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»Das war halt einfach Kirchanschöring heute«

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Einen Spielertypen wie ihn hätte auch Ismanings Trainer Rainer Elfinger gerne in seinen Reihen gehabt: Kirchanschörings Tobias Schild, der mit einem Treffer zum Auswärtssieg des SVK beitrug. (Foto: Butzhammer)

Große Erleichterung beim SV Kirchanschöring: Der SVK feierte einen 2:0-Erfolg beim FC Ismaning und schaffte damit den Anschluss ans untere Mittelfeld der Tabelle.


Vor 125 Zuschauern gewannen die Gelb-Schwarzen im Professor-Erich-Greipl-Stadion in Ismaning mit 2:0 und holten ihren zweiten Auswärtsdreier.

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»Komplett verschlafen« habe sein Team die erste Halbzeit, kritisierte Ismanings Trainer Rainer Elfinger. »Vier bis fünf Spieler« hätte er auswechseln können, meinte er. Der ein oder andere habe wohl »das Spiel unterschätzt«.

Und das, obwohl klar gewesen sei, dass der Gegner mit dem Rücken zur Wand stehe und daher großen Einsatz zeigen würde. Dagegen lobte er die Gäste: Die Elf von Yunus Karayün sei effektiv gewesen, während seine Elf nur »Halbchancen« gehabt habe. Ihm würden einfach »Typen wie Tobias Schild« fehlen, so der FCI-Trainer.

Den hatten dafür die Gäste zu bieten. Und so freute sich ein glücklich strahlendes SVK-Trainer-Team um Yunus Karayün, Co-Trainer Harry Gruber und Torwarttrainer Georg Bobenstetter. Dieser betonte: »Das war halt Kirchanschöring heute«. Erleichtert, aber nicht zu sehr überrascht zeigte sich Karayün: Wie vor jedem Spiel hätten sich Mannschaft und Trainer gut vorbereitet. »und irgendwann musste ja der Knoten platzen.« Dass das in Ismaning passierte, »darüber sind wir glücklich und in einer gewissen Weise auch erleichtert«, so der Spielertrainer.

Dabei schien zu Beginn das Glück erneut nicht auf SVK-Seite zu sein. Max Vogl donnerte in der 7. Minute von rechts einen Ball auf das Ismaninger Gehäuse, FCI-Torwart Sebastian Fritz konnte das Leder nur nach vorne abprallen lassen, doch der Nachschuss landete – wie in den vergangenen Wochen so häufig – am Pfosten und dann im Aus. Doch schon eine Minute später klingelte es im Kasten: Nach einem weiten Fritz-Abschlag kam der Ball aus dem Mittelfeld prompt zurück in die FCI-Abwehrreihen, Tobias Schild war schnell und schob das Leder zum 0:1 links unten ein (8. Minute). Ismaning zeigte seine Stärken bei einem Fallrückzieher von Mijo Stijepic, der jedoch knapp links das Kreuzeck verfehlte.

Dann das 2:0 für den SVK: Ecke von links durch Yunus Karayün, am vorderen Fünfmetereck schraubte sich Kapitän Albert Eder in die Höhe und wuchtete das Leder ins lange Eck zum 2:0 (19.). Da war die Erleichterung im SVK-Lager förmlich zu spüren.

Als kurz darauf Schild erneut nur knapp links am Tor vorbeischoss, wäre der dritte Treffer möglich gewesen. Die SVK-Abwehr um Eder, Tobias Sandner, Max Sturm und Sahin Karayün stand hingegen sicher, ließ kaum gefährliche Szenen zu. Wenn die Hausherren kombinierten, war ein Abwehrbein dazwischen, wie in der 35. Minute, als Sandner gegen Stijepic klärte.

Nach der Pause drückte Ismaning, Manuel Ring wurde geblockt (49.) und fand kurz darauf in Lukas Hoyer seinen Meister (55.). Zwei Minuten später zappelte das Leder nach einem Freistoß von rechts im SVK-Netz, doch das Schiedsrichter-Gespann entschied unter lautstarken Protesten des FCI auf Abseits. In der 69. Minute eine ebenso fragwürdige Entscheidung gegen den SVK, Eder versenkte per Kopf das Leder im Tor, aber mit einem »Stürmerfoul«.

Als kurz vor Schluss Daniel Webers Flugkopfball über das SVK-Tor flog, gab es minutenlang Standing Ovations vom mitgereisten SVK-Anhang. Nach dem Schlusspfiff lagen sich Mannschaft und Trainer jubelnd in den Armen.

FC Ismaning: Fritz, Oyewoie, Siedlitzki, Siebald, Soave (83. Auerweck), Stijepic, Fischer, Weber (39. Beck), Killer, Kubina, Aygün (46. Ring).

SV Kirchanschöring: Hoyer, Sahin Karayün, Eder (79. Köck), Yunus Karayün, Sandner, Vogl (63. Gürcan), Eimannsberger, Hofmann, Schild, Sturm, Jung (87. Buxmann).

Tore: 0:1 Schild (8.), 0:2 Eder (19.).

Zuschauer: 125.

Schiedsrichter: Florian Wernz (Landsberg am Lech).

mw

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