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»Das war ein Fortschritt«

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Er lieferte sich mit seinen Konkurrenten wieder harte Rad-an-Rad-Duelle· Günther Bauer (vorn). (Foto: Weitz)

Gute Veranstaltung – weniger gutes Eis: Das prägte den Champions-Cup im Eisspeedway, der in St. Johann/Pongau ausgetragen wurde. »Im Eis waren teilweise tiefe Löcher, das ist schade, weil es sonst eine tolle Veranstaltung ist«, bedauerte Stefan Pletschacher (MSC Ruhpolding).


Daher gingen der 34-Jährige und seine Kollegen vor über 5000 Zuschauern auch nicht volles Risiko ein. Unter den zwölf (statt 16 Piloten) setzten sich aber dennoch die Favoriten durch: Im A-Finale der vier Punktbesten gewann Eduard Krysow vor WM-Spitzenreiter Daniil Iwanow (beide Russland), Franz Zorn (Saalfelden) sowie Stefan Svensson (Schweden).

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Das B-Finale entschied der Schlechinger Günther Bauer zu seinen Gunsten und wurde somit Fünfter. »Das Eis war am Anfang recht weich, aber allmählich ist es dann besser geworden«, so der 41-Jährige, der aber beinahe ein »Opfer« der Verhältnisse geworden wäre. »Im ersten Lauf hatte ich eine Runde lang einen schönen Kampf mit Iwanow, dann bin ich in ein Loch gefahren und der Fuß ist unter den Reifen gekommen. Da habe ich Glück gehabt, dass nicht mehr passiert ist«, zeigt er sich erleichtert. Dennoch wäre der Einzug ins A-Finale locker möglich gewesen, »aber dann habe ich einen Anfängerfehler gemacht. Ich habe klar vor Svensson geführt und mich in der letzten Kurve umgedreht. Ich habe gesehen, dass der Abstand groß ist und wollte auf Sicherheit gehen und außen durchfahren. Dann ist er mir auf der Start- und Zielgerade noch innen vorbeigefahren«, bedauert Bauer. Im B-Finale gewann er aber, es folgten Grzegorz Knapp (Polen), Rene Stellingwerf und Sven Holstein (Niederlande). Insgesamt gesehen »war das ein Fortschritt gegenüber zuletzt. Aber erst in Berlin wird sich genauer zeigen, was das wert ist«, blickt er auf das kommende Wochenende voraus.

Im C-Finale ließ Pletschacher die Konkurrenz hinter sich und wurde Neunter. Recht glücklich war er dennoch nicht. »So ein Rennen bringt einem wenig, man kann nicht richtig attackieren und auch das Material nicht richtig testen.« Er ist sich aber sicher: »Momentan werden wir ein wenig unter Wert geschlagen. Aber Günther und ich sind gut drauf, und bei mir funktionieren die Starts hervorragend.«

Dies macht ihn optimistisch für den weiteren Saisonverlauf. Am kommenden Wochenende steht in Berlin die Ice Challenge an, dann folgen drei Wochenenden im Grand Prix – darunter das »Heimspiel« in der Inzeller Max-Aicher-Arena (16./17. März).

Hier wollen Bauer und Pletschacher dann versuchen, gegen die harte Konkurrenz gut zu bestehen. Die Qualität des Eises jedenfalls wird dann hervorragend sein ... who