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Das Ergebnis als Nebensache

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Schmerz lass nach: Inzells Pechvogel Mike Johnstone musste nach einem Armbruch im Krankenhaus operiert werden. Auch Kapitän Sebastian Schwabl musste mit einer Gehirnerschütterung in die Klinik gebracht werden. (Foto: Wukits)

Eine 3:5-Niederlage kassierte der DEC Inzell in der Abstiegsrunde der Eishockey-Landesliga gegen den SC Reichersbeuern. Doch am Ende war das Ergebnis des Spiels den Hausherren beinahe egal. Vielmehr galten ihren Gedanken den zwei schwer verletzten Mannschaftskameraden Mike Johnstone und Sebastian Schwabl. Sie mussten mit dem Notarzt ins Klinikum Traunstein gebracht werden.


Am schlimmsten erwischte es Mike Johnstone. Er brach sich wohl nach einem Stockschlag seines Gegenspielers den Oberarm und musste sofort operiert worden. Damit ist die Saison für den Kanadier beendet. Kapitän Sebastian Schwabl erhielt von Korbinian Schlickenrieder einen Check an der Bande gegen Kopf und Nacken und brach noch auf dem Spielfeld zusammen. Anschließend klagte er über Schwindelgefühle. Die Diagnose im Krankenhaus: Gehirnerschütterung und Schleudertrauma.

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Für Übeltäter Schlickenrieder gab es übrigens nur eine 2+10 Strafe. »Was soll ich zum Spiel sagen?«, meinte ein ziemlich schockierter DEC-Trainer Thomas Schwabl. »Ich will jetzt nur noch ins Krankenhaus zu meinem Buben«, so der Trainer.

Inzell nach Verletzungen sichtlich schockiert

Die Partie verlief sehr spannend. Nach dem 0:1 der Gäste durch einen schönen Konter, drehten Mike Johnstone und Andi Wieser mit ihren Toren das Spiel zunächst zu einer 2:1-Führung. Kurz vor der Pause folgte dann die schwere Verletzung von Johnstone – und die brachte die Inzeller völlig aus dem Konzept. »Die Jungs haben in der Pause in der Kabine ihren vor Schmerzen schreienden Mitspieler gesehen. Wie sollst du da noch konzentriert spielen«, schilderte DEC-Abteilungsleiter Olaf Becker das Geschehen. So kamen die Gäste im Mitteldrittel zu zwei schönen Treffern zum 3:2. Nur Peter Zeller im Tor des DEC verhinderte mit Glanzparaden weitere Gegentore.

Gerade als sich die Inzeller wieder etwas fingen, passierte das Malheur mit Sebastian Schwabl. »Lächerlich, dass der Gegenspieler dann auch noch mit so einer Strafe davonkommt«, schimpfte Becker.

Anschlusstreffer durch Andi Wieser

Im Schlussdrittel erzielten die von Beppo Schlickenrieder trainierten Reichersbeurer das 4:2. Trotzdem bewies Inzell wieder große Moral und Andi Wieser brachte sein Team auf 3:4 heran. Vier Minuten vor dem Spielende holte Schwabl seinen Schlussmann Peter Zeller vom Eis und setzte alles auf eine Karte. Trotz zahlreicher Chancen des DEC konnten am Ende die Gäste jubeln. Robert Schatton erzielte durch ein Empty-Net-Tor den 5:3-Endstand. Das interessierte auf Inzeller Seite letztendlich keinen mehr.

Am kommenden Sonntag kommt der SC Forst um 18 Uhr in die Max-Aicher-Arena. Bis dahin sollten die DEC-Puckjäger die schlimmen Ereignisse wieder aus dem Kopf bringen.

DEC Inzell - SC Reichersbeuern 3:5 (2:1/0:2/1:2): Tore: 0:1 (6.) Michal Telesz, 1:1 (8.) Mike Johnstone, 2:1 (16.) Andreas Wieser, 2:2 (26.) Michal Telesz, 2:3 (37.) Lukas Harrer, 2:4 (43.) Alexander Nicolaus, 3:4 (49.) Andreas Wieser, 3:5 (60.) Robert Schatton. – Strafen: DEC (10) - SCR (10+10). – Zuschauer: 150. SHu