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»Das tut weh und ist auch ärgerlich«

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Er nahm in dieser Szene Maß, traf aber nicht ins Tor: Wagings Bernhard Mühlbacher (links), hier gegen den Kolbermoorer Florian Ludwig. (Foto: Wirth)

Der TSV Waging hat in der Fußball-Bezirksliga Ost beim 1:2 vor heimischer Kulisse gegen den SV/DJK Kolbermoor eine weitere absolut vermeidbare Niederlage hinnehmen müssen. Die Gäste waren mit drei Niederlagen am Stück angereist und präsentierten sich auch anfällig. Am Ende reichte es aber trotzdem zum Sieg für die Truppe von Jochen Reil, der danach gestand, dass der Erfolg zwar wenig verdient war, aber wie so oft interessiert das im Fußball eben keinen. Dementsprechend geknickt erlebte man die Hausherren im Anschluss.


»Das ist sehr, sehr bitter. Kolbermoor wäre in dieser Phase absolut schlagbar gewesen. Es war wahrlich nicht unser bestes Spiel und trotzdem gab's auch viele ansprechende Dinge in dieser Partie. Von der Grundordnung her sah das alles wieder ganz stabil aus gegen den Ball. In der Offensive hatten wir auch wieder unsere Gelegenheiten, letztendlich haben wir aber wieder in den spielentscheidenden Phasen falsche Entscheidungen getroffen, beziehungsweise individuelle Fehler gemacht. Das bringt uns nicht das erste Mal um Zählbares, das tut nicht nur weh, sondern ist vor allem verdammt ärgerlich«, so Bruno Tschoner, Teil des TSV-Trainergespanns.

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Die »Seerosen« starteten couragiert und übernahmen früh die Kontrolle. Gegen die körperlich sehr starke Defensive der Gäste war aber noch kein durchkommen, in der eigenen Gefahrenzone brannte dafür über die gesamte erste Halbzeit so gut wie gar nichts an. So entwickelten sich chancenarme erste 45 Minuten, aus denen trotzdem der TSV Waging mit einer Führung hätte gehen können. Berni Mühlbacher wurde im Zuge eines Gegenangriffs freigespielt und steuerte komplett alleine auf Schlussmann Simon Vockensberger zu, doch auch dem Leistungsträger ist die komplizierte Situation anzumerken, so schloss dieser genau in die Arme des Gästetorhüters ab.

Das war Mitte des ersten Durchgangs die vielversprechendste Gelegenheit. Im zweiten Durchgang nahm man sich einiges vor, denn man spürte, dass da etwas gehen könnte. Doch dann kam alles anders. Anton Peter war von drei Wagingern so umstellt, dass er mehr oder weniger aus Aussichtslosigkeit draufhielt. Sein harmloser Aufsetzer sprang TSV-Torwart Thomas Würnstl – er ersetzte den beruflich verhinderten Manfred Sommerauer – über die Hände und fiel zum 1:0 in die Maschen (47.). »Das passt sehr gut zu uns. So kassieren wir unsere Tore. Wirklich ausgespielt werden wir vor unseren Toren nur selten, stattdessen machen wir uns das Leben immer wieder selbst schwer. Für Thommy ist das natürlich bescheiden, aber er hat uns auch schon Punkte festgehalten in dieser Saison und hat für den TSV in unangenehmen Momenten schon oft seinen Mann gestanden«, so Tschoner weiter.

Die Gastgeber mussten nun nach vorne spielen und taten das auch teilweise ganz vernünftig, im letzten Drittel fehlte aber etwas die Klarheit. So musste zum verdienten Ausgleich ein Standard herhalten. Eine Freistoß-Flanke von Bruno Tschoner verlängerte Hansi Huber gekonnt mit dem Scheitel zum 1:1 ins lange Eck (55.).

Im Anschluss versuchte der TSV dranzubleiben, schaffte es aber nicht, die Gäste-Defensive entscheidend ins Wanken zu bringen. Trotzdem gab es wieder eine Riesenchance die »Seerosen« in Front zu schießen. Sascha Leuendorf rutschte ein Abstauber aus wenigen Metern nach einem abgewehrten Huber-Freistoß aus bester Position über den Fuß. Da ahnten vielleicht viele schon, was wieder passieren könnte. »Dass wir nicht vor Selbstbewusstsein strotzen ist klar, aber um zu gewinnen müssen wir solche klaren Chancen einfach machen. Das sind blanke Punkte die wir da liegen lassen. Aber das sagt sich so leicht. Im Moment haben wir junge Spieler, die etwas außer Form sind, was ganz normal ist, nur haben wir noch nicht die Breite im Kader um diese zu ersetzen. Wir hoffen, dass wir nach dieser Trainingswoche etwas weiter sind«, so Tschoner.

Der musste in der Folge mit seiner Elf noch das 1:2 hinnehmen. Nach einer Ecke schraubte sich Dominik Schlosser hoch und versenkte das Leder mit einem tollen Kopfball zum 1:2-Endstand (83.). Klu