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»Das grenzt fast ans Maximum«

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Zielsicher: Bernd Eimannsberger (rechts) – in dieser Szene lässt er Andreas Ludwig keine Abwehrchance – traf für den SV Kirchanschöring zur 1:0-Führung. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Kracker, Eder, Willinger, Höller, Omelanowsky (86. Maierhofer), Gürcan, Söll (66. Schmidhuber), Eimannsberger, Hofmann, Schild (61. Heinrich), Sturm.


TSV Schwabmünchen: Thiel, Sandner, Kusterer, Danke, Rucht, Cam (59. Ludwig), Raffler, Schmidt (86. Bauer), Petereit, Sedelmaier (59. Manno), Rudolph.

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Schiedsrichter: Huber (Wurmannsquick).

Zuschauer: 642.

Tore: 1:0 Eimannsberger (12.), 2:0 Schild (46.), 3:0 Petereit/Eigentor (51.), 3:1 Rucht (65.).

Gelb-Rote Karte: - / Petereit (79.).

Einen wichtigen Sieg errangen die »Gelb-Schwarzen« aus Kirchanschöring im »Sechs-Punkte-Spiel« der Fußball-Bayernliga Süd gegen den TSV Schwabmünchen. Vor allem in der ersten Halbzeit zelebrierte die Mölzl-Elf vor 642 Zuschauern guten Bayernliga-Fußball.

SVK-Trainer Patrick Mölzl war nach dem Spiel zufrieden: »Wir haben drei Punkte geholt, das war unser Ziel.« Seine Mannschaft habe nun in drei Begegnungen sieben Punkte gesammelt, »das grenzt fast ans Maximum.« Mit der Art und Weise ist der SVK-Trainer noch nicht ganz zufrieden »weil wir immer noch zu viele leichte Fehler machen.« Seine Jungs hätten den Gegner »wieder zu einem Tor« eingeladen. Danach fing seine Mannschaft an zu wackeln, »ohne Gründe, an dem müssen wir arbeiten.«

Schwabmünchens Trainer Rene Ott gratulierte zum Heimsieg und bemängelte einen »blutleeren Auftritt« seiner Schützlinge in den ersten 45 Minuten. Zur Pause habe sich der TSV viel vorgenommen, doch »durch den Doppelschlag« sei »das Ding« entschieden gewesen. Trotz des Ehrentreffers habe seine Elf dann nicht mehr die »Körner« gehabt, das Spiel herumzureißen.

In der 11. Spielminute brachte Flo Hofmann einen hohen Ball auf links zu Manuel Omelanowsky, der narrte seinen Gegenspieler, passte in den Sechzehner wo Bernd Eimannsberger gekonnt volley mit dem Außenrist das Leder ins rechte untere Eck versenkte. Ein sehenswerter Spielzug der »Gelb-Schwarzen«, die bis zur Pause die Führung sogar noch in die Höhe schrauben hätten können. Die Gäste aus dem Landkreis Augsburg hatten hingegen keine einzige, herausgespielte Torchance, so gut agierte der SVK taktisch.

In der zweiten Halbzeit waren gerade mal 32 Sekunden absolviert, da passte Tobias Schild das Leder im Spielaufbau der Schwabmünchener Abwehr ab und stürmte mutterseelenallein auf das Gästetor zu. Schild umkurvte in vollem Lauf Gästetorwart Felix Thiel und schoss zum 2:0 ein: Eine kalte Dusche für die Gäste.

Keine fünf Minuten später gab es Freistoß für den SVK, fünf Meter vor der Grundlinie, an der rechten Strafraumgrenze. Schlitzohr Flo Hofmann zog das Leder scharf an die hintere Ecke des Tores, wo Martin Söll einschussbereit wartete, doch vor Söll beförderte der Schwabmünchener Unglücksrabe Martin Petereit das Leder unhaltbar ins Tornetz: 3:0 für die Hausherren.

Den Anschlusstreffer für die Gäste markierte in der 65. Minute Andreas Rucht: Guiliano Manno brachte bei einem Freistoß den Ball hoch an die Fünfmeterraum-Grenze, dort grätschte Rucht beinahe unbedrängt das Leder ins rechte Eck: 3:1. In den folgenden Minuten wirkten die Gastgeber verunsichert, doch am Ende gewann die Mölzl-Elf souverän und verdient mit 3:1.

Durch den Dreier zog der SV Kirchanschöring in der Tabelle an Schwabmünchen vorbei und verließ die Abstiegs-Relegationsplätze. mw