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»Das war Balsam für die Seele«

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Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt zeigte in Maxdorf ein starkes Rennen und holte sich über die Mitteldistanz souverän den Sieg. (Foto: Erhardt)

Zweites Rennen im Rhein-Neckar-Cup in diesem Jahr, zweiter Auftritt für Julian Erhardt in dieser Serie – und was für einer! Nach seinem zweiten Platz in Mußbach über die Sprintdistanz siegte der Überseer Profi-Triathlet in Maxdorf. Dabei ging es diesmal für die Athleten über die Mitteldistanz (2 Kilometer Schwimmen, 85 Kilometer Radfahren, 20 Kilometer Laufen). »Das war Balsam für die Seele nach dem letzten Wochenende und viel Motivation für die kommenden Wochen«, freute sich Julian Erhardt über seinen Erfolg in 3:53:20 Stunden.


In der Gesamtwertung des Rhein-Neckar-Cups hat der Vorjahressieger damit jetzt auch wieder die Führung übernommen. »Und jetzt freue ich mich schon sehr auf mein Heimrennen, dem Eberl-Chiemsee-Triathlon«, hob er hervor. »Bis dahin geht es im Training jetzt nochmals um den letzten Feinschliff.«

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Erhardt war vor dem ersten Rennen in Mußbach ja schwer mit dem Rad gestürzt (wir berichteten), er ging aber trotzdem an den Start und musste sich am Ende mit Platz zwei zufrieden geben. Frederik Henes (TV Mengen) konnte Erhardt noch kurz vor dem Ziel abfangen, nachdem sich dieser übergeben musste.

Auch die Tage vor dem Bewerb in Maxdorf war für Erhardt aufgrund seines Sturzes weiter Erholung und Regeneration angesagt. »Es wurde aber von Tag zu Tag besser, gerade was die Schürfwunden angeht. Nur die Prellung in der Schulter bereitet mir bis heute noch Probleme.« Dennoch lief das letzten Training vor dem Mitteldistanz-Rennen gut. Und so gab es für Erhardt nur ein Ziel vor dem Start – und zwar »besser abzuschneiden als meine Startnummer, die zwei«.

Der Überseer zog beim Schwimmen sein eigenes Tempo durch und konnte so mit einer guten und gleichmäßigen Schwimmleistung in einer vierköpfigen Spitzengruppe in die Wechselzone laufen. »Der Wechsel klappte prima«, freute er sich. Und so ging er als Führender auf die anspruchsvolle Radstrecke.

Dabei waren 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Erhardt lieferte sich auf der Radstrecke dann ein Duell mit Malte Plappert (Tri-Team Heuchelberg). Am Berg ergriff Plappert immer wieder die Initiative, bergab und im Flachen war eher Erhardt vorne.

Der Überseer ging schließlich mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Plappert auf die Laufstrecke. »Nach einer von drei zu laufenden Runden hatte ich 30 Sekunden Vorsprung auf Malte«, berichtete Erhardt. Von hinten schloss noch Mußbach-Sieger Frederik Henes auf. »Fredrik kam nach zwei Runden bis auf knapp zwei Minuten an mich heran. Glücklicherweise hatte ich mir mein Rennen beim Laufen gut eingeteilt und konnte in der letzten Runde noch einmal zulegen«, freute sich Julian Erhardt. »Und so konnte ich am Ende überglücklich mit 2:11 Minuten Vorsprung vor Fredrik und 4:29 Minuten vor Malte das Rennen gewinnen!«

Das nächste Rennen im Rahmen des Rhein-Neckar-Cups ist der »RömerMan« in Ladenburg am 20. Juli. Für Spannung bleibt gesorgt: Denn neben Erhardt wollen auch Henes und Plappert in der Gesamtwertung des Cups vorne mitmischen! SB