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Das nächste Kellerduell für die »Seerosen«

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Er war zuletzt enttäuscht von den Auftritten seiner Schützlinge: Wagings Trainer Ali Gezer, der nun im Kellerduell gegen den SV Dornach auf einen Heimsieg hofft. (Foto: Wukits)

Knapp eine Woche nach dem deprimierenden 0:4 bei den Sportfreunden in Aying steigt für den TSV Waging in der Fußball-Bezirksliga Ost gleich das nächste Kellerduell: Am heutigen Samstag um 14.30 Uhr bekommen es die »Seerosen«, Träger der roten Laterne, im eigenen Wilhelm-Scharnow-Stadion mit dem Drittletzten SV Dornach zu tun.


Während die Gäste kürzlich einen Trainerwechsel vorgenommen haben, steht ein solcher bei den Wagingern nicht zur Debatte. »Wir sind nach wie vor von Ali Gezer überzeugt«, stellt TSV-Abteilungsleiter Stefan Hinterreiter klar, »es passt absolut mit ihm. Er kann doch nichts dafür, wenn unsere Jungs den Ball aus drei Metern nicht im Tor unterbringen.« Oder in der Defensive haarsträubende Schnitzer machen, die dann immer wieder zu Gegentreffern führen. 35 Mal schlug die Kugel im Kasten der »Seerosen« ein, was ihnen den letzten Platz auch in der Gegentor-Tabelle einbringt. Der Vorletzte Aying musste »erst« 30 Mal den Ball aus dem Netz holen.

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Der neue Dornacher Trainer ist im Kreis Inn/Salzach kein Unbekannter: Der erst 22-jährige Florian Brachtel, der die Nachfolge von Michael Wagner antrat, spielte unter anderem schon beim SV Wacker Burghausen. Zuletzt zog es ihn über die Grenze zu Union Ostermiething. Am vergangenen Wochenende hätte er beinahe einen Top-Einstand als SVD-Trainer gefeiert, denn gegen den Rangdritten SC Baldham-Vaterstetten führten die Brachtel-Schützlinge lange Zeit mit 1:0, ehe sie durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit noch zwei Punkte verloren und letztlich mit einem 1:1 zufrieden sein mussten.

»Eines möchte ich auf alle Fälle betonen«, sagt Hinterreiter, »wir haben noch große Hoffnungen auf den Klassenerhalt und wollen heuer noch so viele Punkte wie möglich machen.« Die beste Medizin wäre gleich mal ein Dreier gegen Dornach. Dann könnte man nämlich verhindern, dass die Gäste davonziehen – derzeit liegen sie vier Zähler vor dem TSV, haben also die weit bessere Ausgangsposition und könnten unter Umständen schon mit einem Remis gut leben.

Das Waginger Lazarett scheint sich allmählich zu lichten, sodass Gezer bereits heute mehr personelle Alternativen haben könnte. Niklas Maier, beim Oktoberfest als Kellner im Einsatz gewesen, lieferte am Mittwoch in der »Zweiten« (1:0-Sieg in der A-Klasse VI beim SV Leobendorf) eine gute Vorstellung ab.

Auch bei einigen anderen Akteuren wie etwa »Basti« Maier, Sascha Leuendorf, Veit Gröbner, Tom Hofmann oder Michael Auer kann sich Spartenboss Hinterreiter vorstellen, dass sie bald wieder ins Team zurückkehren – der eine oder andere eventuell schon heute Nachmittag. cs