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»Das werden attraktive Wettkämpfe«

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Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler, der auch Präsident des Weltcup-Organisationskomitees ist, fiebert dem zweiten Weltcup in Ruhpolding entgegen. (Foto: Weitz)

Der erste Teil der »Mini-Weltmeisterschaft« – mit zwei Weltcups – hintereinander ist bereits absolviert, ab dem heutigen Mittwoch geht es in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena mit dem zweiten Teil weiter. Jetzt steht der »eigentliche« Ruhpoldinger Weltcup in der Biathlon-Hochburg auf dem Programm.


Und nachdem man schon mit dem ersten Teil sowohl sportlich als auch organisatorisch zufrieden sein konnte, soll es nun zumindest im Hinblick auf die Zuschauerzahlen sogar noch eine Steigerung geben. Am heutigen Mittwoch (Herren/Start 14.15 Uhr) und am morgigen Donnerstag (Damen/14.15 Uhr) stehen zunächst einmal zwei Wettkämpfe im Einzellauf auf dem Programm.

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»Und die stehen völlig zu Unrecht im Ruf, nicht so attraktiv zu sein«, so Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler. Der Präsident des Weltcup-Organisationskomitees führt gleich mehrere Gründe an, die für diese Wettkampfform sprechen. Zum einen »sind die Laufzeiten heutzutage so, dass es ohnehin Schlag auf Schlag geht.« Für die Zuschauer sei der Wettkampf auch deshalb interessant, »weil die Sportler ja viermal zum Schießstand kommen.« Im Sprint ist dies ja nur zweimal der Fall.

Es seien harte Kämpfe und voller Einsatz der Athleten zu erwarten, denn: »In der Weltcup-Saison gibt es nur wenige Einzelläufe. Daher geht es hier in Ruhpolding darum, sich in dieser Disziplin möglichst für die Weltmeisterschaften im März zu qualifizieren.«

Nach den Einzelläufen beim Weltcup-Auftakt in Östersund (Schweden) bietet Ruhpolding sogar schon die letzte Gelegenheit, sich für die Rennen über 19,8 (Herren) beziehungsweise 15 Kilometer (Damen) zu empfehlen. In Östersund gelang dies bei den Damen am besten Franziska Hildebrand mit dem 10. Platz sowie bei den Herren Simon Schempp (2.) und dem Schlechinger Andreas Birnbacher (12.).

Zwei Lauf-Runden vor dem ersten Schießen

Übrigens: In Ruhpolding ist die Herren-Strecke diesmal nur 19,8 km lang. Statt der üblichen 5 x 4 Kilometer werden 6 x 3,3 Kilometer gelaufen. Noch ungewöhnlicher allerdings ist, dass die Skijäger vor dem ersten Schießen gleich 6,6 Kilometer, also zwei Runden, zurücklegen müssen.

Neben den schon bisher guten Leistungen der deutschen Sportler hegt Pichler noch aus einem anderen Grund Hoffnung auf sportliche Erfolge: »Die deutschen Sportler waren gerade bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen im Einzellauf sehr häufig ganz vorn dabei.«

Und nicht nur das: In Ruhpolding hatten in der ersten Woche die Damen gleich mit drei Siegen vorgelegt, die Herren hatten zumindest mehrere vordere Platzierungen erreicht.

Kühn ist läuferisch auf einem sehr hohen Niveau

Das wollen die deutschen Herren auch am heutigen Mittwoch tun: Vor heimischem Publikum möchte auch der aus dem IBU-Cup aufgerückte Tüßlinger Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) beweisen, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Dabei wäre gerade im schießlastigen Einzellauf eine gute Treffsicherheit wichtig, denn läuferisch ist Kühn ohnehin auf sehr hohem Niveau.

Groß ist beim Weltcup-OK auch die Freude über die Schneefälle, die am gestrigen Dienstag einsetzten. Bislang waren ja die Strecken zwar in hervorragendem Zustand, aber das Umfeld war zum Großteil nur vom natürlichen Weiß »überzuckert«. Die neuen Niederschläge brächten »den winterlichen Charakter der Veranstaltung noch besser herein«, betont der OK-Präsident. Nun freuen sich Pichler, aber auch die Fans auf die weiteren Wettbewerbe. Schon die Zuschauerresonanz beim ersten, von Oberhof übernommenen Weltcup sei sehr erfreulich gewesen, »aber natürlich müssen wir hier noch zulegen.« Die Aussichten dafür stünden gut, schließlich habe er, so Pichler, »auch im Dorf schon eine noch größere Begeisterung »als in der Woche zuvor gespürt.« Ab heute soll sich die Begeisterung nun auch auf den Rängen noch deutlicher zeigen – gute Platzierungen der deutschen Biathleten wären dabei durchaus hilfreich ... who