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Das Jahr des Leidens ist vorbei

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Veronique Hronek vom SV Unterwössen ist bei der WM in Vail dabei. Mit dem Team rechnet sie sich durchaus Chancen aus, wieder mit einer Medaille nach Hause zu fahren. (Foto: Head)

Heute vor einem Jahr war Veronique Hronek vom SV Unterwössen am Boden zerstört. Die Skifahrerin war mit einem Kreuzbandriss außer Gefecht gesetzt. Sie verpasste deswegen auch die Olympischen Spiele von Sotschi. Ein Jahr danach ist die Laune bei der 23-Jährigen besser als je zuvor. Hronek hat das Ticket für die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften im amerikanischen Vail in der Tasche und ist mittlerweile dort angekommen. Obwohl sie nicht ganz die DSV-Qualifikationskriterien erfüllen konnte, entschloss sich Alpin-Direktor Wolfgang Maier sie zur WM mitzunehmen.


»Sie sind anspruchsvoll und steil, genau das mag ich«

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»Damit habe ich nicht gerechnet, es war keine leichte Saison bisher für mich nach der Verletzung«, sagt sie lächelnd. »Eine WM ist was Besonderes und daher freut es mich sehr. Sicherlich war Vail mein Ziel«, gibt sie zu. Trotzdem konnte sie das Thema WM meistens aus ihrem Kopf verdrängen, damit wurde es nicht zur Belastung für Hronek. »Ich wollte mich auf meine Rennen konzentrieren. Natürlich hat es manchmal in meinem Hinterkopf herumgespukt.« Für sie galt es, sich in jedem Rennen zu bestätigen. Besonders freut sich die Sportlerin, dass die Knieverletzung zu 100 Prozent überwunden ist. »Die Muskulatur ist wieder da und ich bin schmerzfrei.«

Für die WM hat sie auch konkrete Ziele. Im SuperG soll es ein Platz unter den Top 15 und im Riesenslalom unter den Top 10 sein. Von einer Medaille träumen kann sie aber auch. Im Teambewerb hat Deutschland dank Felix Neureuther und Fritz Dopfer eine schlagkräftige Mannschaft. »Wir Mädels werden auch unser Bestes geben und dann ist eine Medaille möglich.« 2013 in Schladming gab es bereits Bronze im Team, die hängt auch bei Hronek in Unterwössen zuhause. Damals ist sie Ersatzfahrerin gewesen.

Die Strecken in Vail kennt die 23-Jährige ganz gut. »Sie sind anspruchsvoll und steil, genau das mag ich«, sagt sie. Zum derzeit mäßigen Abschneiden der deutschen Ski-Damen sagt Hronek, dass die Situation derzeit sehr schwierig sei. »Die Leistungen im Training passen. Dieses Jahr ist halt ein allgemeines Übergangsjahr. Das Potenzial ist aber da.« Deswegen hat sie im vergangenen Sommer nichts dem Zufall überlassen. Nach einer Reha in Bad Endorf konnte sie ins Sommertraining einsteigen und alle Maßnahmen mitmachen.

Beim SV Unterwössen gilt sie mittlerweile als Aushängeschild. Dort in Unterwössen hat sie ein intaktes Umfeld und die notwendige Unterstützung. Irgendwann möchte Veronique Hronek auch eine Abfahrt bewältigen. Dabei spricht sie von einer Herren-Abfahrt. Zuvor will sie sich aber bei der WM ab kommender Woche in Vail beweisen. Außerdem gibt es in drei Jahren erneut Olympische Spiele und diese will sie mit Sicherheit nicht noch einmal vor dem Fernseher erleben. SHu