfolg über den SC Inzell für Aufsehen sorgte. Alle drei Treffer hatte dabei Routinier Gerhard Feil für den SVK II erzielt.

Er gehört damit neben Pape Fall, Marcel Erlinger und Johannes Maierhofer zu den insgesamt vier SVK-Spielern, die bislang je vier Saisontore auf dem Konto haben.

Die Ruhpoldinger ihrerseits verloren zuletzt zweimal mit 1:3, obwohl sie nicht unbedingt die schwächere Mannschaft waren. Das große Manko war bei den personell gebeutelten Ruhpoldingern die mangelnde Torgefährlichkeit. Gelingt es den Schützlingen von Trainer Markus Burgstaller, sich hier zu verbessern, ist auch gegen den starken SVK II etwas drin.

Ein Kellerduell beschließt den 13. Spieltag: Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der SC Vachendorf (11./12) den FC Bischofswiesen (10./13). Die Vachendorfer holten aus den vergangen vier Partien zehn Zähler – gelänge ihnen ein weiterer Erfolg, könnten sie beruhigt in die Rückrunde gehen. Bei den Bischofswiesern glänzten zuletzt die Routiniers Sebastian Parma und Sebastian Vorberg.

Ob mit oder ohne dieses Duo: »Bischofswiesen hat eine gute Grundordnung im Spiel, das wird eine schwere Angelegenheit«, weiß SCV-Trainer Markus Gastager. Nach der jüngsten Erfolgsserie könne sein Team selbstbewusst auftreten. Dennoch sei klar: »Wir brauchen momentan alle Punkte im Abstiegskampf – und da sind die Heimspiele deshalb umso wichtiger ...« who