weather-image
22°

»Das war ein hartes Stück Arbeit«

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Der Großteil der Konkurrenten musste hinter ihm bleiben: Seppi Sticht (Startnummer 312).

Eine starke Leistung bot der gebürtige Chieminger Seppi Sticht bei der italienischen Kart-Meisterschaft in Adria (nähe Venedig). Trotz der unfairen Fahrweise eines Kontrahenten landete der inzwischen in Trostberg lebende Fahrer letztlich auf dem dritten Rang. Dabei zeigte er eine sehenswerte Aufholjagd.


Die »Vortex-Rok-Rennserie« trägt in Italien in den Regionen »Mitte, Nord und Süd« ihre Rennen aus. Beim »Italian Super Rok Final« dann treffen sich die besten Piloten aller Regionen, wodurch der insgesamt beste Fahrer ermittelt werden soll.

Anzeige

Im 31-köpfigen Teilnehmerfeld mit Fahrern aus fünf verschiedenen Nationen landete Sticht im Zeittraining auf dem elften Rang. »Wir müssen noch ein paar Kleinigkeiten ändern«, zeigte er sich nach dem ersten Schlagabtausch ein wenig enttäuscht.

In den beiden Vorläufen musste er jeweils von der sechsten Reihe – Startplatz elf – losfahren und belegte die Positionen fünf und sechs. Dadurch erreichte er den vierten Startplatz für das 15-ründige Prefinale. Hier kam der Tonykart-Pilot mit einem super Start als Zweiter in der ersten Runde zurück, jedoch wurde er in der zweiten Runde unfair von einem Konkurrenten »abgeräumt«.

»Ich hatte ein richtig gutes Gefühl für das Rennen, doch ist mir ein Konkurrent völlig unnötig seitlich über mein Kart gefahren«, ärgert sich Sticht. Die Folge: Die Lenksäule und die Spurstangen waren verbogen, zudem fiel der Trostberger durch den Crash ans Ende des Feldes zurück. Doch mit beeindruckendem Kampfgeist fuhr er trotz der Beschädigung seines Karts noch bis auf den achten Platz nach vorne.

Im Finale über 20 Runden gelang Sticht abermals ein guter Start. Er konnte sich mit mehrmals schnellster Rennrunde für Position um Position nach vorne arbeiten. Die ersten Drei hatten sich aber bereits um einige Sekunden vom Feld abgesetzt. Doch gelang es Sticht, den Anschluss an den Zweiten und Drittplatzierten herzustellen. In der vorletzten Runde bremste er den Drittplatzierten am Ende der Start/Ziel-Geraden bei einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometer aus und machte nun Jagd auf den Zweiten. Doch ging sich das Überholmanöver in der letzten Runde nicht mehr aus und Sticht kam knapp hinter dem Zweiten ins Ziel.

Ganz vorn lag Leonardo Lorandi (Italien), der auch in allen Qualifikationen gewonnen hatte. Mit 2,207 Sekunden Rückstand folgte Lorandis Landsmann Riccardo Cinti auf Rang 2. Stichts Rückstand auf den Sieger betrug 2,492 Sekunden, auch der viertplatzierte Michele Imberti (+ 2,670) folgte dicht dahinter. Fünfter wurde Alessandro Vantini mit 6,923 Sekunden Rückstand auf den Ersten.

»Das war wirklich ein hartes Stück Arbeit, vor allem mit dem Unfall im Prefinale. Jedoch bin ich mit dem dritten Platz im Finale sehr zufrieden«, zieht Sticht Bilanz. Dass er im Finale mehrmals die schnellste Rennrunde gefahren war, habe ihm gezeigt: »Da wäre ein Sieg definitiv möglich gewesen.« Ein großes Lob sprach der Kartrennfahrer auch seinem Motoren-Tuner Marc Marcelet (M.M. Racing), meinem Mechaniker Florian Schinko »und vor allem meinen Eltern für die tolle Unterstützung« aus. who